Navigation
       e-mail an Belgarath
    zurück            weiter
Mund 2

Menschenfreunde 

Wissen Sie, ich such mir ganz gerne ein bisschen Streit, denn ich bin so ein unbequemer Querdenker. Ich mach mir so meine Gedanken, so über jenes und alles, einfach so meine eigenen Gedanken, zum Weltgeschehen, und so, und zu den kleinen Dingen des Lebens, die alle betreffen und so ... aber eben auch mich und ... und Sie. 

Na klar, nun bleiben Sie mal ruhig. Ich weiß doch selber, dass so was böse enden kann, dass alle glauben, es wäre besser nicht zu viel zu denken, sich keine Gedanken zu machen.
Ich bin doch nicht blöd.
Aber ich bin eben nicht wie ... na ja, wie Sie ... oder wie ihre Nachbarn, die sind ja ziemlich blöde, wissen Sie.
Nichts für ungut, Sie sind ja wahrscheinlich ganz okay, ... es sind meistens die anderen ... die sich keine Gedanken machen. Da ist ja auch nicht viel, außer schweigender Leere in verbiesterten Gehirnen.                                                                                        
Und ich hab eben auch Spaß daran, mir Streit zu suchen, Themen gibt’s ja jede Menge. Manchmal kann ich einfach nicht anders, das kommt einfach so, und dann kann ich nicht wieder aufhören.
Ist wie ne Sucht ... haste mal angefangen, findste kein Ende mehr ... ohne Ende ... geht immer weiter ... ganz von allein ... da oben im Kopf.

Iss ja auch kein Wunder...

Also Kinder sind ja was Wunderbares, sagen die Großmütter, sagen sie immer, jeden Tag.
Manchmal, meistens leider nicht.
Ich weiß, ich weiß, die Kinder, die Sie kennen sind vor allem laut kreischend, stets fußballspielend, unver- schämt, nörgelnd, ungebildet, dreckig, verlogen, feindselig, gierig auf Fernsehen und Computerspiele, eige- nes cooles Handy, lehnen alle Verantwortung ab, ebenso Autoritäten wie Sie, zerkratzen Autotüren, zer- stechen Reifen, klauen Fahrräder, beschmieren Wände, knallen Haustüren und zünden Briefkästen und Mülleimer an.
Eben der ganze alltägliche jugendliche Wahnsinn.

Und die sogenannten Erwachsenen, ihre Nachbarn, die sind auch nicht viel besser.
Denen trauen Sie alles zu, die ihnen überhaupt nichts, schon gar keine Autorität. Für die sind Sie einfach keine Respektperson, genauso wenig wie ein Polizist oder so was. Es gibt ein paar Nette, ein paar freund- liche Ignoranten, denen Sie nicht gleich am Liebsten was in die Fresse hauen würden, aber keine reale Anerkennung ihrer Person, obwohl Sie meinen, dass ihnen das durchaus zusteht. Sie würden ja auch nicht erkennen wie ähnlich Sie den anderen sind, dass Sie wie Brüder oder Verwandte im selben Stadtteil leben.

Was machen Sie falsch?
Warum läuft es nicht so, wie Sie sich das vorstellen?
Sie sind schließlich Beamter, nichts Hohes oder Besonderes, nur im städtischen Bauamt, aber das seit vielen Jahren und eher unauffällig. Aber Sie wissen um die Prinzipien der menschlichen Gesellschaft, um die Regeln und Verordnungen, - das sollte doch was wert sein.
Richtig, sie machen einfach was falsch.

Schauen Sie sich ihren türkischen Nachbarn an, genau gesagt Hakan, seinen ältesten Sohn. Nicht mal 25 Jahre alt, arbeitslos, wie sein Vater, was heutzutage nichts ungewöhnliches ist. Aber der Sohn, das ist ein offenes Geheimnis im ganzen Viertel, hat noch nie in seinem Leben offiziell gearbeitet, steht aber im zwei- felhaften Ruf alles zu verdealen, was das Hirn vernebelt und viel Kohle bringt, Haschisch, Extasy und wie das Zeug alles heißt, - Bezugsquelle: unbekannt, aber jede Menge.
Fährt `nen 3er BMW und das als Arbeitsloser. Gehört aber offiziell seiner Schwester, die nichts zu melden hat und außerdem einen Job. Sein schwarzes Haar ist immer gegelt und sieht seltsam verschnitten aus, seine Arme und Brustkorb behaart und muskulös, um den Hals eine dicke Goldkette. Seine Kleidung typisch Macho, Lederhose, Muscle-Shirt, immer weit offenes Hemd, fette Armbanduhr. Sein Deutsch eher gebrochen, seine Freundin eine blonde Friseusentussi schlimmster Art, mit ziemlich großen Dingern – na, Sie wissen schon was ich meine - und er selbst selten wirklich nüchtern. Islam und moslemische Tradition hin oder her, er faselt ständig davon, ob jemand das hören will oder auch nicht, ist aber ungeachtet dessen häufig betrunken.

Nein, das war die falsche Frage, denn das ist hier nicht das selbstironische Satiremagazin eines Kaya Yanar und die Frage: Was guckst Du? – sondern die ganz alltägliche, banale Wirklichkeit in unseren Städten. Es ist nicht todernst, aber komisch ist auch bei weitem nicht.

Ich zumindest habe Hakan selten ohne Bierflasche in der Hand auf der Straße gesehen. Oft lungert er mit Freunden an der Trinkhalle rum, bei dem kleinen grünen Park im Viertel, mit dem Kinderspielplatz, wo sich auch die Junkies, Kinderprostituierten und Alkoholiker treffen.
Wer so etwas allerdings wagt offen auszusprechen, ist ausländerfeindlich, ein Faschist, oder ein übler Verleumder des Islam, ein Ungläubiger und Feind der moslemischen Welt, - sagt Hakan. Aber es sagt auch keiner so was, zumindest nicht in seiner Hörnähe.
Er wird respektiert und niemand würde ihn ignorieren.

Ja, ich weiß, dass Sie schon ahnen, woran das liegen mag, ist ja kein Geheimnis und bekannt im ganzen Viertel.
Vielleicht sollten Sie sich dennoch daran mal ein Beispiel nehmen.
Denn er hat einen Hund, - genauer gesagt einen Kampfhund und nicht irgendeinen, sondern so ein muskelbepacktes Aggressionspaket mit ziemlich kurzen Beinen, Bollerkopf, einem Brustkorb wie ein Hulk und einem Gebiss, so mächtig und drohend wie ein gezacktes Armee-Kampfmesser.    

Was das genau für eine Rasse ist, weiß ich nicht, ist mir auch egal, denn ich will diesem aggressiven Biest nicht unbedingt begegnen. Maulkorb trägt der grundsätzlich nie und eine Leine eher selten, und wenn, dann zwischen seinen Zähnen, was ihn noch gefährlicher aussehen lässt. Hakan behauptet, er habe kein Geld für eine Leine und verweist grinsend auf seine Arbeitslosigkeit. Behördliche Auflagen interessieren ihn dabei nur am Rande. Keine Ahnung, wie er es gedreht hat, dass seine Killerbestie den Wesenstest bestan- den hat, ist aber so. Für Geld machen manche Menschen bekanntlich alles möglich.

Sein bester Freund und Kumpel ist Horst, von den meisten nur Hotte genannt, hat einen Rottweiler, größer als dieser hellgraubraune Killer, schwarzbraun und ebenso kurzhaarig, mit einem noch viel breiteren, mus- kelbepackten Brustkorb, stämmigen Muskelbeinen, einem beeindruckend drohenden Quadratschädel und einem grollenden Bellen, dass einem das Blut in den Adern gefriert. Trägt auch nur selten Leine und Maul- korb, denn Hotte ist ebenfalls arbeitslos, sagt er. Auch er fährt ein ziemlich großes Auto, so eine amerika- nische PS-Schleuder. Gehört ihm aber offiziell nicht, sondern einem anderen Kumpel aus seiner Clique. Seine Haare sind auch meistens gegeelt, aber blond, seine Arme und Brustkorb wie von einem Bodybuilder, sein Deutsch gebrochen, obwohl er ein überzeugter Deutscher ist. Was immer du so brauchst, Hotte kann es besorgen, sagt er, schnell, diskret und relativ preiswert.

 

 

 

 

Ich kann durchaus verstehen, dass Ihnen das jetzt zu viel Text ist, um das alles zu lesen, auch wenn es noch so interessant und unterhaltsam sein könnte. Das Internet ist ein für schnellen Konsum ausgerichtetes Medium. Wollen Sie trotzdem gerne weiterlesen?

Kein Problem, laden Sie sich doch den ganzen Text kostenlos als kleines Mini-e-book herunter, drucken Sie es aus und lesen Sie es ganz bequem zu Hause. Klicken Sie einfach auf den Download-Button ...                                                  e-book-download                     

 ... viel Spaß beim Lesen ...

 

... oder lesen Sie noch viel mehr von solchen und ähnlichen und schockierende Geschichten, denn manchmal muss ich als Autor auch erbarmungslos schreiben. Heraus kommt dann so ein Buch, parteiisch, provozierend, aber auch amüsant und unterhaltsam, irrwitzig komisch und boshaft satirisch.

                                         Unerwünschte Wahrheiten

Klicken Sie einfach auf den Buchtitel und erfahren Sie, wie Sie es bekommen können ...

in Kürze ... 

Alayna-Belgarath Hörbar 2 Miniatur

Die HörBar - von Alayna & Belgarath - unmittelbar angegliedert an die Bibliothek, ein attraktives Angebot nicht nur für Sehgeschädigte und Blinde, sondern für alle Menschen, die sich en Block Lyrik und Poesie in gut gemachter Qualität vorlesen lassen wollen, sich zurücklehnen und zuhören, die Zeit fließen lassen, Inspiration und Assoziation genießen, den Träumen und Gedanken Freiraum geben.

Der Link wird geschaltet, sobald die Seiten eingerichtet sind.

Wir - Alayna & Belgarath - sind jetzt auch auf YouTube  http://youtu.be/V0a1MfdvofA - http://youtu.be/cV1X_xMzS40 - http://youtu.be/F6JXOf4nSVM  - http://youtu.be/G7_1X1XCcYY und weitere ... 

 

siehe auch unsere Sonderseite Plakat Wir sind ganz dicht Unsere Autorenlesungen     

Es ist ohne Ausnahme verboten Lyrik oder Kurzgeschichten aus dieser Website ohne Genehmigung in anderen Websites oder Blogs zu veröffentlichen. Bei Zuwiderhandlung erfolgt sofortige juristische Strafverfolgung durch eine Urheberrechtsklage

button silber e-books
           direkter Link zu allen Bildergalerien
            direkter Link zur Bibliothek
Linkbutton silber
               direkter Link zur Linkliste                                   direkter Link zu den Kindergeschichten
       Netz gegen Kinderporno
       e-mail an Alayna
        Navigation
    zurück            weiter

Besuchen Sie auch mal die frühere, jetzt stillgelegte Homepage von Alayna und Belgarath - dort gibt es noch immer viel zu lesen und zu sehen, ein Besuch lohnt sich ...

Banner im Stahlrahmen