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 Asse, Gorleben & Co.

Die gesamtgesellschaftliche Tragödie aus Ignoranz, blinder Profitsucht, Atomlobbyisten und verantwortungslosen Volksvertretern / Politikern - kurz: Die übliche bundesdeutsche Scheiße

Internes Strategiepapier: Atomlobby plante Wahlkampf minutiös

Eine Liste mit vermeintlich wohlgesinnten Journalisten, Argumentationshilfe für Union und FDP, eine U-Boot-Strategie für die SPD: Die Atomlobby hat den Wahlkampf bis ins Detail vorbereitet - um ihn aktiv zu steuern. Das belegt ein internes Strategiepapier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt.                                        Kernkraftwerke sind "Deutschlands ungeliebte Klimaschützer": So sieht sich die Atombranche selbst. In Anzeigen präsentieren die Energiekonzerne ihre Reaktoren, fotografiert in lieblicher Landschaft, mit Kühen davor und blauem Himmel darüber.                                                                                                                   Die Realität sieht anders aus: Pannen in den Meilern Krümmel und Brunsbüttel, Lecks in der Atommüll- halde Asse, und noch immer gibt es - Stichwort Gorleben - kein Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Auch die Atomlobby weiß um diese Probleme - doch am besten spricht man nicht darüber. Das zumin- dest empfiehlt ein internes Strategiepapier, das eine Berliner Politikagentur für die Atomlobby erstellt hat und das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Der 109 Seiten lange Schriftsatz liest sich wie eine minutiöse Planung des Wahlkampfs. Demnach sollen Politiker und Journalisten gezielt auf Pro-Atom-Kurs gebracht werden. Das Ziel: längere Laufzeiten für die deutschen Kernkraftwerke nach der Bundes- tagswahl am 27. September. Das Papier hat die Unternehmensberatung PRGS verfasst. Der Titel: "Kommunikationskonzept Kernenergie - Strategie, Argumente und Maßnahmen." Als Datum ist der 19. November 2008 angegeben. Zum damaligen Zeitpunkt war PRGS für den größten deutschen Energie- konzern E.on tätig. Auf dem Deckblatt des Strategiepapiers heißt es, der Schriftsatz sei "für die E.on Kernkraft GmbH" erstellt worden.                                                                                                                                   Die Aufgabenstellung wird gleich zu Beginn klar benannt: "Das Gesamtziel der vorgelegten Strategie ist es, die politisch-öffentliche Debatte um die Verlängerung der Restlaufzeiten deutscher Kernkraft- werke positiv zu beeinflussen."

E.on soll sich Öko-Image verpassen

Dabei sollte sich die Atombranche selbst äußerste Zurückhaltung auferlegen, heißt es in der Studie. "Die Thematisierung der Kernenergie im Wahlkampf ist nicht im Sinne von E.on." Ziel müsse vielmehr sein, dass "eine scharfe emotionale Debatte unterbleibt". Ansonsten bestehe die Gefahr, dass vor allem die Anhänger von SPD und Grünen mobilisiert würden - also die Gegner einer Laufzeitverlänge- rung. Stattdessen soll sich E.on so umweltfreundlich wie möglich geben. Erfolgreich sei die Pro-Atom- Strategie dann, wenn der Konzern "beharrlich mit dem Argument Klimaschutz und Versorgungssicher- heit den Schulterschluss zwischen Kernkraft und erneuerbaren Energien betont". Diesen Kurswechsel habe E.on "mit dem Ausbau seiner Erneuerbare-Energien-Sparte bereits eingeleitet".                                 Mit anderen Worten: Das Unternehmen soll sich mit Solaranlagen und Windrädern ein Öko-Image verpassen, das letztlich aber vor allem das Ziel verfolgt, die Atomenergie voranzubringen.                         siehe  http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,650172,00.html                                                                                 http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/9/23/news-134278911/detail.html                                                                            

 

 

Nuklearenergie: "Keine neue Atommeiler" – Das schwarz-gelbe Wahlverspreichen

Trotz aller Studien und Verdächtigungen von SPD und Grünen: Den Bau neuer Atommeiler soll es laut Union und FDP auch im Fall ihres Wahlsieges nicht geben. In aufgeheizter Diskussion eine Woche vor der Bundestagswahl erklärten Bundeskanzlerin Merkel (CDU), CSU-Chef Seehofer und die FDP, dass mit ihnen der Neubau von Atomkraftwerken weder gewollt noch geplant sei. „Wir wollen keine neuen Kernkraftwerke“, sagte Merkel. SPD-Umweltminister Sigmar Gabriel und Grüne hielten Union und Merkel Täuschungsversuche vor und verwiesen auf eine Studie zur Erforschung der Sicherheit moderner Reaktoren unter angeblicher Regie von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Dessen Ressort konterte, Gabriel habe seinerseits eine Studie zu neuen Reaktor-Konzepten bei der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) bestellt, was dieser in dieser Form zurück- wies. Die Grünen wollen in ihrem neuen Sofortprogramm bereits in den ersten Wochen nach der Wahl einen Untersuchungsausschuss für die Atommülllager Gorleben und Asse im Bundestag durchsetzen. Die Kanzlerin beteuerte, sie wolle an der Erkundung des niedersächsischen Salzstocks Gorleben fest- halten. Die Frage nach anderen Standorten stelle sich derzeit nicht. Derweil stieg der Wasserzufluss in das marode Lager Asse bei Wolfenbüttel überraschend stark. Eine erhöhte Gefahr für das Bergwerk gebe es nicht, erklärte der Betreiber.                                                                                                                             siehe  http://www.welt.de/news/article4566109/Keine-neue-Atommeiler-Das-schwarz-gelbe-Wahlverspreichen.html           http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/atomstudie-union-schliesst-bau-neuer-meiler-aus_aid _437000.html                                                                                                                                                                             http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-09/guttenberg-laesst-neue-atommeiler-erforschen                                               http://www.n-tv.de/politik/Merkel-bestreitet-Neubau-article510737.html                                                                                     http://www.tagesschau.de/wahl/aktuell/atomreaktoren104.html                                                                                               http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,649930,00.html                                                                                           http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hNNYf6P_YRbbJ7eeNDSTc2H6LdHw                                                  

 

 

Atommüll-Lager: Menschliche Asche in der Asse

Im maroden Atomlager Asse verrotten nicht nur Fässer mit hochgiftigem Arsen und strahlendem Pluto- nium. Dort lagert auch Asche von menschlichen Leichenteilen. Sie stammt von zwei Technikern, die bei einem Unfall im bayerischen Kernkraftwerk Gundremmingen getötet worden sind. Am 19. November 1975 sollten bei dem Atomreaktor zwei Ventile in einem Nebensystem des Primärkreislaufs repariert werden. Aus Zeitgründen und Kostenersparnis war das Leitungssystem noch unter Druck, so dass 280 Grad heißes Wasser darin stand. Als zwei Schlosser um 10.42 Uhr die Halterung einer Stopfbuchse lösten, trat explosionsartig ein radioaktives Dampf-Wasser-Gemisch aus. Der jüngere der beiden Schlosser, ein 34-jähriger Meister, wurde von dem Strahl frontal getroffen und starb sofort an Verbrüh- ungen und einem Hitzeschock. Sein 46 Jahre alter Kollege konnte sich mit schweren Verbrennungen aus dem engen Armaturenraum retten. Zur Notversorgung wurde er in das nahe Krankenhaus Lauin- gen gebracht und dann mit einem Helikopter in eine Klinik für Brandverletzte nach Ludwigshafen geflogen. Dort starb er in den frühen Morgenstunden des nächsten Tagess.

Teilweise erhöhte Radioaktivität an den Körpern

Beide Leichen wurden unter besonderer Abschirmung zum Schwabinger Krankenhaus in München transportiert, wo es eine Spezialabteilung für Strahlenschutz gab. Die Leiche des Jüngeren hatte erst etwa 15 Minuten nach dem Unfall von Kraftwerksmitarbeitern mit schwerem Atemschutz aus dem Armaturenraum geborgen werden können. Erste Messungen der Radioaktivität ergaben stellenweise erhöhte Werte am Körper, eine Dekontamination durch Abwaschen der Haut schied wegen der großflä- chigen Verbrennungen aus. Bei der Obduktion zwei Tage später wurden bei beiden Leichen Teile abgetrennt, um sie bei der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung in München auf Radio- aktivität zu untersuchen. Nach einem Bericht des Instituts in Neuherberg wurden dem jüngeren Schlosser ("Objekt I") Lungenteile, Hirnhaut und mehrere andere Hautteile entnommen, dem älteren ("Objekt II") die gesamte Schilddrüse und beide Nieren, dazu Teile von Leber und Milz.

Weil die beiden Männer dem radioaktiven Dampf nur kurz ausgesetzt waren, erreichte die Strahlung allerdings weder in den inneren Organen noch an der Oberfläche der nackten Leichen mögliche Grenzwerte. Die höchste Dosis stellte man an Kleidungsresten und an den abrasierten Haaren fest.

Als "klinische Abfälle" entsorgt

Gleich nach der Obduktion wurden die Leichen noch im Schwabinger Krankenhaus in Zinksärge einge- lötet, ohne dass die Angehörigen sie noch einmal gesehen hätten. Die Strahlung an der Sargoberfläche war so gering, dass die Männer sechs Tage nach dem Unfall in Lauingen unter Anteilnahme von Atom- kraftwerksleitung und Aufsichtsbehörde beerdigt wurden. Während in ersten Meldungen noch von einer "starken Kontamination" bei dem Unfall die Rede gewesen war, behandelten ihn die Behörden später in Berichten und Vermerken als "radiologisch bedeutungslos". Die Unterlagen über die entnom- menen Organteile wurde als "vertraulich" gestempelt . Die Leichenteile lagerten noch bis 1976 bei der GSF in Neuherberg. Sie wurden später als "klinische Abfälle" behandelt und offenbar im Kernfor- schungszentrum Karlsruhe in einer besonderen Anlage verbrannt. Die Asche dieser Anlage kam in 200-Liter-Fässern in das ehemalige Salzbergwerk Asse, wo heute 126.000 Fässer mit giftigen und strah- lenden Abfällen unter eintretenden Laugen verrosten. Wo die menschlichen Überreste dort genau liegen, kann niemand mehr sagen - sicher ist nur, dass auch Tierkadaver in das so genannte "Versuchsendlager" entsorgt worden sind.                                                                                                                 siehe  http://www.stern.de/panorama/atommuell-lager-menschliche-asche-in-der-asse-1509534.html                                   http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,649925,00.html                                                                                               http://www.n-tv.de/politik/Menschenasche-in-der-Asse-article511759.html                                                                                 http://www.focus.de/politik/deutschland/atommuelllager-empoerung-ueber-menschliche-asche-in-asse_aid_437078.html       http://www.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/asse410.html                                                                                                 http://www.waz-online.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Menschliche-Asche-in-der-Asse-entsorgt                                   http://www.n-tv.de/politik/Menschenasche-in-der-Asse-article511759.html                                                                                 http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1253287287625.shtml                                                                                             http://www.weser-kurier.de/Artikel/News/Politik/Inland/35667/Wassereinbruch+im+Atommuelllager+Asse.html                      

 

 

Schwarz-gelbe Pläne: Energiebranche erwartet gewaltige Umbrüche

Schwarz-Gelb kommt - jetzt hoffen die Energieriesen auf eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten und Milliardengewinne. Auch der Windsektor dürfte boomen. Kohle- und Solarsektor dagegen stehen vor schweren Zeiten.                                                                                                                                                                     Die Kanzlerin und der FDP-Chef haben es eilig: Sie wollen die Bedingungen einer konservativ-liberalen Koalition rasch aushandeln, bis zum Jahrestag des Mauerfalls am 9. November soll die neue Regierung stehen. Durch die Zugewinne der FDP stehen in vielen Punkten harte Gespräche an. In der Energie- politik dagegen ist die Lage eindeutig: Hier steht die Republik vor gewaltigen Umwälzungen. Beide Parteien wollen die Laufzeiten für Kernenergie verlängern, beide sehen die hohen Fördersätze für die Solarindustrie kritisch. Während der Atomlobby Milliarden winken, drohen der Sonnenstrombranche herbe Einschnitte. "Die deutsche Öko-Wende wird durch die neue Regierungskonstellation tendenziell gebremst", sagt Josef Auer, Energieexperte bei DB Research. "International dürfte die Wahl als Signal gewertet werden, dass Deutschland wie Schweden oder die USA die Übergangszeit für die Umstellung auf erneuerbare Energien verlängert."

Anleger scheinen diesen Kurswechsel für sicher zu halten. Die Börse begann bereits einen Tag nach der Wahl, die möglichen Umwälzungen im Energiesektor vorweg zu nehmen: Im Dax verbuchten die Energieriesen E.on mit plus 4,5 Prozent und RWE mit plus 4,2 Prozent deutliche Gewinne. Matthias Heck, Energieexperte bei der Privatbank Sal. Oppenheim, attestiert den E.on-Aktien Wachstumspotenz- iale von 17 Prozent, bei RWE sind es gar 27 Prozent. Im TecDax dagegen verloren die Solarunterneh- men Q-Cells (knapp minus 1,2 Prozent), Conergy (minus 5,6 Prozent) deutlich. Rofin Sinar (plus 0,22 Prozent) und Solarworld (plus 0,44 Prozent) legten nach anfänglichen Verlusten leicht zu. Analysten führten für die Unruhe der Anleger zwei Gründe an: Durch den Regierungswechsel steige das Risiko einer Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom; zudem könnte die neue Regierung Neuinstalla- tionen von Solaranlagen begrenzen.                                                                                                                             siehe  http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,651847,00.html                                                                                   http://www.n-tv.de/politik/politik_wahl_2009/Atomenergie-vor-Comeback-article524537.html                                                 http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/kernenergie-cdu-macht-atomlobby-hoffnung_aid_439864.html              

Atomausstieg und Kohleverzicht keine Gefahr für Stromversorgung

Das Umweltbundesamt hält die Stromversorgung Deutschlands für gesichert - selbst wenn die Regie- rung am Atomausstieg festhalte und auf neue Kohlekraftwerke verzichte. Die oft angedrohte Strom- lücke sei ein "Phantom", schreiben die Regierungsexperten in einer Studie.                                                     siehe  http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,651451,00.html                                                                              

 

Strahlender Müll: Asse-Räumung möglich

Die 126.000 Fässer Atommüll im maroden Endlager Asse bei Wolfenbüttel können laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) angeblich ohne größere Gefährdung der Bergleute oder der Bevölkerung wieder aus dem ehemaligen Salzbergwerk zurückgeholt werden. Das BfS als Betreiber stellte in Hannover drei gutachterlich untersuchte Möglichkeiten für die Stilllegung vor. Es kündigte zugleich an, dass bis zum Jahresende die sicherste Lösung ermittelt und eine konkrete Empfehlung ausgesprochen werden soll. "Die letztendliche Entscheidung muss dann die Politik treffen", sagte BfS-Präsident Wolfram König. König wies darauf hin, dass alle Überlegungen über den Umgang mit den schwach- und mittelaktiven Abfällen unter dem Vorbehalt stehen, dass der schwankende Wasserzufluss in der Asse nicht drama- tisch ansteigt: "Wir müssen immer mit Rückfallpositionen arbeiten."                                                                    Die drei Gutachten wurden den Anwohnern und Umweltorganisationen auf einer Veranstaltung in Schöppenstedt unweit der Asse vorgestellt. Nach Einschätzung der Experten ist neben der Rückho- lung der Abfälle auch deren Verbleib in dem Salzstock möglich, wenn die Grube mit Beton geschlossen wird. Daneben halten die Experten es auch für möglich, den Atommüll von jetzt rund 600 Metern umzu- lagern in Tiefen um die 1000 Meter. In diesem Falle würden wie bei einer Rückholung unter Tage fast ausschließlich ferngesteuerte Maschinen und Fahrzeuge eingesetzt, um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten.                                                                                                                                          siehe  http://www.n-tv.de/politik/Asse-Raeumung-moeglich-article531498.html                                                 http://www.n-tv.de/politik/Aufklaerung-bleibt-stecken-article517692.html                                                             http://www.focus.de/politik/deutschland/asse-zeitdruck-fuer-stilllegung-waechst_aid_441302.html           http://www.focus.de/politik/deutschland/atommuelllager-asse-dramatischer-laugeneinbruch_aid_43688 8.html                                                                                                                                                                                       http://www.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/asse414.html                                                                         http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,652893,00.html                                                                          

siehe auch Video                                                                                                                               http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_01_10/kein_sicheres_atommue ll.html                                                                                                                                              

 

FDP droht mit Festhalten am Ausstieg

Die FDP droht den Stromkonzernen, am Atomausstieg festzuhalten. "Wenn die Stromkonzerne sich gegen unsere Bedingungen sperren, bleibt es eben beim geltenden Ausstiegsgesetz", sagte FDP-Vize- chef Andreas Pinkwart. Die Laufzeiten der derzeit noch 17 Reaktoren dürften nicht pauschal verlängert werden, sagte der FDP-Politiker nach einer "Spiegel"-Meldung. Man müsse jedes Kraftwerk einzeln auf Störanfälligkeit überprüfen "und zu einer Gesamtlösung" kommen, die Ökostrom und Wettbewerb fördere, sagte Pinkwart. "Es bietet sich bei einigen Reaktoren auch eine frühere Stilllegung an als bisher vorgesehen", fügte er hinzu. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wolle zunächst ein "Energieszenario für Deutschland" erarbeiten, bevor über längere Laufzeiten verhandelt werde. Dabei solle der Bedarf an Nuklearstrom und das Ausbaupotenzial erneuerbarer Energien bestimmt werden.

Die großen Stromkonzerne sind uneins über die Verhandlungstaktik gegenüber der Bundesregierung. Während RWE-Chef Jürgen Großmann vergangene Woche die Bundesregierung zu einer baldigen Laufzeitverlängerung aufforderte, mahnt E.ON-Chef Wulf Bernotat intern zur Zurückhaltung. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, die Konzerne wollten die Regierung unter Druck setzen. Dies habe er in der vergangenen Woche auch bei Telefonaten mit der künftigen Bundesregierung deutlich gemacht. In ihren Programmen vor der Wahl hatten sich sowohl CDU/CSU als auch FDP klar zu längeren Laufzei- ten für Atomkraftwerke bekannt. Übereinstimmend fordern sie als Gegenleistung finanzielle Zugeständ- nisse der Betreiber. Offen ließen sie aber, welche der 17 Reaktoren länger laufen sollen und um wie viel. siehe  http://www.stern.de/politik/deutschland/atomenergie-fdp-droht-mit-festhalten-am-ausstieg-1512550.html                   http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,653036,00.html                                                                                                

 

 

"Altersschwaches Atomkraftwerk" - Tausende protestieren in Colmar

Tausende Atomkraftgegner gehen gegen das französiche Kernkraftwerk Fessenheim auf die Straße. Der Grund: Der französische Atomkonzern EDF hat für Fessenheim bereits eine Verlängerung der Betriebsdauer beantragt. Mit einer Kundgebung im Elsass haben mehr als 3000 Atomkraftgegner gegen den Weiterbetrieb des französischen Kernkraftwerks Fessenheim am Rhein protestiert. Die Kundgebungsteilnehmer aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz demonstrierten friedlich auf dem Bahnhofsplatz von Colmar. Ein Großaufgebot der Polizei hatte die Innenstadt mit drei Meter hohen Metallbarrieren abgeriegelt. Der Protest richtete sich vor allem gegen eine mögliche Verlängerung der Betriebsdauer um weitere zehn Jahre. Fessenheim wurde Ende 1977 in Betrieb genommen und ist damit das älteste Atomkraftwerk Frankreichs. Das "alterschwache Atomkraftwerk" am Oberrhein werde immer mehr zur "Bedrohung für ganz Zentraleuropa", betonte Axel Meyer vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Mitglieder des französischen Netzwerks für den Atomausstieg "Sortir du Nuclé- aire" forderten auf Transparenten "Fessenheim auf den Schrottplatz" und "Stoppt Fessenheim - denkt an unsere Kinder". "Genug der Lügen, Atomkraft ist weder sicher noch sauber", forderte eine deutsche Gruppe auf einem Transparent.

Mit Sprechchören wie "Atomstaat ist Polizeistaat" protestierten die Teilnehmer, unter ihnen viele Famili- en mit Kindern, gegen die zahlreichen Auflagen der Behörden. Die Präfektur in Colmar hatte den ursprünglich geplanten Demonstrationszug durch die 70.000 Einwohner zählende Kleinstadt unter- sagt. Sie begründete dies mit der erwarteten hohen Teilnehmerzahl. Der Präfekt hatte im Vorfeld von 20.000 bis 30.000 Demonstranten gesprochen und zudem vor möglichen Randalieren aus Deutschland gewarnt.                                                                                                                                                                                   siehe  http://www.n-tv.de/politik/Tausende-protestieren-in-Colmar-article532079.html                                                          

 

 

Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg

Zum Start der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP hat die Anti-Atom-Bewegung am Montag mit Protesten gegen eine Aufkündigung des Atomausstiegs begonnen. Am ersten Verhand- lungstag trafen sich Aktivisten unter dem Motto «Warmlaufen für den Widerstand», um nach Angaben der Veranstalter um den Verhandlungsort zu «joggen, radeln» oder «gemütlich» zu spazieren. Zu dieser Aktion hatten die Umweltorganisation BUND sowie die Anti-Atom-Aktivisten von Ausgestrahlt und Campact aufgerufen.                                                                                                                                                    siehe  http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/10/5/news-135783839/detail.html                                                               http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/9/29/news-135008211/detail.html                                                                          

 

 

Decke im Atommülllager Asse eingestürzt - Radioaktiver Abfall lag nicht im betroffenen Bereich

Im maroden Atommüll-Lager Asse ist eine Decke eingestürzt. Radioaktive Abfälle lagerten aber nicht in dem betroffenen Bereich. Der Absturz zeige, dass in dem einsturzgefährdeten Bergwerk Bewegung sei, so ein Sprecher. Die eingestürzte Decke befand sich zwischen zwei 15 Meter hohen Hohlkammern, die bereits größtenteils mit Salz gefüllt sind und in denen keine radioaktiven Abfälle lagern, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz am Donnerstag mit.  Zwischen der Decke und dem Salz darunter hatte sich über die Jahre eine Spalte von etwa 30 bis 60 Zentimetern gebildet. Es bestehe keine akute Gefahr, erklärte die Behörde. Auch hätten die Messgeräte keine Erschütterung festgestellt, hieß es. Die Decke sei 30 Zentimeter tief gefallen. "Es ist kein großer Schaden entstanden, aber es zeigt, dass da Bewe- gung drin ist." Nun prüfen Fachleute, ob die Hohlräume mit Spezialbeton stabilisiert werden können. Das Salzbergwerk ist einsturzgefährdet, weil täglich rund 12.000 Liter Wasser eindringen. Mehrfach - zuletzt im Juli - wurde radioaktive Lauge entdeckt. Auch zu Gesteinsablösungen aus Decken war es in der Asse schon mehrfach gekommen. Im Januar dieses Jahres hatte es geheißen, dass sich auch in einer unterirdischen Kammer mit gelagertem Atommüll Teile von der Decke lösen und auf die Abfallfäs- ser stürzen könnten. eit Jahren wird an einem Schließungskonzept für die Asse gearbeitet, die 1967 als weltweit erstes unterirdisches Atomlager eröffnet wurde.                                                                                         siehe  http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/9/0,3672,7910985,00.html                                                                                     http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1221058/Decke-im-Atommuelllager-Asse-eingestuerzt.html             http://derstandard.at/fs/1254310945115/Deutschland-Decke-in-Atommuell-Lager-eingestuerzt                                                   http://www1.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/asse422.html                                                                                               http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,654081,00.html                                                                                               http://www.stern.de/politik/decke-im-maroden-atommuelllager-asse-eingestuerzt-1513561.html                                             http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/767782/Decke-in-der-Asse-eingestuerzt.html                                   http://archiv.mopo.de/archiv/2009/20091008/deutschland-welt/politik/decke_im_atommuelllager_asse_eingestuerzt.html       http://www.rga-online.de/weltweites/brennpunkte.php?userid=&publikation=2&template=phparttext&ausgabe=50228&redak tion=1&artikel=109258960                                                                                                                                                          

 

 

Die Atomkraft spaltet Union und FDP noch

Die möglichen Koalitionspläne in der Atompolitik sind auf scharfe Kritik gestoßen. Damit stelle sich die künftige Koalition gegen die Mehrheit der Bevölkerung, erklärte der Vorsitzende des Umweltverbandes BUND, Hubert Weiger. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW nannte das Vorgehen von Union und FDP verantwortungslos. Einem Papier einer zuständigen Koalitionsarbeitsgruppe zufolge wollen die künftigen Regierungspartner die Laufzeitbegrenzungen für die deutschen Atomkraftwerke vollstän- dig aufheben. Eine solche völlige Freigabe "hat nichts mit der von Union und FDP angeblich gewollten Brückentechnologie hin zu erneuerbaren Energien zu tun", erklärte dazu Weiger. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) forderte Union und FDP auf, die neue Bundesregierung müsse unverzüglich für eine Abschaltung der besonders störanfälligen und veralteten Meiler Biblis A und Neckarwestheim 2 sorgen. Die Grüne Jugend bezeichnete Union und FDP als "Handlanger der Atomlobby".

SPD: Machen Beschlüsse rückgängig

Die SPD warnte die Betreiber der Atomkraftwerke, sich auf neue Investitionen einzulassen. Niemand gebe eine Garantie, dass Zusagen für die Energieplanung der Konzerne über das Jahr 2013 hinweg Bestand hätten, sagte der Noch-Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber. Im Falle einer neuen Regierung mit der SPD würden "solche Verlängerungen zurückgedreht.                                 siehe  http://www.tagesschau.de/inland/atompolitik108.html                                                                                                 http://www.stern.de/politik/deutschland/akw-laufzeiten-merkel-spielt-auf-zeit-1513773.html                                                     http://www.stern.de/politik/deutschland/akw-laufzeiten-merkel-spielt-auf-zeit-1513773-video.html                                         http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,654176,00.html                                                                                               http://www.n24.de/news/newsitem_5504675.html                                                                                                                    

 

 

Energieversorgung: Atom-Comeback bremst Windkraftwende

Deutschlands Stromkonzerne hoffen nach der Wahl auf längere Laufzeiten für ihre Atommeiler - und auf üppige Gewinne. Doch Experten warnen: Ein Kernkraft-Comeback könnte den Ausbau teurer Wind- kraftanlagen auf Jahre verzögern.                                                                                                                                    Es ist ein gigantischer Plan: Vor der deutschen Küste sollen riesige Windräder ins Meer gepflanzt wer- den, mit Spannweiten, größer als Fußballplätze breit sind. 2500 Anlagen sind nach Angaben des Verkehrsministeriums bereits beantragt oder genehmigt, der noch zuständige Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) will damit 30.000 Arbeitsplätze in Norddeutschland schaffen. Viele Millionen Euro von Unternehmen und Steuerzahlern stecken bereits in Maßnahmen zum Ausbau von Häfen, Gewerbege- bieten und Infrastruktur.                                                                                                                                                      Schaffen sollen diese Anlagen irgendwann 12.000 Megawatt, genug für zwölf Millionen Haushalte. Für dieselbe Strommenge bräuchte es zwölf mittlere Atomkraftwerke - und genau das könnte zum Problem werden. Denn die Kosten für ein einziges Riesen-Windrad können rund zehn Millionen Euro betragen, die Installation und Wartung auf See ist extrem aufwendig. Solche Projekte können sich lediglich Groß- unternehmen leisten, die Hunderte Millionen Euro investieren - und damit kommen nur die großen Stromkonzerne in Deutschland in Frage, die auch Atomkraftwerke betreiben: E.on , RWE , Vattenfall und EnBW . Rund zwei Drittel der vorgesehenen Fläche sollen sich die Riesen gesichert haben.              siehe  http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,654274,00.html                                                                          

 

 

Wie EnBW einen Pannenreaktor rettete

Neckarwestheim 1 ist einer der ältesten und störanfälligsten Atomreaktoren Deutschlands. Eigentlich hätte er Mitte 2009 vom Netz gehen sollen. Betreiber EnBW drosselte aber die Leistung und rettete den Meiler in die neue Legislaturperiode. Jetzt hofft der Konzern auf eine Laufzeitverlängerung                        Brunsbüttel, Biblis A und Neckarwestheim 1 haben einige Gemeinsamkeiten. Es sind Uralt-Atomreak- toren aus den siebziger Jahren, sie sind enorm pannenanfällig - und sie hätten eigentlich schon vor den Bundestagswahlen endgültig vom Netz genommen werden müssen. Ihre Betreiber haben sie jedoch in die neue Legislaturperiode gerettet und können jetzt darauf hoffen, dass eine schwarz-gelbe Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung spendiert. Der NRZ vorliegende interne Strategiepapiere des Betreibers von Neckarwestheim, EnBW, zeigen, wie die Konzerne bewusst gegen den von ihnen mit ihnen ausgehandelten Atomkonsens gearbeitet haben.

Im bislang gültigen Atomausstiegsszenario ist für alle deutschen Atomkraftwerke eine Reststrommen- ge festgeschrieben. Ist diese produziert, muss der Meiler vom Netz. Falls Neckarwestheim 1 weiter mit Volllast betrieben werde, wäre die Reststrommenge „somit Mitte 2009 aufgebraucht” heißt es in einem 2007 verfassten Papier, in dem ein „optimierter” Betrieb vorgeschlagen wird. Begründet wird das mit wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Die Strompreise von 2007 lägen „deutlich” unter denen, die für 2009 zu erwarten seien. Deswegen solle der Betrieb „an Wochenenden und nachts” heruntergefahren und auf „Stromerzeugung zu niedrigen Preisen” verzichtet werden. Das erklärte Ziel also: ein höherer Gewinn im Jahr 2009. So viel zum „billigen” Atomstrom.                                                                                         siehe  http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/2009/10/13/news-136859322/detail.html                                                       http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=5488088/1sri5ub/index.html                                                            

 

 

                                                                                                                                                       Die Atomindustrie und -lobby lügt wie gewohnt und schon immer: Genug Plutonium für fünf Atombomben

Beim Abbau einer Atomanlage in Südfrankreich ist kiloweise hochgefährliches Plutonium entdeckt worden, das nirgendwo verzeichnet war. Die Atomaufsicht sprach von einem "Störfall" und verbot weitere Abrissarbeiten. Greenpeace wies darauf hin, dass die gefundene Menge Plutonium für den Bau von fünf Atombomben ausreiche. Fast zufällig, bei der Demontage der stillgelegten Forschungsanlage im südfranzösischen Cadarache bei Saint-Paul-les-Durances, ist das überschüssige Plutonium ent- deckt worden. Coline Adelaide von den Grünen ist entsetzt: "Nach internationalen Vorschriften muss Plutonium bis auf das Gramm genau aufgelistet werden von den Staaten, die es benutzen."                       
Frankreichs Umweltminister Jean-Louis Borloo von den Konservativen zeigte sich schockiert - auch davon, dass der Betreiber der Anlage den Störfall erst mit viermonatiger Verspätung gemeldet hat. Gerade bei der Atomsicherheit müsse totale Transparenz herrschen, machte Borloo deutlich. Die französsiche Nuklearaufsicht hat den Störfall in die Kategorie zwei von sieben möglichen eingeordnet. Atomkontrolleur Jerome Rieu sagte: "Das Plutonium, das wir entdeckt haben, war in mehreren Produk- tionseinheiten in der Anlage verteilt. Zum Glück nicht konzentriert, wodurch ein größerer Unfall vermie- den werden konnte."

"Es gibt gar kein Problem"

Die Atomkontrolleure haben die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Alle weiteren Abrissarbeiten in Cadarache sind bis auf weiteres verboten. In der Forschungsanlage im Rhône-Delta nahe Marseille wird Plutonium aus europäischen und amerikanischen Militärbeständen in Brennstoffelemente umge- wandelt. In einem stillgelegten Teil der älteren Anlage haben Arbeiter das Plutonium bei Abrissarbeiten gefunden. Ob sie dabei verstrahlt wurden, wird noch untersucht. Serge Durand, der Leiter des Atom- meilers, versucht, zu beruhigen: "Es gibt gar kein Problem", sagte er. Das Material sei immer unter Kontrolle gewesen. "Nichts ist verlorengegangen, hat sich irgendwie verflüchtigt oder wurde zu anderen Zwecken benutzt."                                                                                                                                            siehe  http://www.tagesschau.de/ausland/frankreichatom100.html                                                                                       http://www.n-tv.de/politik/Stoerfall-in-Suedfrankreich-article548380.html                                                                                 http://www.n24.de/news/newsitem_5522320.html                                                                                                                     http://www.welt.de/politik/ausland/article4858617/39-Kilo-Plutonium-in-Atomanlage-aufgetaucht.html                                    

 

Urantransporte nach Russland: Für die Russen kein Thema

Die Nachricht, dass sowohl Frankreich als auch Deutschland seit langem Uran in Russland lagern lassen, sorgt derzeit in beiden Ländern für Schlagzeilen. Umweltschützer zeigen sich alarmiert ange- sichts der Gefahren für die Umwelt. Einzig die Russen selbst bleiben unbeeindruckt. Russische und deutsche Umweltschützer kämpfen seit Jahren gemeinsam gegen Transporte von Uranhexafluorid aus Deutschland. In den neunziger Jahren hatte das britisch-niederländisch-deutsche Unternehmen Urenco mit der russischen Firma Techsnabexport einen Vertrag abgeschlossen. Dieser läuft Ende 2009 aus und sieht vor, abgereichertes Uranhexafluorid - kurz UF6 - aus der deutschen Urananreicherungs- anlage in Gronau in Russland wieder anreichern zu lassen. Seither sind 27.300 Tonnen per Schiff nach Sankt Petersburg und von dort mit dem Zug nach Sibirien geliefert worden.

Auch russische Umweltschützer alarmiert

Als im März ein Schiff mit UF6 in den Petersburger Hafen einlief, demonstrierten Aktivisten von Green- peace und der russischen Organisation Umweltschutz dagegen. Sie halten die offizielle Version, es handele sich um einen Wertstoff, weil er noch Spuren von Uran 235 enthalte, für vorgeschoben. Sie nennen es wie ihre deutschen Kollegen illegale Einfuhr von Nuklearabfall. Gegenüber tagesschau.de bestätigte Urenco, dass nur 10 bis 20 Prozent des gelieferten Uranhexafluorids angereichert nach Deutschland zurückkomme, der Rest bleibe vertragsgemäß in Russland. Der Stoff wird Medienbe- richten zufolge teilweise in rostenden Fässern unter offenem Himmel gelagert, in Sewersk, unweit der sibirischen Stadt Tomsk. Wie angeblich auch abgereichertes Uran aus Frankreich. Mit Feuchtigkeit könne aus UF6 hochgiftige Flusssäure entstehen, so deutsche Umweltschützer.                                            siehe  http://www.tagesschau.de/inland/russlandatom100.html                                                                                               http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/10/15/news-137107361/detail.html                                                                          

siehe Video  http://www.youtube.com/watch?v=Fb9KGwU2mEo                                          

 

Koalition einigt sich auf längere Akw-Laufzeiten

"Bürgerkriegsähnliche Zustände": RWE fürchtet Atom-Proteste

Union und FDP wollen die Laufzeiten von ihnen als sicher eingestufter Atomkraftwerke verlängern, die Details der Neuregelung im Koalitionsvertrag aber offen lassen. Das sagte die FDP-Energieexpertin Gudrun Kopp am Donnerstag. Atomkraft-Gegner und die Grünen kritisierten die Einigung der künftigen Koalitionspartner scharf. FDP will Laufzeit in Koalitionsvertrag festschreiben. Umwelt- und Energieex- perten von Union und FDP verständigten sich nach den Angaben Kopps darauf, der großen Koalitions- runde als Formulierung für den Koalitionsvertrag vorzuschlagen, dass die Laufzeiten der als sicher eingestuften Atomkraftwerke verlängert werden sollen. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte in Berlin, es sei klar, dass «Laufzeitverlängerung ein Maßstab sein wird, der in dem Koalitionsvertrag eine Rolle spielt». Die Ausgestaltung der Grundsatzeinigung hinsichtlich Jahres- zahlen, der betroffenen Kraftwerke oder der Höhe der Abgabe aus den Zusatzgewinnen der Energie- konzerne sollten jedoch im Koalitionsvertrag noch nicht genannt werden, sagte Kopp. Die FDP-Ener- gieexpertin forderte, die genauen Bedingungen «schnellstmöglich» zu formulieren. Auch für die Ener- giekonzerne müssten verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, sagte Kopp, die als Mit- glied der Koalitionsarbeitsgruppe Wirtschaft an den Verhandlungen beteiligt ist.

FDP und Union wollen die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern - nun fürchtet der RWE-Konzern Auseinandersetzungen und warnt vor "bürgerkriegsähnlichen Zuständen". Derweil berichtet das Prognos-Institut, dass die Atomkraft international auf dem Rückzug sei. Der Energieversorger RWE fürchtet in den kommenden Jahren massive Auseinandersetzungen um die Atomkraft in Deutschland. In Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, Renate Künast und Jürgen Trittin, habe RWE-Chef Jürgen Großmann um Gespräche mit beiden gebeten, berichtet die "Süddeut- sche Zeitung". "Sicherlich sollte ein Thema sein, wie wir bürgerkriegsähnliche Zustände bei der Kern- energie in Zukunft vermeiden können", zitiert die Zeitung aus dem Schreiben.                                               siehe  http://www.n-tv.de/politik/RWE-fuerchtet-Atom-Proteste-article545674.html                                                                 http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/2009/10/15/news-137080864/detail.html                                                               http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/2009/10/15/news-137102411/detail.html                                                               http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/12/0,3672,7912652,00.html                                                                                               http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/atomenergie-ausstieg-aus-dem-ausstieg_aid_445218. html                                                                                                                                                                                           http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/laengere-laufzeiten-fuer-akws/                                                                           http://www.stern.de/politik/deutschland/koalitionsverhandlungen-so-lang-laufen-die-atomkraftwerke-noch-626932-video.html

So lange laufen die deutschen AKW´s noch -  siehe Karte

http://www.stern.de/politik/deutschland/koalitionsverhandlungen-so-lang-laufen-die-atomkraftwerke-no ch-626932.html                                                                                                                  

 

 

Gutachten: "Grobe Schlampereien" in Biblis?

Im Atomkraftwerk Biblis A ist es bei Umbauarbeiten an sicherheitsrelevanten Teilen offenbar zu Planungs- und Montagefehlern gekommen. Ein Ex-Mitarbeiter spricht von chaotischen Zuständen.         Der Kraftwerkbetreiber RWE hat dieser Tage alle Hände voll zu tun. Am Montag wurden Vorwürfe über falsch gekennzeichnete Rohre laut – das Dementi von RWE und hessischem Umweltministerium folgte prompt. Am Dienstag wurde ein internes Gutachten öffentlich - die Diskussion um die Zukunft der Meiler dürfte damit neu entfacht werden.
In den Jahren 2001 und 2002 soll es danach zu Planungs- und Montagefehlern in Biblis gekommen sein. Das geht aus einem Gutachten des Darmstädter Ökoinstituts hervor, aus dem die atomkraftkriti- sche Ärzteorganisation IPPNW am Dienstag zitierte. Zwar seien die Fehler zwischenzeitlich erkannt und behoben worden. Dennoch sei nicht auszuschließen, dass noch weitere sicherheitsrelevante Mängel vorhanden seien, urteilte das Institut. Kraftwerkbetreiber RWE teilte auf Nachfrage mit, Sicher- heit habe in den Atommeilern höchste Priorität. Das Gutachten, das von der Bundesatomaufsicht in Auftrag gegeben wurde, belegt offenbar "grobe Schlampereien" in Biblis. Demnach habe es bei Elek- tro-Arbeiten an Sicherheitssystemen zur Störfallbeherrschung Planungs-, Dokumentations- und Montagefehler gegeben, teilte die IPPNW mit.

"Mit dem Gutachten wurde zudem das hessische Umweltministerium der Lüge überführt: Während es im September 2007 behauptete, die Vorwürfe seien haltlos, wurden nach eigenen Angaben des Minis- teriums tatsächlich rund 1.600 Pläne auf Fehler überprüft", sagte IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. Das Gutachten der Bundesatomaufsicht zitierte zudem ein Schreiben des Ministeriums, wonach die "fehlerhaften Pläne" bis Ende 2007 überarbeitet worden seien. Wiesbaden habe beim Kraftwerkbetrei- ber RWE "Verbesserungsbedarf" angemeldet.
Laut IPPNW hatten die Schilderungen eines ehemaligen Elektromonteurs aus Biblis die Untersuchung durch das unabhängige Ökoinstitut Darmstadt/Freiburg angestoßen. Der Mann habe gegenüber IPPNW ausgesagt, man könne "in Biblis A nicht von einer Fehlorganisation sprechen, sondern man kann das nur als Chaos bezeichnen". Innerhalb der Belegschaft habe es regelmäßig Streit, Intrigen und Nötigung gegeben.
Der Techniker machte darauf aufmerksam, dass Umbauten an dem Reaktor als extrem schwierig gegol- ten hätten, das Motto sei gewesen: "In Biblis nichts anfassen, da steht man mit einem Bein im Gefäng- nis", zitierte "Spiegel Online" den ehemaligen Biblis-Techniker. Viele Mitarbeiter hätten Arbeiten nicht ausführen wollen, da sie "gezwungen gewesen wären, Pfusch machen zu müssen". Man habe sich lieber krank gemeldet, Fehler durch falsche Messungen seien dem TÜV gar nicht erst mitgeteilt worden.
siehe                                                                                                                                                                                        http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36098&key=standard_document_381938 35                                                                                                                                                                                               http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,654829,00.html                                                                                             http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/2009/10/20/news-137739524/detail.html                                                                 http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=2027669                                                                              

 

 

Kraftwerke bleiben länger am NetzSchwarz-Gelb kippt Atomausstieg

Atomkonzerne freuen sich, Umweltschützer sind entsetzt: Der Ausstieg aus dem Atomausstieg löst unterschiedliche Reaktionen aus. Viele Details sind noch unklar - sicher ist jedoch, dass das meiste Geld, das durch die längeren Laufzeiten erwirtschaftet wird, in erneuerbare Energien gesteckt werden soll.

Die künftige schwarz-gelbe Regierung will die Laufzeiten für Atomkraftwerke unter bestimmten Beding- ungen verlängern. Längere Laufzeiten werden an die "Einhaltung der strengen deutschen und interna- tionalen Sicherheitsstandards" geknüpft, hieß es in dem vorgelegten Koalitionsvertrag. Viele Details sind jedoch noch offen - sie sollen aber möglichst schnell mit den Stromkonzernen geklärt werden. Klar ist jedoch, dass die Industrie die Aufkündigung des Atomausstiegs nicht zum Nulltarif bekommt. Die neue Bundesregierung will einen Großteil der erwarteten Milliarden-Zusatzgewinne aus längeren Laufzeiten in den Ausbau der Öko-Energien stecken. "Die Kernenergie ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann", hieß es in dem präsentierten Koalitionsvertrag. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte an, dass Deutschland beim Klima- schutz weiter eine Vorreiterrolle spielen wolle.

Die Einzelheiten sollen möglichst schnell mit den Konzernen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall geklärt werden. Dabei wird es um die konkreten Betriebszeiten der Kraftwerke und das Sicherheitsniveau gehen. Umstritten ist, wann und wie viel Geld der Staat abschöpft. Im Gespräch ist, dass die Konzerne mindestens 50 Prozent der Gewinne, die sie mit längst abgeschriebenen Kraftwerken erzielen, abge- ben müssen. Union und FDP legten in ihrem Vertrag auch fest, dass der Salzstock im niedersächsi- schen Gorleben weiter als Endlager-Standort geprüft wird. Die Endlager Asse II und Morsleben sollen geschlossen werden. Der Atom-Ausstieg war im Jahr 2000 von einer rot-grünen Bundesregierung mit der Atomindustrie vereinbart worden. Die letzten der 17 deutschen Kernkraftwerke sollten danach spätestens 2022 vom Netz gehen. Vereinbart wurde seinerzeit auch ein Moratorium bei der Erkundung von Gorleben.                                                                                                                                                                        siehe    http://www.n-tv.de/politik/Schwarz-Gelb-kippt-Atomausstieg-article561747.html                                                        

 

 

Atommülllager Gorleben: Betreiber melden Fehler an Castor- Überwachungssystem

Meldepflichtiger Zwischenfall in Gorleben: In dem niedersächsischen Atommüll- zwischenlager ist es zu einem Defekt an einem Castor-Behälter gekommen. Das Problem blieb auch bestehen, nachdem Bauteile ausgetauscht worden waren. Der Betreiber der Anlage, die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), habe die Atomaufsicht am Samstag darüber informiert, teilte das niedersächsische Umweltmi- nisterium am Sonntag in Hannover mit. Zu keinem Zeitpunkt habe die Gefahr der Freisetzung von Radioaktivität bestanden. Auf der vierteiligen Skala für meldepflichtige Ereignisse in kerntechnischen Anlagen in Deutschland rangierte die Panne in der zweithöchsten Kategorie "Eilt". Sie musste damit vom Betreiber innerhalb von 24 Stunden der Atomaufsicht mitgeteilt werden. Nach der internationalen Ines-Skala ist der Defekt als "Null" der untersten von acht möglichen Stufen zuzuordnen: "Keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung". Der Behälter, der 28 hoch radioaktive Glaskokillen aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague enthält, sei in den Wartungsraum des Zwischenlagers gebracht worden, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die Fehlermeldung sei durch einen elektrischen Defekt im Verbindungskabel zwischen dem Behälter und dem Behälter-Überwa- chungssystem des Zwischenlagers ausgelöst worden. Die defekten Bauteile wurden den Angaben zufolge im Beisein der Aufsichtsbehörde ausgetauscht. Zunächst habe es so ausgesehen, als wäre die Betriebsstörung behoben, sie sei dann aber am Sonntagmorgen erneut aufgetreten, sagte die Spreche- rin. Die Untersuchungen des Zwischenfalls dauerten an. Im Zwischenlager Gorleben lagern insgesamt fünf Behälter mit abgebrannten Brennelementen und 86 Behälter mit Atommüll aus Wiederaufberei- tungsanlagen.                                                                                                                                                                        siehe  http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,658588,00.html                                                                               http://www.focus.de/panorama/welt/atommuell-zwischenlager-meldepflichtiger-zwischenfall-in-gorleben-keine-radioaktivit aet-freigesetzt_aid_450158.html                                                                                                                                                

  

 

Schweden verbietet Stromnetz-Verkauf - Ohrfeige für Vattenfall

Schwedens Regierung hat dem Energiekonzern Vattenfall den angestrebten Verkauf des heimischen Stromnetzes untersagt und die Führung des Staatskonzerns ungewöhnlich scharf angegriffen. Wirt- schaftsministerin Maud Olofsson warf der Vattenfall-Führung vor, durch anhaltende Stillstände von eigenen Atomkraftwerken vor allem in Deutschland die Erträge zu gefährden, das Unternehmen nicht ausreichend auf nachhaltige Energiequellen umzustellen und der Marke Vattenfall "erheblichen Schaden" zugefügt zu haben. Die Ministerin reagierte mit ihrer Erklärung auf einen TV-Bericht, wonach Vattenfall sein schwedisches Stromnetz für 50 Mrd. Schweden-Kronen (4,9 Mrd. Euro) verkaufen wolle, um den Bau eines neuen Atomkraftwerkes in Großbritannien zu finanzieren. Dazu sagte sie: "Sie haben das mit uns diskutiert, und wir haben Nein gesagt."                                                                                  siehe  http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ohrfeige-fuer-Vattenfall-article586365.html                                                                    

Nachtrag

Schwedens Regierung drängt Vattenfall zu Chefwechsel

Der Energieriese Vattenfall wird bald seinen Chef austauschen. "Die Ankündigung erfolgt beizeiten", sagte ein Sprecher des schwedischen Staatskonzerns. Verwaltungsratschef Lars Westerberg sprach von einer Ankündigung "in wenigen Wochen". Druck machte Schwedens Energieministerin Maud Olofsson: "Ich hoffe, dass möglichst bald die Entscheidung über einen neuen Chef verkündet wird", sagte sie. Der Druck der schwedischen Regierung, die alleinige Eigentümerin von Vattenfall ist, kommt nicht von ungefähr. Wie ein Insider SPIEGEL ONLINE bestätigte, herrscht in Stockholm seit langem Fassungslosigkeit über die Management-Praktiken bei dem Energieriesen. Zugespitzt habe sich der Konflikt nun dadurch, dass Vertragsklauseln bekanntgeworden seien, nach denen der schwedische Mutterkonzern Vattenfall AB im Falle eines Atomunfalls in einem der deutschen Kraftwerke vermutlich zahlen müsste.

Im Extremfall könnten das Unsummen sein. Würde es zu einem Atom-GAU kommen, müsste der schwedische Vattenfall-Konzern wohl Billionen von Euro zahlen. Zwar lassen sich die Folgen eines GAUs kaum absehen, die Kosten allerdings haben Forschungsstätten wie das Prognos-Institut bereits in den neunziger Jahren auf mehrere Billionen Euro taxiert. Den Großteil müsste der schwedische Mutterkonzern tragen. Denn die in Deutschland tätigen Energiekonzerne haben sich gegenseitig für Unfälle lediglich eine Deckungsvorsorge von bis zu 2,5 Milliarden Euro je Reaktor zugesichert. Lägen die Kosten höher, würde erst Vattenfall Europe zahlen - dann der Mutterkonzern. In Stockholmer Presseberichten hieß es dazu, sollte die volle und unbegrenzte Haftung eintreten, sei Schwedens wichtigster Stromversorger sofort bankrott.                                                                                                                siehe  http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,661160,00.html                                                                         http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/121/494458/text/                                                                                                         http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article5208396/Schwedische-Regierung-laesst-Vattenfall-Chef-fallen.html                 http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EFF7B6F2935C146668CC6195E217B0A53~ATpl~Ecomm on~Scontent.html?rss_googlenews                                                                                                                                           http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1269862/Vattenfall-sucht-einen-neuen-Chef.html                                                     http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2078958_Energiekonzern-Vattenfall-Chef-vor-Rausschmiss.html   http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vattenfall136.html                                                                                                         http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/vattenfall-chef-josefsson-kotau-nach-deftiger-gardinenpredigt;2483298 http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Unternehmen-Vattenfall;art129,2949257                                                                      

 

 

Atomkraft ist tot - sicher

Strahlen-Alarm:  Zwischenfall in Pennsylvania        Störfall in US-Atomkraftwerk   - Harrisburg: Strahlen- alarm in US-Meiler   -   Zwischenfall in US-AKW Three Mile Island  - 

Im Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania sind geringe Mengen Radioaktivität ausgetreten. 150 Arbeiter des Kraftwerks wurden vorsichtshalber nach Hause geschickt, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine Erklärung des Betreibers Exelon Nuclear. Es habe aber keinerlei Gefahr für die Gesundheit bestanden, teilte das Energieunternehmen weiter mit. Das Kraftwerk nahe der Hauptstadt von Pennsylvania war im März 1979 Schauplatz des bisher schlimmsten Atomunfalls in den USA, als es in einem Reaktorblock wegen eines Versehens zu einer teilweisen Kernschmelze kam. Gesundheitsschäden wurden seinerzeit weder bei Arbeitern noch bei Anwohnern festgestellt. Dennoch sind in den USA seitdem keine neuen Kernkraftwerke mehr gebaut worden. Der Exelon-Erklärung zufolge war es in einem Teil der Anlage, die seit dem 26. Oktober wegen Wartungsarbeiten geschlossen ist, am Samstag plötzlich zu einem Strahlen-Alarm gekommen. Ein Monitor habe für kurze Zeit einen leichten Anstieg von Radioaktivität gemessen, aber dann wieder einen normalen Stand registriert. Zwei weitere Kontrollgeräte hätten überhaupt keine erhöhte Strahlung festgestellt. Außerhalb des Gebäudes wurde Exelon zufolge keine radioaktive Verschmutzung festge- stellt. Einer der Wartungsarbeiter sei einer Strahlung von 16 Millirem ausgesetzt gewesen, hieß es weiter. Die Obergrenze der zulässigen jährlichen Dosis für Exelon-Arbeiter liege bei 2000 Millirem. Bei Röntgen-Aufnahmen der Brust werden Patienten jeweils einer Strahlenbelastung von sechs Millirem ausgesetzt, zitierte CNN die nukleare US-Kontrollbehörde NRC, die den Vorfall untersuchen will.     

Die Beruhigungspillen nützen nicht viel – in Middletown, der nächstgelegenen Stadt, liegen die Nerven dennoch blank. Bürgermeister Robert Reid nimmt es der Werksdirektion übel, dass sie ihn zu spät informierte, fünf Stunden nach dem Alarm. Der Krisenmanager des Landkreises, zu dem Middletown gehört, erfuhr es wiederum erst, als Reid bei ihm anrief, abends gegen 21.30 Uhr. "Aus einem kleinen Zwischenfall kann schnell ein großer Zwischenfall werden, wenn den Leuten kein reiner Wein einge- schenkt wird", schimpft Nick di Francesco, der Chef der örtlichen Krisenzentrale, der lange im Dunkeln tappte. Reid und di Francesco wissen genau, dass die kleinste Panne reicht, und sei es nur eine Kommunikationspanne, um sofort die Erinnerung an den Tag wachzurufen, an dem Three Mile Island alias TMI weltweit für Schlagzeilen sorgte. Am 28. März 1979 führte eine Verkettung technischen Versa- gens und simpler Bedienungsfehler zum schwersten Atomunfall der westlichen Welt. Im Reaktor Num- mer zwei, damals drei Monate am Netz, heute ein stillgelegtes Relikt, versagte ein Druckventil. Pumpen setzten aus, das Kühlwassersystem brach zusammen. Instrumente zeigten falsche Werte, der Reaktor- kern überhitzte und begann zu schmelzen. Lediglich der meterdicke Betonmantel verhinderte eine Katastrophe. Die Menschen in dem dicht besiedelten Landstrich rings um Three Mile Island, eine lang- gestreckte Insel im Fluss Susquehanna, schreckten nachts aus dem Schlaf. Eine mächtige Dampfsäule schoss in den Himmel, sie machte einen Lärm wie ein startendes Düsenflugzeug.                                        siehe  http://www.n-tv.de/politik/Zwischenfall-in-Pennsylvania-article601662.html                                           http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Stoerfall-in-US-Atomkraftwerk/59388                                           http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,662718,00.html                                                                                             http://www.focus.de/panorama/vermischtes/zwischenfall-austritt-von-radioaktivitaet-in-us-kernkraftwerk_aid_456572.html     http://www.focus.de/politik/ausland/harrisburg-strahlenalarm-in-us-meiler_aid_456559.html                                                     http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2098028_Harrisburg-Die-Ruhe-nach-dem-Stoerfall.html                       http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Atomkraftwerk-Harrisburg-Three-Mile-Island;art1117,2957940                                     http://www.tagesschau.de/ausland/harrisburg106.html                                                                                                               http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1127992&kat=64                                                                                                           http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1280277/Atomunfall-in-Harrisburg-150-Mitarbeiter-verstrahlt.html                       http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,7936661,00.html                                                                                                

 

 

Großbritannien: Atomkraftwerk nach Brand abgeschaltet

Neuer Zwischenfall in einem AKW: Im Südosten Englands ist ein Atomkraftwerk nach einem Brand außer Betrieb gesetzt worden. Die Feuerwehr brauchte zwei Stunden, um die Flammen zu löschen. Radioaktive Strahlung sei bei dem Zwischenfall in der Nacht zum Dienstag nicht freigesetzt worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers. Auch die Menschen in der Umbebung seien zu keiner Zeit gefährdet gewesen. Wie erst jetzt bekannt wurde, war der Brand um kurz vor Mitternacht am Montag in einem Kesselgebäude ausgebrochen. Einer der beiden Reaktoren der Anlage Dungeness B in der Grafschaft Kent sei ohnehin wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet gewesen. Der zweite Reaktor sei nach Ausbruch des Feuers dann ebenfalls heruntergefahren worden, hieß es. Nach Angaben des Rettungsdienstes brauchte die Feuerwehr zwei Stunden, um die Flammen zu löschen. Die Brandur- sache wird noch untersucht, verletzt wurde niemand.                                                                                            siehe  http://www.stern.de/panorama/grossbritannien-atomkraftwerk-nach-brand-abgeschaltet-1524311.html                    

 

 

Atommülllager Asse soll geräumt werden                           Schavan räumt Fehler im Umgang mit der Asse ein          Experten bezweifeln schnelle Räumung                             Grüne sehen Energiekonzerne in der Pflicht                    

Die Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem einsturzgefährdeten Atommülllager Asse bei Wolfen- büttel ist nach Ansicht des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die beste Variante für die Schließung des Bergwerks. Das sagte der Präsident des Asse-Betreibers, Wolfram König, am Freitag in Hannover. Im Vorfeld dieses weltweit einmaligen Projekts müssten jedoch einige Kammern geöffnet und der Zustand von rund 1.000 bis 3.000 der dort gelagerten Fässer überprüft werden. Sollten die eingelager- ten Abfälle in einem deutlich schlechteren Zustand sein als bislang erwartet und eine Bergung zu "einer unvertretbaren Strahlenbelastung" der Beschäftigten führen, "muss die Präferenz der Rückho- lung neu bewertet werden", sagte König. Wo die Abfälle entsorgt werden können, ist laut BfS noch unklar. Aus Sicht des Bundesumweltministeriums sollen die rund 126.000 Fässer mit leicht und mittel radioaktivem Atommüll im 20 Kilometer entfernten Schacht Konrad, einem stillgelegten Eisenerzberg- werk in Salzgitter, endgelagert werden. Möglicherweise reiche dort die Kapazität aber nicht aus, sagte König.

Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel forderte einen unverzüglichen Beginn der Vorbereitun- gen. Unter anderem müsse geprüft werden, wie die radioaktiven Abfälle für den Transport und die Lagerung im Schacht Konrad konditioniert werden sollen, sagte der frühere Bundesumweltminister. Auch komme es darauf an, dass die Atomwirtschaft - nicht die Steuerzahler - die mehrere Milliarden Euro teure Umlagerung bezahle. Die größtenteils demolierten Fässer sollen nach den Planungen mit- hilfe von ferngesteuerten Geräten herausgeholt werden. Die Strahlenbelastung für die Mitarbeiter blei- be weit niedriger als der Grenzwert für eine medizinische Computertomografie-Aufnahme, versicherte König. Die Zeit für die Stilllegung der Asse drängt, da die Standsicherheit der Grube einem Gutachten zufolge nur noch bis zum Jahr 2020 gegeben ist. "Wir sind gefordert, sofort loszulegen", sagte König. In das ehemalige Salzbergwerk dringt seit Jahren von außen Wasser ein - täglich bis zu 12.000 Liter. Es könnte daher einstürzen.

Eine Bergung der Abfälle wird nach Einschätzung der Behörde rund zehn Jahre dauern. Über die Kos- ten machte König keine Angaben. Diese zu ermitteln, sei nicht Bestandteil des Optionenvergleichs gewesen. Gabriel hatte in diesem Zusammenhang eine Summe von etwa zwei Milliarden Euro genannt. Der Entscheidung vorangegangen war einen Prüfung von drei Optionen für die Zukunft der Asse. Gegen eine Vollverfüllung des instabilen Bergwerks mit Beton und einer Speziallösung spreche, dass ein Nachweis für die Langzeitsicherheit nicht sicher erbracht werden könne. Bei der Umlagerung des Mülls bestünde das Risiko, keinen geeigneten Einlagerungsbereich in der Asse zu finden. Außerdem dauere diese Stilllegungsoption am längsten. "Keine der drei Varianten ist optimal, alle bergen Unsi- cherheiten", sagte König. Die Standfestigkeit des Bergwerks sei nicht vorhersehbar. Für den Fall eines enormen Anstiegs des Wasserzuflusses bereite das BfS deshalb Notfallmaßnahmen vor.

Politiker aller Parteien begrüßten die Empfehlung. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) äußerte die Hoffnung, dass die Bergung der Fässer machbar sei. Die Landesregierung werde diesen Weg mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln begleiten. Die Grünen-Bundestagsabgeord- nete Bärbel Höhn erklärte, für kommende Generationen sei die Rückholung des Atommülls die beste Option.                                                                                                                                                                                      siehe  http://www1.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/asse448.html                                                           http://www1.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/asse446.html                                                                                               http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/16/0,3672,8011760,00.html                                                                                               http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,8011415,00.html                                                                                               http://www.n24.de/news/newsitem_5760590.html                                                                                                                       http://www.n-tv.de/politik/Auch-Plutonium-in-der-Asse-article680464.html                                                                                 http://www.n-tv.de/politik/dossier/Atompolitik-sorgt-2010-fuer-Zuendstoff-article662198.html                                                     http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,672182,00.html                                                                                               http://www.focus.de/politik/deutschland/asse-raeumung-mammutprojekt-mit-vielen-unbekannten_aid_471158.html               http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Ignoranz-und-Schlamperei-article682234.html                                                           http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1262692399827.shtml                                                                                             http://www.sueddeutsche.de/politik/23/500291/text/                                                                                                                   http://www.welt.de/news/article5863819/Asse-Atommuell-soll-geborgen-werden-Dauer-Zehn-Jahre.html                                 http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~EF70E5289814D46898ED62EF45D0C1D5B~ATpl~Ecommo n~Scontent.html?rss_googlenews                                                                                                                                             http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Asse-Atommuell;art122,3003158                                                                       http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2209085_Asse-wird-gelehrt-Noch-nicht-in-trockenen-Tuechern.html     http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Die-Atom-Kippe-id2391479.html                                                                           http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/abgesoffen/                                                                                                       http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/asse-wird-geraeumt-1/                                                                                     http://www.ksta.de/html/artikel/1262873726814.shtml                                                                                                                 http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/debatte_energie_der_zukunft/2204523_Atommuelllager-Plan-fuer-die-Ass e-voreilig.html                                                                                                                                                                           http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Schavan-raeumt-Fehler-bei-Asse-ein_aid_806697.html                                         http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/schavan-raeumt-fehler-ein/                                                                                 http://www.neues-deutschland.de/artikel/163055.maerchenstunde-mit-frau-schavan.html                                                       http://www1.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/asse456.html                                                                                               http://www.focus.de/politik/deutschland/atomlager-asse-gruene-sehen-energiekonzerne-in-der-pflicht_aid_471230.html        

 

 

                                                                                                                           Vor dem Spitzentreffen zum Atomausstieg: Wie steigt man aus dem Ausstieg wieder aus?

Im Bundestag hat es Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) noch einmal betont: Die Kern- kraft sei als "Brückentechnologie" vorerst unverzichtbar. Deshalb will die Bundesregierung die Lauf- zeiten der Atomkraftwerke verlängern. Am Abend gab es dazu auch ein Spitzengespräch zwischen Regierung und Atomindustrie im Kanzleramt. Doch die Handlungsmöglichkeiten der Regierung sind beschränkt.                                                                                                                                                                        Erst im Herbst will die Regierung entscheiden, wie es mit der Atomkraft weiter geht. Gibt es eine Lauf- zeitverlängerung der Atomkraftwerke? Wenn ja, wie lange und unter welchen Bedingungen? Bis zu dieser Entscheidung gilt das Gesetz zum Atomausstieg, das Rot-Grün 2002 beschlossen haben. Und nach dieser geltenden Rechtslage müssten noch in diesem Jahr drei Kraftwerke stillgelegt werden - das erste schon im Frühjahr: Neckarwestheim 1. Biblis A und B wären die nächsten.                                  Da wird uns schon noch was einfallen, sagt - sinngemäß - die baden-württembergische Umweltministe- rin Tanja Gönner (CDU). Ihre Parteivorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, war vor einigen Tagen weniger deutlich: Sie verstehe die Betreiber - wie EnBW - die Klarheit haben wollten, aber sie müsse an die Gesamtstrategie denken. Das kann man so verstehen: Ein bisschen Unklarheit verbessert die Ver- handlungsposition der Regierung. Und ein bisschen Unklarheit verringert die Angriffsfläche für die Opposition bei der wichtigen Landtagswahl im Mai in Nordrhein-Westfalen.

Option eins: Meiler auf Sparflamme

So lange aber das Gesetz zum Atomausstieg gilt, legt es auch dieser Regierung Fesseln an: Sie kann nicht machen, was sie will. Es bleiben drei Möglichkeiten: Die einfachste ist, dass die Betreiber von Neckarwestheim und Biblis die Meiler weiter auf Sparflamme fahren oder auf Nachrüstung und War- tung setzen. Dann produzieren die AKWs keinen Strom und verbrauchen keine Reststrommenge. Aber dadurch verlieren EnBW und RWE viel Geld. Und für Neckarwestheim, das schon im Mai stillgelegt werden müsste, wäre das eine sehr lange Hängepartie.

Option zwei: Strommengenübertragung

Die zweite Option: Die Betreiber stellen ganz schnell noch mal einen Antrag auf Übertragung von Strommengen von einem neueren Kraftwerk auf die Oldies. Solche Anträge sind zwar bisher abgelehnt worden, was zum Teil höchstrichterlich bestätigt wurde. Aber da saß der jetzige SPD-Vorsitzende Sig- mar Gabriel noch auf dem Chefsessel im Bundesumweltministerium. Ein neuer Antrag mit einer neuen Begründung könnte durchgehen, wenn sich Kanzleramt, Umwelt- und Wirtschaftsministerium einig sind. Allerdings ist das Übertragen von Strommengen von neuen auf alte Anlagen nach dem Ausstiegs- gesetz ein Sonderfall. Ob das einfach so und ohne Sicherheitsbewertung möglich ist? Jedenfalls könn- te das ein gerichtliches Nachspiel haben.

Option drei: Strommengen neu verteilen

Dritte Möglichkeit: Die Betreiber einigen sich untereinander. Etwa darauf, den Pannenmeiler Krümmel stillzulegen. Oder Brunsbüttel, das seit 2007 sowieso still liegt. Dann können nämlich die Energieunter- nehmen die Strommengen, die da frei werden, eigenständig übertragen - ohne Zustimmung der Politik. Dazu müssen sich aber die Nutznießer RWE und EnBW irgendeinen Ausgleich für Vattenfall einfallen lassen, den Betreiber von Krümmel und Brunsbüttel. Alle anderen Lösungen, wie mal eben das Aus- stiegsgesetz außer Kraft zu setzen, Eil-Verordnungen oder Anweisungen sind rechtlich zweifelhaft und würde die Position der Politik schwächen, wenn es um die wirklichen Verhandlungen um Laufzeitver- längerungen geht und um die Frage, wie die Gewinne der Unternehmen verteilt werden sollen.               siehe  http://www.tagesschau.de/inland/atomkraft136.html                                                                                                   http://www.n-tv.de/politik/Laufzeitverlaengerung-oder-nicht-article689164.html                                                                     http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/7/0,3672,8014887,00.html                                                                                              

siehe auch Video   http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/951358/AKW-Auswirkungen-auf-die-Kommunen#/beitra g/video/951358/AKW-Auswirkungen-auf-die-Kommunen                                                                                    

 

Zwischenfall in Uranfabrik: Mitarbeiter verstrahlt

Bei einem Zwischenfall in einer Urananreicherungsanlage im nordrhein-westfälischen Gronau ist ein Mitarbeiter erhöhter Strahlung ausgesetzt gewesen. Der Mann sei in ein Krankenhaus gebracht wor- den, sagte eine Sprecherin des Betreibers Urenco. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Bei dem Vorfall am Donnerstag in der Behältervorbereitung wurden radioaktive Stoffe freigesetzt. Die verstrahlte Raumluft sei gefiltert worden und nicht nach außen gedrungen, sagte die Sprecherin. Wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte, werde derzeit untersucht. In Gronau wird Uran für in Atom- kraftwerken genutzte Brennelemente angereichert.                                                                                               siehe    http://www.n-tv.de/politik/Mitarbeiter-verstrahlt-article690778.html                                                                           http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Mitarbeiter-nach-Zwischenfall-in-Klinik_aid_810061.html                               http://www.derwesten.de/nachrichten/Zwischenfall-in-Uranfabrik-in-Gronau-id2422246.html                                                    

Nachtrag

Also doch, es sind gefährliche Stoffe in die Umwelt gelangt.                         Kein Gewerbe, keine Branche - nicht einmal die Porno-Industrie oder das mafiöse KFZ-Werkstätten Gewerbe, nicht die betrügerischen Schlüsseldienste, nicht die Hausgeräte-Service-Dienste, nicht die Telefon-Marketing-Center, - keine Branche ist so skrupellos verlogen, heuchlerisch, betrügerisch und rück- sichtslos auf den eigenen finanziellen Vorteil bedacht wie die Atomwirtschaft. Es wird gelogen und betrogen, bis sich die Balken biegen, und zugestanden wird nur, was sich am Ende um keinen Preis länger bestreiten lässt.                  Ohne jeden Skrupel wird gefährlich strahlender Atommüll in diktatorischen Staaten wie Russland (die neue Sowjetunion) unter freiem Himmel gelagert und auf diese Weise entsorgt, - aber die Existenz solange bestritten, bis die Beweise dennoch auf dem Tisch liegen.

Zwischenfall in Uranfabrik Gronau

Da die Luft in dem Raum über Filter gereinigt wurde, gelangten nach Angaben des Ministeriums keine unzulässigen Mengen an Radioaktivität in die Umwelt. Messungen am Kamin des Gebäudes hätten gezeigt, dass etwa ein Sechstel des genehmigten Wochenabgabegrenzwertes in die Umgebung abge- geben worden sei. Eine Belastung der Bevölkerung sei daher nicht anzunehmen. Auch die Umge- bungsüberwachung habe keinerlei Auffälligkeiten gezeigt. Uranhexafluroid ist weder brennbar noch explosiv, bildet jedoch mit Wasser die aggressive Flusssäure. Radioaktivität und Giftigkeit des Urans seien dagegen weniger kritisch und nur gefährlich, wenn Uran etwa über die Atmwege in den mensch- lichen Körper gelange, betonte Urenco. Eine Dosisbelastung der Bevölkerung ist daher nicht anzuneh- men", erklärte die Atomaufsichtsbehörde. Die Messwerte der Umgebungsüberwachung hätten keiner- lei Auffälligkeiten gezeigt. Mit der Untersuchung des Vorfalls wurde ein TÜV-Gutachter beauftragt, der noch am Freitag seine Untersuchungen vor Ort aufnehmen sollte. "Urenco muss nun detailliert zu dem Vorfall berichten und zu daraus resultierenden Konsequenzen Stellung nehmen", erklärte die Atom- aufsicht.

"Nicht beherrschbar und hochgefährlich"

Atomkraftgegner wandten sich angesichts des Zwischenfalls mit Nachdruck gegen Laufzeitverlänge- rungen für Atomanlagen. "Während im Kanzleramt die Bundesregierung mit Energiekonzernen über den Weiterbetrieb veralteter Atomkraftwerke verhandelt, wird gleichzeitig ein Arbeiter in Deutschland radioaktiv verstrahlt", erklärte der Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. "Atomenergie ist nicht beherrschbar und hochgefährlich", warnte er. Im Bundeskanzleramt hatten am Donnerstagabend Vertreter der deutschen Energiewirtschaft und der Bundesregierung beraten. Nach offiziellen Regierungsangaben wurden bei dem "Routinetreffen" nur Sicherheitsfragen besprochen, nicht aber "politisch-strategische Fragen" zu Laufzeitverlängerungen.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) forderte ebenfalls die Stilllegung der UAA Gronau. Auch Nordrhein-Westfalens SPD-Generalsekretär Michael Groscheck und Grünen-Fraktions- vize Reiner Priggen warnten vor einem Ausstieg aus dem Atomausstieg. Priggen erklärte, allein durch die Anlage in Gronau würden fast 40 Prozent der westeuropäischen Atomkraftwerke am Laufen gehal- ten.                                                                                                                                                                                             siehe  http://www.n-tv.de/politik/Zwischenfall-in-Uranfabrik-article690778.html                                                                       http://www.focus.de/panorama/vermischtes/atomkraft-zwischenfall-in-urananreicherungsanlage-gronau-wirft-fragen-auf_aid _473168.html                                                                                                                                                                               http://www.stern.de/panorama/urananreicherungsanlage-in-nrw-ermittlungen-nach-freisetzung-radioaktiver-stoffe-gehen-w eiter-1537627.html                                                                                                                                                                     http://www.bbv-net.de/lokales/kreis_steinfurt/ochtrup/1258188_Unfall_bei_Urenco_Informationen_sind_spaerlich.html           http://www.derwesten.de/nachrichten/AKW-Gegner-fordern-unabhaengige-Untersuchung-id2422246.html                          

 

 

 

 

 

 

Der 1.Schritt zum Widerstand: Verweigern Sie ihre Wahlstimme bei der Landtagswahl NRW am 9.Mai 2010 - gehen Sie massenhaft zur Wahlurne, aber verweigern Sie ihre Stimme, machen Sie den Wahlzettel zur roten Karte, stellen Sie die Mövenpick-Politiker vom Platz, wie im Fußball.                                                                          Wie das funktionieren kann, erfahren Sie hier                                      www.brakhage.info/superwahljahr2009                                              

 

Atom-Unfall in Urananreicherungsanlage Gronau hat Nachspiel

Der Zwischenfall in der Uranfabrik Gronau bei dem ein Mitarbeiter verstrahlt wurde, hat ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Betreiberfirma der Urananreicherungsanlage wegen fahrlässiger Körperverletzung und Freisetzen von ionisierender Strahlung.                                  siehe                                                                                                                                                                                      http://www.focus.de/politik/deutschland/gronau-atom-unfall-in-urananreicherungsanlage-gronau-hat-nachspiel_aid_474107. html                                                                                                                                                                                           http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/2226891_Stoerfall-in-Urananreicherungsanlage.html                             http://www.n-tv.de/politik/Ermittlungen-gegen-URENCO-article696248.html                                                                               http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Staatsanwaltschaft-ermittelt_aid_811202.html                                            

 

 

                                                                                                                         Dieses gekaufte schwarz-gelbe Mövenpick-Horror- Kabinett will einen offenen Krieg gegen das Wahlvolk - geben wir ihnen mit militantem entschlossenem Widerstand einen Krieg

Bei 17 Atomkraftwerken ist von Ausstieg keine Rede mehr                                                                    Vor der NRW-Wahl geht rein gar nichts mehr

Alle 17 deutsche Atomkraftwerke sollen vorerst weiterlaufen. Darauf hat sich die Bundesregierung gemeinsam mit Energieversorgern geeinigt. Damit sind die konkreten Ausstiegspläne erstmal auf Eis.   Trotz konkreter Ausstiegspläne sollen alle 17 deutschen Atomkraftwerke zunächst weiterlaufen. Darauf habe sich die Bundesregierung bei einem Treffen mit den Energieversorgern im Kanzleramt festgelegt, berichtet «Der Spiegel». Betroffen ist somit auch der Uraltmeiler Biblis A, der nach dem rot-grünen Atomkonsens im Sommer vom Netz hätte gehen sollen. Laut der hessischen Umweltministerin Silke Lautenschläger könnte das Kraftwerk sogar noch mindestens zehn Jahre lang Strom liefern.

Die Regelung soll laut «Spiegel» gelten, bis sich die schwarz-gelbe Regierung sich auf ein neues Ener- giekonzept verständigt habe. Dieses dürfte bis Oktober vorliegen. Über das Vorhaben der Regie- rung, die Atomlaufzeiten generell zu verlängern, werde erst nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen im Mai entschieden. Um die Kraftwerke weiterlaufen zu lassen, sollen nicht verbrauchte Stromkontingente von anderen Anlagen auf die Reaktoren Neckarwestheim und Biblis übertragen werden dürfen.

Zehn Jahre noch Biblis A

Die Bundesregierung erklärte, in der Sitzung der Monitoring-Gruppe am Donnerstag sei über die im Koalitionsvertrag vorgesehene Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken nicht verhandelt und nicht entschieden worden. Bereits nach geltendem Recht könnten Reststrommengen unter bestimmten Bedingungen übertragen werden, ohne dass es der Genehmigung der Bundesregierung bedürfe. Eine derartige Verständigung liege in der Entscheidung der Betreiber.

Bei Biblis A in Hessen kann sich Umweltministerin Lautenschläger sogar vorstellen, dass das Kraft- werk noch mindestens zehn Jahre lang Strom liefert. «Das ist vorstellbar», sagte die CDU-Politikerin der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (Rhein-Main-Ausgabe). Voraussetzung sei allerdings, dass der älteste noch genutzte Atomreaktor Deutschlands künftigen verschärften Sicherheitsstan- dards genüge.

Brüderle lehnt unbefristete Laufzeitverlängerung ab

Eine unbefristete Verlängerung der Laufzeiten auch sicherer Kernkraftwerke lehnt Bundeswirtschafts- minister Rainer Brüderle (FDP) jedoch ab. «Wir brauchen einen Endzeitpunkt, denn unser Ziel ist, mit den Kernkraftwerken als Brückentechnologie so schnell wie möglich in das Zeitalter der regenerativen Energien zu gelangen», sagte Brüderle der «Rheinischen Post». Wie Lautenschläger betonte der FDP- Politiker, dass mehr als 50 Prozent der Zusatzgewinne dem Staat zur Verfügung gestellt werden müss- ten. «Wichtig ist, dass die Konzerne mindestens die Hälfte der Zusatzgewinne abgeben müssen, die dann für die erneuerbaren Energien verwendet werden», wird er zitiert.

Massive Kritik von SPD und Grünen

SPD und Grüne liefen derweil Sturm gegen die Festlegung der Bundesregierung, sämtliche Atomkraft- werke zunächst unbegrenzt weiter laufen zu lassen. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sprach von «blinder Lobbypolitik» und erklärte: «Wer uralte Pannen-Meiler wie Biblis A unbegrenzt am Netz lässt, setzt die Profite der Atomindustrie über die Sicherheit der Bevölkerung.»                                                          Grünen-Chefin Claudia Roth warnte vor «hochgefährlichen Schrottreaktoren» und erklärte, die Sicher- heit der Bürger kümmere Schwarz-Gelb überhaupt nicht, «die Profitinteressen der Energiekonzerne dafür umso mehr».                                                                                                                                                                Roth monierte, das Argument der vermeintlichen «Brückentechnologie» werde nun endgültig ad absurdum geführt, «da die Schrott-Akw für die Stromproduktion hierzulande überhaupt nicht mehr gebraucht werden». Damit kündige die Bundesregierung «auch die Befriedung eines gesellschaftli- chen Großkonflikts auf und wird sich auf massiven Widerstand von der Straße gefasst machen müs- sen».                                                                                                                                                                                      siehe  http://www.derwesten.de/nachrichten/Bei-17-Atomkraftwerken-ist-von-Ausstieg-keine-Rede-mehr-id2428194.html     http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36098&key=standard_document_386112 23                                                                                                                                                                                               http://www.b2b-deutschland.de/hessen/region/detail_ddpb2b_2642604370.php                                                                       http://www.welt.de/politik/deutschland/article5952201/Schwarz-Gelb-will-Atommeiler-laenger-laufen-lassen.html               http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc~E0ED1C111919849D88D3F6F6BC5435867~ATpl~Ecommo n~Scontent.html?rss_googlenews                                                                                                                                               http://www.tagesschau.de/inland/atom118.html                                                                                                                         http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/26/0,3672,8016442,00.html                                                                                               http://www.n-tv.de/politik/Schrott-Reaktoren-weiter-am-Netz-article693128.html                                                                       http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,673585,00.html                                                                                             http://www.n-tv.de/politik/Uran-im-Urin-article694113.html                                                                                                         http://www.wdr.de/radio/wdr2/mima/545655.phtml                                                                                                                 http://www.bbv-net.de/lokales/kreis_borken/gronau/1259017_Sondersitzung_zu_Urenco.html                                               http://www.muensterschezeitung.de/nachrichten/nrw/Strahlenunfall-Patient-nach-Juelich-verlegt-leichte-Entwarnung;art175 7,798266                                                                                                                                                                                    

WIDERSTAND AUS DER OPPOSITION: Längere Atom-Laufzeiten laut Gutachten verfassungswidrig

Deutsche Umwelthilfe verweist auf ungeklärte Entsorgung – SPD und Grüne kritisieren die Bundesregierung

Die von der Regierung geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke verstößt nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe gegen das Grundgesetz. Zur Begründung wird in einem am Donnerstag veröf- fentlichten Gutachten die ungeklärte Entsorgung des Atommülls genannt. Die SPD forderte die Regie- rung zu einer Stellungnahme auf. Die Grünen warfen der Koalition aus Union und FDP Verantwor- tungslosigkeit vor. Die DUH-Expertise kommt zu dem Ergebnis, dass die Nutzung der Atomenergie dann in einen eklatanten Widerspruch zu den verfassungsrechtlichen Schutzpflichten des Staates gerät, wenn die 2002 mit dem Atomausstiegsgesetz festgelegte Mengenbegrenzung der Atommüll- produktion aufgehoben wird. Dies wäre bei einer Laufzeitverlängerung der Fall, heißt es.

„Wir erleben in diesen Wochen eine merkwürdig eindimensionale Debatte über die angebliche Notwen- digkeit längerer Reaktorlaufzeiten, während gleichzeitig das grandiose Scheitern des Versuchs, schwach- und mittelaktive Atomabfälle im Salzbergwerk Asse II dauerhaft zu entsorgen, eingestanden werden muss“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake. Für die Entsorgung des viel brisante- ren hochradioaktiven Abfalls gebe es mehr als 30 Jahre nach dem Start der Erkundung des Salzstocks Gorleben keine belastbare Perspektive.                                                                                                                     siehe  http://www.epochtimes.de/articles/2010/01/28/541145.html                                                                                          

 

                                                                                                                                                                    

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