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Buchempfehlung

Oumarou Danladi  - ein Autor aus Kamerun

Des Feindes Vernunft

Wir befinden uns im Herzen Afrikas, in einer kamerunischen Provinzstadt des Savannenhochlandes Adamaoua in den 1980er Jahren. Die Furcht vor der Meinung anderer bringt die große Liebe zweier junger Menschen aus den Fugen.

Die junge Diddi Maimuna wird von Saminu, dem jungen Mann ihres Herzens, getrennt und zur Heirat mit einem viel älteren Mann genötigt. Generationskonflikte sorgen dafür, dass sich die Lage vor dem Hintergrund krimineller Machen- schaften und Amtsmissbrauch zuspitzt.                                  Die Liebenden sehen letztendlich nur in der gemeinsamen Flucht einen Ausweg.

Dieser Roman spiegelt vor allem das Drama einer jungen verbotenen Liebe wider. Es isr aber auch eine kleine Reise durch die StadtNgaundere, durch die Provinz Adamaua und durch das Land Kamerun, oftmals mit einem kritischen Auge auf Defizite des Systems und einem Einblick hinter die Fassaden der Traditionen.

 

Erschienen in der Projekte-Verlag-Cornelius GmbH - Halle(Saale) www.projekte-verlag.de   info@projekte-verlag.de           ISBN 978-3-86634-746-5            Hardcover  384 Seiten    Preis 19,80€

Wenn ihr an dem Buch interessiert seid und es haben wollt, klickt einfach auf das Cover oder fragt im nächsten Buchladen eures Vertrauens.

“Die Mallorea Saga”  – von David Eddings

Ich werde manchmal gefragt, woher ich mein Pseudonym und meinen Nicknamen „Belgarath“ genommen habe, und von jenen, die seine Herkunft kennen, ob ich mich damit auf die berühmte und millionenfach gelesene Mallorea-Saga des amerikanischen Autors David Eddings beziehe.

Ja, das ist so, daher stammt mein Pseudonym und Nickname.

In den 70er Jahren war es sozusagen eine fast schon bindende Verpflichtung das Werk von J.R.R. Tolkien „Der Herr der Ringe“ gelesen zu haben, denn sonst gehörte man nicht wirklich zur linksalternativen Szene.                                                                                                                                                     Also entschloss ich mich schließlich erst mal einen ersten Blick in dieses Werk zu werfen und kaufte mir das Buch „Der kleine Hobbit“,  sozusagen das Vorwort oder –buch zur gesamten Mittelerde-Trilogie.     

Schon damals befasste ich mich seit mehreren Jahren mit dem literarischen Schreiben, suchte Inspirationen neben meinem Beruf als Fotograf. Von der ersten Seite an war ich fasziniert von der Erzählkunst Tolkiens, seinem nahezu epischen Erzählstil, der manchmal auch sehr langatmig für den Leser/-in erscheinen mag. Er liebt es, sich in Details nahezu zu verlieren, sie genau beschreibend zu erzählen.                                                                                                                                                                                    So etwas kannte ich bis dahin nur von James Joyce und seinem Buch „Ullyses“, wenn auch mit wesentlich anderem, ernsterem Thema.                                                                                                                           So war es keine Frage für mich, dass ich nun auch die Trilogie „Herr der Ringe“ haben und lesen wollte, mit allen drei Bänden. Ich besitze heute noch eine der Erstausgaben und würde sie nie hergeben. Zusätzlich kaufte ich mir das „Silmarillion“, 

die Vorgeschichte von Mittelerde zur Zeit von Zwergenkönig Thorin Eichenschild und all den in der Saga erwähnten Mythengestalten, ein nahezu vergessenes Buch dieser Geschichten von Mittelerde. Ich kaufte mir auch alles andere an Büchern von J.R.R. Tolkien, wie z.B. „Die Geschichten vom Weihnachtsmann“ – absolut lesenswerte Kinder- geschichten auch für Erwachsene.                                     Mit großen Augen sah ich dann vor zwei Jahren den Film „Herr der Ringe“ und war und bin begeistert von der Umsetzung dieser Geschichte, auch wenn sie sich in weiten Strecken nicht an die Buchvorlage hält.                             

Aber inzwischen hatte ich auf Empfehlung von Freunden von einem weiteren lesenswerten Fantasy-Autor und seiner Saga gehört. Damals begann meine Begeisterung für Fantasygeschichten und ich probierte die versch. Autoren/-innen aus, las die Bücher und war oft mehr unzufrieden, als wirklich angetan. Doch dann bekam ich die Empfehlung für David Eddings „Mallorea Saga“ und kaufte mir den ersten Band „Die Prophezeiung des Bauern“.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    

Damit betrat ich eine Welt, die ich vorher nicht einmal erahnt hatte.

Ich mag Fantasygeschichten, besonders wenn sie gut und intelligent erzählt sind und nicht nur eine Aneinanderreihung von Schlachten und Kämpfen zwischen Gut und Böse. Aber so etwas wie die „Mallorea Saga“ hatte ich mir bis dahin nicht einmal vorstellen können. Das war nicht der fast epische Erzählstil eines J.R.R. Tolkien, sondern der lebendige Epos eines wirklich exzellenten Autors mit Witz, Selbstironie und Helden mit ganz menschlichen, alltäglichen Charakteren. Die Guten waren nicht nur gut, wie z.B. Silk, ein Gefährte auf der Reise dieser Mallorea Saga, ein Dieb, Betrüger und Schlitzohr, und selbst Belgarath, der alte Grauwolfzauberer, war im Grunde ein Streuner und Herumtreiber, oft ein Tunichtgut, der sich in Spelunken und an düsteren Orten herumtreibt, keinem kleinen eroti- schen Abenteuer abgeneigt.                                                                                                                                                           Polgara, seine Tochter weiß darum, macht dem Alten oft Vorwürfe und beklagt seine schlechten Manieren. Sie selbst ist eine sehr elegante Dame, die gerne kocht, aber auch sehr königlich aufzutreten weiß, es mit der Wahrheit nicht sehr genau nimmt, genau wie ihr Vater.                                                               Es gibt viele solcher Protagonisten in dieser Saga, alle sehr menschlich erzählt, mit geradezu amüsanten Alltagsproblemen, wir sie alle kennen.

Selbst die Mächtigen und Könige/-innen sind in dieser Saga nicht nur die Erhabenen, die ihre kleinen und nützlichen Helfer haben, wie eben Sam Gamdschie im Herrn der Ringe, der von Frodo immer mit Sam angesprochen wird, aber umgekehrt immer von Herrn Frodo spricht. Edding gibt seinen Mächtigen und Herrschern sehr menschliche Züge, lässt sie unvollkommen und sogar sehr zickig erscheinen, als Trunken- und Raufbolde, ohne heldenhafte Aura und Pathos, mit ganz menschlichem Mitgefühl für die, die in ihrem Namen zu Felde ziehen und mit Ehefrauen, die sich emanzipatorisch in der Zeit der Abwesenheit ihrer Ehemänner mutig auf den Thron setzen und Verantwortung überneh- men, unter dem Tod ihrer streibaren Krieger leiden.

Dazu kommen diese kleinen amüsanten Zwischengeschichten.                                                                             Wo werden in einer Fantasygeschichte schon die Probleme von fehlenden Toiletten und Badezimmern auf dem Weg durch die Wildnis abgehandelt?

In der Mallorea-Saga...                                                                                                                                               

              

              

        

Vor allem aber ist es eine sehr intelligent erzählte Geschichte, mit zahllosen Facetten und Verschlin- gungen, mit Witz und Augenzwinkern, mit Abenteuern und scheinbar vertrauten Intentionen aus allen möglichen Mythen und Geschichten, nur eben sehr lebensnah erzählt, keine Sekunde langweilig, trotz der 10. Bände.

Erzählt wird die Geschichte eines kleinen Jungen, der bei Polgara aufgewachsen ist, sie Anfangs für seine Mutter hält, dann für seine Tante und dann erfährt, dass sie nicht einmal mit ihm verwandt ist. Sie hat das Geheimnis um ihn aber so lange bewahrt, wie es nur möglich war, ehe sich die Prophezeiung in Bewegung setzt und den kleinen Garion aus seinem vertrauten Kinderleben reißt. Von da an sind sie nur noch unterwegs, lernen neue Freunde und Feinde kennen und Garion begreift, dass es irgendein Geheimnis um ihn gibt, ohne dass dieses dem Leser/-in leichtfertig enthüllt wird. Von Band zu Band muss er sich dem annähern und weiß doch bis zur ersten Lösung nicht, wie tief das Geheimnis in Garions Leben eingreift.

Dazwischen lernt er eine junge, rothaarige Prinzessin kennen, eine launische Exzentrikerin und Nervensäge, seine spätere Ehefrau, die ihn aber auf der Reise piesackt mit ihrer Egozentrik und ihrem ganz menschlich vertrauten Gehabe eines verwöhnten Teenagers, wie wir ihn auch im realen Leben täglich kennenlernen können. Der Leser/-in erlebt die ersten Annäherungen zweier junger Menschen, die erotische Verwirrung, als Garion sie unterwegs versehentlich beim Baden in einem See erlebt, aber auch ihre kokette Anbandelei, um zu bekommen, was sie anstrebt.

Ich will hier nicht zu viel erzählen, aber ich kann versichern, dass ich so etwas vorher noch nie gelesen hatte. Das war keine von diesen Standard-Fantasy-Geschichten mit Superhelden und gigantischen Schlachten zwischen Gut und Böse, obwohl die hier auch vorkommen.

Was mir aber ganz besonders gefiel war die Botschaft dicht unterhalb der erzählten Geschichte, die dem Leser/-in ganz klammheimlich mit untergejubelt wird, die sich auch in der schon erwähnten Prinzessin widerspiegelt.

Die Botschaft lautet: Versuch nicht etwas anderes zu sein, als du bist, denn du bist, was du bist. Sei einfach du selbst und vertrau dir und deinen Fähigkeiten.

Am Ende der ersten Hälfte der Saga hat der junge Garion das gelernt und begreift, dass er der größte aller Zauberer ist, bisher den Mächten der Finsternis gut verborgen. Er will zwar nie ein Zauberer sein, muss sich aber den Realitäten unweigerlich stellen, weil er ihnen nicht entfliehen kann.

Meine Empfehlung lautet: Absolut lesenswert – beschränkt euch nicht wie ich zunächst auf den 1.Band, kauft euch die gesamte Saga und genießt es in diese Welt durch den Erzählstil des genialen Autors David Eddings einzutauchen.

 

                                                                                                               Bestseller-Autorin Hegemann: Literatur-Wunderkind schrieb bei Blogger ab

Ohne jedes Unrechtsbewusstsein

“Literarisches Wunderkind” hat seinen Roman im Internet geklaut

“Das ist alles nur geklaut, das ist alles gar nicht meines ...”

Fräulein Wunder hat abgekupfert

Ich beraube auch meine Freunde schonungslos

Total gedankenlos und egoistisch

Eine wahrhaft abgefuckte skrupellose Plagiatorin

 

Ein scheinbares “Wunderkind” wird entzaubert - und heraus kommt eine dreiste Betrügerin, - wer weiß schon, woher die Inhalte und Passagen aus ihren anderen Werken, ihrem Theaterstück und ihrem Drehbuch stammen ...

Es erscheint einerlei, ob einen der Hype befremdete oder man den Jubelarien zustimmte, die über Helene Hegemanns Romandebüt Axolotl Roadkill niedergingen. Denn fraglich ist nun, ob die Autorin nicht ihren Verlag und das deutsche Feuilleton an der Nase herum geführt hat. Die Autorin ist erst 17 und wird als neuer Star der Literaturszene gefeiert. Jetzt kommt heraus: Helene Hegemann hat Teile ihres erfolgreichen Romandebüts "Axolotl Roadkill" abgeschrieben.                        Sie gibt es zu - und entschuldigt sich bei einem Berliner Blogger-Autor.                                                                                                     Der Roman ist der Überraschungserfolg der Buchsaison: " Axolotl Roadkill" steht gegenwärtig auf Platz fünf der Bestseller- liste. Fast alle Feuilletons feiern die Autorin, die erst 17-jährige Helene Hegemann, als neue, radikale Stimme der Literatur. Nun hat der Blog " Die Gefühlskonserve" entdeckt, dass sie einige Passagen des Buches offenbar abgekupfert hat - und zwar aus dem Roman "Strobo" eines relativ unbekannten Berliner Autors, der unter dem Pseudonym Airen schreibt. 

Das Wunderkind hat abgeschrieben: Droht ein Literaturskandal?                                                                                                                Nicht, wenn es nach der Autorin geht. Sie selbst findet ihre Arbeitsweise nämlich "total legitim". Am Wochenende bekannte sie in einer Pressemitteilung freimütig, von Airen "insgesamt eine Seite, ohne sie groß verändern zu müssen, regelrecht ab- geschrieben" zu haben. Sie mache sich selbst keinen Vorwurf. Denn: "Originalität gibt's sowieso nicht, nur Echtheit". Hegemann betreibe das Schreiben eines Romans "eher regiemäßig" und sei "nur Untermieter" in ihrem eigenen Kopf. Trotz alledem entschuldigt sie sich dafür, "nicht von vorneherein alle Menschen entsprechend erwähnt zu haben, deren Gedanken und Texte mir geholfen haben."                                                                                    

Ich, das sei ein Anderer, schrieb der Dichter Arthur Rimbaud 1871 an seinen Französischlehrer Georges Izambard, und dass man eigentlich nicht mehr sagen dürfe: „ich denke“, sondern nur noch: „Man denkt mich.“ –                                                              „Und Schande über die Ahnungslosen, die über Dinge plappern, von denen sie nicht das Geringste verstehen!“ Da war er sechzehn.                                                                                                                                                                                                                          Helene Hegemann ist siebzehn, und sie hat einen Roman geschrieben, der von vielen Dingen sehr viel versteht: vom Leben, vom Dichten, von Drogen, vom Sex, von der Verzweiflung, von der Todessehnsucht und der Mädchenliebe. Sie ist bewun- dert und gefeiert worden für „Axolotl Roadkill“, aber nun zeigt sich, dass die Sätze ihres Buches nicht ihre eigenen sind, jedenfalls nicht ganz, - dass sie von Erfahrungen berichten, die Helene Hegemann gar nicht selbst gemacht haben kann, weil sie beispielsweise für den bekannten Berliner Techno-Club „Berghain“, in den man erst mit einundzwanzig hineinkommt, zu jung ist.                                                                                                                                                                                                                              Dass das Ich ihres Romans, zumindest, was diese Erfahrungen betrifft, eine Andere ist, genauer: ein Anderer. Dieser Andere verbirgt sich hinter dem Pseudonym Airen. Seit längerem schreibt Airen einen Blog über seine Erlebnisse in der Techno-Sub- kultur der Hauptstadt, und im vergangenen Jahr hat er im Berliner SuKuLTur-Kleinverlag seinen ersten Roman veröffentlicht: „Strobo“ Darin geht es um vieles, von dem auch Hegemann erzählt, um Drogen, Sex, und das bittere Erwachen aus dem Rausch, um Schwulenclubs, Bordelle und nicht zuletzt immer wieder um das „Berghain“. Mittlerweile ist klar, dass Hege- mann wesentliche Passagen ihres Buches, die von dem Techno-Club, vom Drogen- und Tablettenkonsum und den damit verbundenen Wahrnehmungen handeln, von Airen übernommen hat. Die Autorin selbst hat das durch eine nachgereichte Danksagung anerkannt.                                                                                                                                                                                              siehe  http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,676490,00.html                                                                                                                                           http://www.ksta.de/html/artikel/1264185822125.shtml                                                                                                                                                                 http://www.sueddeutsche.de/muenchen/327/502559/text/                                                                                                                                                         http://www.n-tv.de/panorama/kultur/Hegemann-hat-kopiert-article717247.html                                                                                                                             http://www.zeit.de/newsticker/2010/2/8/iptc-bdt-20100208-187-23799906xml                                                                                                                             http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-02/hegemann-blogger-plagiat                                                                                                                                         http://www.welt.de/kultur/article6298922/17-jaehriger-Literaturstar-klaute-Roman-aus-Netz.html                   http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E2554FF3EE0594DA09A14DAAF6A135A68~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlene ws                                                                                                                                                                                                                                         http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Wunderkind-hat-Roman-im-Internet-geklaut/story/20990629                                                                                       http://www.boersenblatt.net/sixcms/detail.php?id=356651                                                                                                                                                           http://www.boersenblatt.net/sixcms/detail.php?id=356659                                                                                                                                                         http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2010_02/berliner_autorin_hegemann.html                                                                                                                 http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/15/0,3672,8031023,00.html                                                                                                                                             http://www.n24.de/news/newsitem_5828268.html                                                                                                                                                                   http://www.n-tv.de/panorama/kultur/Hegemann-hat-kopiert-article717247.html                                                                                                                             http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,676570,00.html                                                                                                                                                   http://www.welt.de/kultur/article6305074/Ich-beraube-meine-Freunde-schonungslos.html                                                                                                             http://www.stern.de/kultur/buecher/plagiatsvorwuerfe-helene-hegemann-das-original-wurde-unter-schmerzen-geschrieben-1541957.html                                           http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/themen/2287518_Mieter-im-eigenen-Kopf.html                                                                                   http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2380520_0_6969_-helene-hegemann-vorwuerfe-gegen-junge-autorin.html                                                                       http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/02/08/Kultur/17-jaehrige-Bestsellerautorin-hat-Passagen-geklaut                                                                     http://diepresse.com/home/kultur/literatur/538327/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/literatur/index.do                                                                                       http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E511E6E582D674E1EB42CB5A6C72A1ED3~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlene ws                                                                                                                                                                                                                                   http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/wer-abschreibt-landet-einen-bestseller/                                                                                                                         http://www.heute.at/unterhaltung/kultur/Peinlich-17-jaehriges-Wunderkind-schrieb-ab;art3312,218049,PRINT?_FRAME=64                                                           http://www.n-tv.de/panorama/kultur/Verlag-will-kein-Aufsehen-article718764.html                                                                                                                         http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article6311552/Goethe-hat-auch-abgeschrieben.html                                                                                                     http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5227287,00.html                                                                                                                                                                 http://www.rp-online.de/kultur/mehr_kultur/Helene-Hegemann-Wunderkind-der-Literaturszene_aid_814078.html                                                                             http://www.derwesten.de/kultur/literatur/17-Jaehrige-schreibt-ueber-Drogen-Sex-und-Verwahrlosung-id2407918.html                                                                      

 

Jetzt wirds völlig absurd - die Pseudo-Legitimierung von Diebstahl geistigen Eigentums einer geltungssüchtigen Göre. Ein voyeuristi- scher Blick hinter die Kulissen einer fragwürdigen Szene zählt offenbar höher, als literarisches Talent.

Plagiatsfall Helene Hegemann: Germany’s Next Autoren-Topmodel  Fördert das Internet den Ideenklau?                                                        Das Feuilleton findet abschreiben ohne Quellenangabe voll okay       Ich empfinde es nicht als geklaut                                                              Helene Hegemann spricht von Hetze gegen sie                                        "Axolotl Roadkill" Schrott. Einfach Schrott. Purer Schrott                 

Plagiieren als Kunstform: Pseudo-Autorin Hegemann nahm das Stilprinzip der Pseudo- Schriftstellerin Kathy Acker zum Vorbild

„Besonderen Dank an Kathy Acker.“ Als Kathy Acker starb, 1997, war die Autorin, die sich da bei ihr bedankt, fünf Jahre alt. Es ist also nicht nur ein posthumer, sondern ein auf Lektüre beruhender Dank, den Helene Hegemann am Ende ihres Buches „Axolotl Roadkill“ abgestattet hat. Er gilt einer Schriftstellerin, die nicht nur durch die Drastik ihrer sexuellen Darstellungen bekannt wurde, sondern auch durch ihr Plädoyer für ein ganz hemmungsloses Plagiieren als eigene Kunstform, eine Praxis, von der sie auch selbst Gebrauch machte und dafür vor Gericht gezogen wurde. Inzwischen existiert eine Liste derjenigen Schriftsteller, bei denen sich Helene Hegemann erst einmal nicht dafür bedankt hat, wortwörtlich oder fast wortwört- lich auf deren Werke zugegriffen zu haben. Das geschieht, nachdem im Internet eine Quelle von „Axolotl Roadkill“ – das als originelles Wort der Jugend von heute, jedenfalls der vom Prenzlauer Berg, gefeiert wurde – nach der anderen benannt wird. Selbst für die Inspiration zum Titel hat sich in aller Form ein Blog, „Iguana/Roadkill“, gemeldet: Vom Leguan zum Schwanzlurch ist es nur ein Dichterschritt. 

Der Umstand, dass Teile dieses Werkes aus vielen ungenannten Quellen kompiliert wurden, ist dabei das kleinere Problem. Das größere ist, dass es so offensichtlich ist, dass die Autorin weder über die Erfahrung noch über die Sprache verfügt, um überhaupt einen Roman schreiben zu können. Denn das kann man lesen, in jedem Satz: "Ich hingegen erfreue mich an der von mir perfekt dargestellten Attitüde des arroganten, misshandelten Arschkindes, das mit seiner versnobten Kaputtheit kokettiert und die Kaputtheit seines Umfelds gleich mit entlarvt."                                                                                                                     Von "entlarven" kann hier zwar keine Rede sein, um so mehr aber ist von einem monströsen Autoren-Ich zu sprechen, von einer ebenso scheußlichen wie hohlen Larve, hinter der, literarisch und psychologisch, ein Einzelwesen nicht zu erkennen ist. Aus Gründen, von denen noch zu handeln ist, fällt der literarische Halloween in diesem Jahr auf den Februar. Aber der Fluch ist echt: Da sitzt das Kind in den Talkshows, und es bekommt seine hässliche Larve nicht mehr herunter.                          siehe  http://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~E03654DCBDA6D44F299AF3CCE34313DCD~ATpl~Ecommon~Sspezial.html       http://www.zeit.de/newsticker/2010/2/9/iptc-bdt-20100209-598-23815776xml                                                                                                                               http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html                                                                                                                         http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-helene-hegemann-entschuldigt-sich-07022010.html                                                                                               http://carta.info/22746/die-faz-und-der-doppelte-hegemann/                                                                                                                                                       http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E2554FF3EE0594DA09A14DAAF6A135A68~ATpl~Ecommon~Scontent.html                     http://www.literaturcafe.de/plagiatsfall-hegemann-feuilleton-findet-abschreiben-ohne-quellenangabe-ok/                                                                                           http://www.morgenpost.de/kultur/berlin-kultur/article1255610/Helene-Hegemann-spricht-von-Hetze.html                                                                                         http://www.tagesspiegel.de/kultur/Helene-Hegemann-Axolotl-Roadkill;art772,3025123                                                                                                                 http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/suedwild/tagesthema-axolotl-roadkill-helene-hegemann-ID1265653884641.xml                                                         http://www.sueddeutsche.de/kultur/610/502840/text/                                                                                                                                                                 http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11726916/63369/Helene-Hegemann-hat-in-ihrem-Axolotl-Roadkill-abgeschrieben.html                                           http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/der-fall-hegemann-war-plagiat-gestern--26731498.html                                                                                    

Dann lasst uns doch alle mal Bücher aus dem Ullstein Verlag plagieren und veröffentlichen,
notfalls im Kostenzuschuss-Verlag.
Es wird sicher genug Geld übrig bleiben, um ein nettes Geschäft zu machen.
Plagieren ist schließlich auch eine Kunst.

Das Buch - ab damit, in die Mülltonne - haarsträubend ist es allerdings zu lesen, dass der Ullstein-Verlag trotz allem unverändert zu dem Werk und der Plagiatorin steht nur um sich fette Gewinne aus dem Buchverkauf zu sichern ...  

Nachtrag

Umstrittene Jungautorin: Helene Hegemann für Buchpreis nominiert            Wozu gibt es eigentlich ein deutlich verschärftes Urheberrecht?          Sie kopiert, klaut - und sagt, das sei ganz normal                                   Das habe ich erlebt, nicht Helene Hegemann - Interview mit Airen

Trotz der Plagiatsvorwürfe ist die siebzehn Jahre alte Bestseller-Autorin Helene Hegemann für den Preis der Leipziger Buch- messe nominiert worden. Die Jury tagte bereits Ende Januar, noch bevor bekannt wurde, dass die Autorin Teile ihres Romans „Axolotl Roadkill“ im Internet abgeschrieben hat. Sie blieb aber bei ihrer Entscheidung.                                                        „Diese junge Frau ist unserer Auffassung nach extrem begabt“, sagte die Jury-Vorsitzende Verena Auffermann am Donners- tag. Ihr Verlag habe der Jury bestätigt, dass im Urheberrechtsstreit „alles einen ordentlichen Weg geht“                                           Die Jury hatte sie allerdings in Unkenntnis der Vorwürfe ausgewählt. Die Jury teilte am Donnerstag mit, dass Hegemann zusammen mit Jan Faktor, Georg Klein, Lutz Seiler und Anne Weber in der Kategorie „Belletristik“ ins Rennen um die begehrte Auszeichnung geht. Die Nachwuchsschriftstellerin hatte eingeräumt, Passagen ihres Überraschungshits „Axolotl Roadkill” aus dem Roman oder Blog eines anderen Autors übernommen zu haben.

Unterdessen sind neue Plagiatsvorwürfe gegen Helene Hegemann laut geworden. Wie das Szene-Magazin „Vice“ auf seiner Internetseite berichtet, hat der junge deutsche Regisseur Benjamin Teske „frappierende Ähnlichkeiten“ zwischen seinem Kurzfilm „Try a Little Tenderness“ und einer in „Vice“ abgedruckten Geschichte von Hegemann festgestellt. Benjamin Teske heißt der junge Filmemacher, er ist 26 Jahre alt und an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin eingeschrieben, wo er Audiovisuelle Medien studiert. "Gestern stieß ich zufällig in einem Leserkommentar auf meinen Namen und den Link auf das Vice Magazin", erzählt er uns. Der Link führt zu der Kurzgeschichte "Die Spiegelung meines Gesichts in der Erschaffung der Welt", als Autorin ist dort Helene Hegemann genannt.                                                                                                                                       Es geht in beidem, kurz gesagt, um ein Treffen der sexuellen und durchaus lebensgefährlichen Art zwischen einem älteren Mann und einer jungen Frau, die zumindest wie eine Prostituierte aussieht. Der zweite Teil der Hegemann-Story, sagt Teske, sei "komplett eine Kopie von unserem Film, sowohl die Sätze als auch die Formulierungen und der Ablauf der Handlung."      Tatsächlich finden sich auffällige Parallelen: "Was sagt eigentlich ihr Freund zu ihrem Job?" heißt eine Dialog-Sequenz bei Hegemann. Weiter: "Sie holt einen altertümlichen Perkussionsrevolver aus ihrer Tasche und richtet ihn auf mich. ,Haben Sie nicht noch was anderes dabei? Irgendeine ganz simple 9mm-Pistole?', frage ich." In Teskes Film heißt es: "Also wie machen Sie das mit Ihrem Beruf? Was sagt Ihr Mann dazu?" Und kurz darauf: "Ist das eine 9mm? Etwas anderes hätten Sie nicht?" Und so geht das über einige Strecken weiter.                                                                                                                                                       Zwar hatte Hegemann die Literaturausgabe des Magazins vor der Veröffentlichung gebeten, den Text Benjamin Teske zu widmen. „Da uns damals die Tragweite dieser Widmung nicht bewusst war (...), haben wir diese nicht abgedruckt“, räumt das Magazin ein. Man habe den Regisseur jetzt nachträglich über die Zueignung informiert. Teskes Film lief im vergangenen Jahr beim Festival Max Ophüls Preis in Saarbrücken, an dem auch Hegemann teilnahm. Das Drehbuch basiert seinerseits auf der Kurzge- schichte „Un peu de tendresse“ des französischen Schriftstellers Martin Page, der Teske allerdings die Filmrechte gegeben hatte und im Abspann ausdrücklich genannt wird.

Die mit Plagiatsvorwürfen konfrontierte Nachwuchs-Autorin Helene Hegemann hat sich gegen die Kritik an ihrer Arbeitsweise verteidigt. "Da wird eine jahrhundertealte Debatte auf meinem Rücken ausgetragen. Wenn wir so anfangen, können wir den ganzen Literaturbetrieb gleich dichtmachen", sagte die 17-jährige Berlinerin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe nicht einfach munter abgeschrieben", sagte sie. "Es geht hier nicht um Plagiarismus, sondern um Intertextualität - ein Arbeitsverfahren, das sehr viele Künstler benutzen." Zudem handele es sich nicht um einen komplett collagierten Roman, sondern um einige wenige Stellen in ihrem Buch. "Ich habe einige Versatzstücke organisch in meinem Text eingebaut und bin dadurch indirekt in Kommunikation mit dem Autor getreten", sagte Hegemann. "Das ist nicht genug, um mir meine litera- rische Eigenständigkeit und die Eigenständigkeit des Buches abzuerkennen."

(Die FAZ hat sich die Mühe gemacht, einmal eine Liste dieser "Versatzstücke" zu erstellen.)

Nachdrücklich wies Hegemann auch den neuen Vorwurf zurück, sie habe zudem für eine Kurzgeschichte im Szene-Magazin "Vice" einen Film des jungen deutschen Regisseurs Benjamin Teske ausgeschlachtet. "Mein Text war eine Auseinanderset- zung mit dem Film und sollte eine Hommage an Teske enthalten. Das Magazin hat diesen Hinweis einfach nicht mit abgedruckt, geschweige denn das Abdruckrecht für den Text bei mir eingeholt", sagte sie. "Da versucht jemand, auf den Zug aufzuspringen und von der Hetze gegen mich zu profitieren.“                                                                                                                        Der Ullstein Verlag, in dem „Axolotl“ erschien, bemüht sich derzeit um eine nachträgliche Abdruckgenehmigung für die umstrittenen Passagen. Welchen Umfang die Übernahmen haben, ist noch nicht abschließend geklärt. Geschäftsführerin Siv Bublitz entschuldigte sich am Donnerstag in einer Erklärung für die umstrittenen Übernahmen. "Die Quellen nicht schon in der ersten Auflage des Buches zu nennen, war ein Versäumnis, das Verlag und Autorin bedauern“, schrieb sie. "Deshalb den gesamten Roman unter den Generalverdacht des Plagiats zu stellen und seinen literarischen Wert zu bestreiten, halte ich jedoch für völlig inakzeptabel."

Im "Kölner Stadt-Anzeiger" kritisierten bekannte Schriftsteller die Jungautorin scharf. "Diebstahl ist Diebstahl, da bin ich sehr konservativ", sagte Helmut Krausser. Auch er habe schon etliche seiner Sätze in fremden Büchern gefunden. Getröstet habe ihn: "Aus diesen Abschreibern ist nie etwas geworden. Starke Autoren sind sich selbst genug." Die Autorin Ulla Hahn sagte. "Der eigentliche Skandal liegt in der Verkommenheit von Teilen des Literaturbetriebs, dem ein Sensati- önchen mehr bedeutet als ein sorgfältig gearbeitetes Buch." Dieter Wellershoff betont, dass "die Ausnutzung der kreativen Kraft eines anderen Autors für eigene Zwecke" fragwürdig sei; anders verhalte es sich nur, wenn die Montage zum künstlerischen Strukturprinzip erhoben werde.                                                                                                                                                      Doch die Hegemann-Debatte geht inzwischen weit über den Plagiatsvorwurf hinaus. Vorwürfe wie Verletzung der Auf- sichtspflicht, gar „Kindsmissbrauch“ („Süddeutsche Zeitung“) stehen im Raum. Der Kulturbetrieb insgesamt wird an den Pranger gestellt, gipfelnd in einer spekulativen Abrechnung in der „FAZ“, nicht die 17-Jährige habe ihren Roman geschrieben (und montiert), „sondern das Kulturestablishment selber“. Und wenn schon nicht dieses, könnte doch wenigstens der Vater Carl Hegemann, im Hauptberuf Dramaturg, „ihr solche Stellen hineingeschrieben“ haben. Mal abgesehen davon, dass letzte- res ziemlich durchgeknallt bis infam ist: Es fällt auf, dass besagte Debatte in denselben Medien geführt wird, in denen Hegemanns Roman vorher gefeiert wurde. „Literatur, die nicht trotz, sondern wegen ihrer Härte, Brutalität und Vulgarität schön ist.“, begeisterte sich die „FAZ“. Wer im Glashaus sitzt, wirft eben doch gern ein paar Steine.                                                  siehe  http://www.focus.de/kultur/buecher/umstrittene-jungautorin-hegemann-fuer-buchpreis-nominiert_aid_479226.html                                           http://www.focus.de/kultur/diverses/literatur-helene-hegemann-fuer-buchmessepreis-nominiert_aid_479138.html                                                             http://www.sueddeutsche.de/kultur/715/502944/text/                                                                                                                                                           http://www.rp-online.de/kultur/mehr_kultur/Helene-Hegemann-fuer-Preis-nominiert_aid_818855.html                                                                             http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,677226,00.html                                                                                                                                               http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E6CEAF939E8C046B6BC4A4B303E66ECCF~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlen ews                                                                                                                                                                                                                               http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/diese-junge-frau-ist-extrem-begabt/                                                                                                                   http://www.westfaelische-nachrichten.de/aktuelles/kultur/nachrichten/1269077_Jury_Chefin_lobt_Hegemanns_Roman.html                                           http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite;art692,3026944                                                                                                                                             http://www.bt-news.de/html/ticker/00_20100211153317_Helene_Hegemann_fuer_Buchmessepreis_nominiert.html                                                           http://www.stern.de/kultur/buecher/plagiatsvorwuerfe-gegen-helene-hegemann-foerdert-das-internet-den-ideenklau-1542431.html                               http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-02/neue-vorwuerfe-hegemann                                                                                                                               http://www.ksta.de/html/artikel/1265053927435.shtml                                                                                                                                                           http://fm4.orf.at/stories/1638726/                                                                                                                                                                                           http://www.welt.de/kultur/article6344391/Auch-Filmstudent-wirft-Hegemann-Plagiat-vor.html                                                                                           http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1373447/Helene-Hegemann-gibt-zu-ein-wenig-abgeschrieben-zu-haben.html                                                 http://www.ksta.de/html/artikel/1264185822125.shtml                                                                                                                                                           http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1121597/                                                                                                                                                         http://faz-community.faz.net/blogs/ding/archive/2010/02/10/zwischen-gesetz-moral-und-remix-das-plagiat.aspx                                                                             http://www.derbund.ch/kultur/buecher/Sie-kopiert-klaut-und-sagt-das-sei-ganz-normal/story/28873640                                                                                           http://netzwertig.com/2010/02/09/der-fall-axolotl-roadkill-doppelmoral-in-grossem-stil/                                                                                                                   http://www.heise.de/tp/blogs/6/147061                                                                                                                                                                                     http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,677430,00.html   Das ist kein Roman, das war mein Leben                                                                               http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E88A9CA72ADE445F390437D064F10C598~ATpl~Ecommon~Scontent.html   Das habe ich erlebt, nicht Helene Hegemann - Inverview mit dem bestohlenen Autor Airen                                                                                                         

Sollte Helene Hegemann tatsächlich trotz des Plagiatvorwurfs diesen Preis erhalten, statt von der schreiben- den Zunft öffentlich ausgebuht und geächtet zu werden, wäre der gute Ruf der Leipziger Buchmesse nachhal- tig beschädigt und lächerlich gemacht, die Messeleitung diskreditiert als Förderer von Diebstahl geistigen Eigentums, der Preis für alle Zeiten ohne jeden moralisch ethischen Wert.                                                              Die bisherigen Preisträger sind somit aufgefordert - im Falle dieses Falles - den ihrigen aus Protest gegen die öffentliche Ehrung von Diebstahl geistigen Eigentums, von Plagierung, zurückzugeben.

Streit um fremde Federn

Bertolt Brecht hatte damit keine Probleme. Unumwunden räumte der große Autor "Laxheit in Fragen geistigen Eigentums" ein. Die junge Schriftstellerin Helene Hegemann (17) dagegen hat durch ihren sorglosen Umgang mit fremden Quellen in ihrem Überraschungsbestseller "Axolotl Roadkill" eine erregte Debatte ausgelöst. Wie weit darf sich ein Autor aus anderen Quellen bedienen? Wo liegt die Grenze zwischen Inspiration und Ideenklau? Gibt es im Zeitalter von Internet überhaupt noch ein Recht auf den eigenen Gedanken?
Hegemann hat, so der Vorwurf, für die wilde Geschichte ihrer Heldin Mifti ganze Passagen aus dem Roman "Strobo" über- nommen, in dem es ebenfalls um verzweifelte Selbstfindung in einer Welt aus Sex, Drogen und Abhängigkeit geht. Eine wich- tige Rolle spielt etwa der bekannte Berliner Techno-Club "Berghain", in den Hegemann als Minderjährige gar nicht hineindarf. "Ich selbst empfinde es nicht als geklaut, weil ich das ganze Material in einem völlig anderen und eigenen Kontext eingebaut habe", bekräftigte Hegemann in Interviews trotzig.
Der geschädigte Berliner Verlag Sukultur mag das so nicht durchgehen lassen. "Natürlich muss Helene Hegemann nicht Heroin nehmen, um über das Heroinnehmen zu schreiben", sagt Geschäftsführer Frank Maleu. "Wenn man einen Roman über das Mittelalter schreibt, muss man auch nicht ins Mittelalter reisen. Aber man darf auch nicht einfach aus anderen Mittel- alter-Romanen abschreiben. Wir nennen das 'sich mit fremden Federn schmücken' ".                                                                           siehe   
http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/548210.phtml                                                                                                                                          

 

Die falsche Entscheidung - Kommentar zu Hegemann

Helene Hegemann scheint nicht verstanden zu haben, was man ihr vorwirft. Wer die spezifische Originalität eines Textes und den Schutz des Urheberrechts missachtet, der schadet der Kunst im Allgemeinen und der Literatur im Besonderen.

Trotz der Plagiatsvorwürfe ist die junge Bestseller-Autorin Helene Hegemann für den Preis der Leipziger Buchmesse nomi- niert worden. Helene Hegemann macht nicht den Eindruck, dass sie mittlerweile verstanden hat, was man ihr vorwirft. So hat sie am Donnerstag ihr Verfahren erneut gerechtfertigt, sich überall dort zu bedienen, wo sie Inspiration finde: „Da wird eine jahrhundertealte Debatte auf meinem Rücken ausgetragen.“ behauptet sie. „Wenn wir so anfangen, können wir den ganzen Literaturbetrieb gleich dichtmachen.“                                                                                                                                                                      Nein, den müssen wir noch nicht dichtmachen. Wir müssen nur festhalten, dass es rechtlich wie moralisch - man darf es mit Inbrunst wiederholen - inakzeptabel ist, fremde Zitate als eigenen Text auszugeben. Nur wer seine Quellen offenlegt oder wer die jeweilige Montage, Collage oder „Intertextualität“ zum klar erkennbaren literarischen Prinzip erhebt, darf fremde Federn ins das eigene Gewebe integrieren. Die Spielregeln des Autors müssen für den Leser klar sein.                                                          Wer die spezifische Originalität eines Textes und den Schutz des Urheberrechts missachtet, wie Hegemann es getan hat, der schadet der Kunst im Allgemeinen und der Literatur im Besonderen. Auch Kreativität muss vor Raub geschützt werden. Daran ändert rein gar nichts unser aller Übergang von der analogen in die digitale Welt (in der ein Zitat-Erkennungs-Pro- gramm für Lektoren nun sehr hilfreich wäre).                                                                                                                                                       Daher ist es ein völlig falsches Zeichen, das die Jury für den Leipziger Buchmessepreis soeben gesetzt hat. Helene Hege- manns umstrittenem Roman nun auch noch die Ehre angedeihen zu lassen, ihn zu den besten Veröffentlichungen der Saison zu zählen, ist eine Entscheidung, die einer Farce sehr nahe kommt. Sollte die Autorin am Ende auch noch für ihr Abschreibverfahren mit der Auszeichnung belohnt werden, dann muss man zwar immer noch nicht den Literaturbetrieb dichtmachen, wohl aber den Buchmessepreis.                                                                                                                                                   siehe  http://www.ksta.de/html/artikel/1264185843590.shtml                                                                                                                                             http://www.focus.de/kultur/buecher/brands-buecher/axolotl-roadkill-das-missbrauchte-kind_aid_479307.html                                                        

Schriftsteller zum „Fall Hegemann“

Der Roman „Axolotl Roadkill“ (Ullstein) der 17-jährigen Autorin Helene Hegemann ist am Donnerstag für den Leipziger Buchmessepreis nominiert worden. Zu den Plagiatsvorwürfen hatte die Autorin erklärt, sie halte ihre Arbeitsweise, sich aller möglichen Quellen zu bedienen, für „total legtim“. Daraus ist eine Debatte über Originalität und Urheberrecht entstanden. Wir haben einige Autoren nach ihrer Einschätzung gefragt.

Ulla Hahn (63), von der zuletzt der Roman „Aufbruch“ erschien: „Wieviel Zitat darf sein? Soviel wie's beliebt. Ganze Bücher sind aus Zitaten zusammengestellt worden. Ich erinnere nur an das »Echolot« von Walter Kempowski. Aber bitte: mit Angabe der Quelle. Das müsste auch eine Siebzehnjährige im Deutschunterricht mitgekriegt haben. Alles andere ist Dieb- stahl. Wieso sollte das in Zeiten des Internet anders sein? Noch gilt das Urheberrecht! Und wenn die »Autorin«, wie sie behauptet, mit diesem Urheberrecht »nicht vertraut« war, wo war ihr Verleger, wo ihr Lektor, der Agent? Wo waren all die Personen, die dieses Druckwerk zu verantworten haben? Und: Ist keinem Rezensenten aufgefallen, mit welch »breitgetre- tenem Quark« (Goethe) er es zu tun hat? Der eigentliche Skandal liegt in der Verkommenheit von Teilen des Literaturbetriebs, dem ein Sensatiönchen mehr bedeutet als ein sorgfältig gearbeitetes Buch.“

Helmut Krausser (45) hat zuletzt den Roman „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ veröffentlicht, auf den Ende des Monats „Substanz - Das Beste aus den Tagebüchern“ folgen wird: „Diebstahl ist Diebstahl, da bin ich sehr konservativ. Sich es mit dem Hinweis, heute werde überall geklaut, einfach zu machen, zeugt von wenig Reflexion und einer gewissen Wollust am Selbstbetrug. Bei über dreißig Büchern habe ich im Leben erst zwei Sätze anderer Autoren verwendet - und es war mir ein Herzensbedürfnis, dies kenntlich zu machen, ansonsten ich mich für die fremden Federn geschämt hätte. Offensichtlich geht den jüngeren Generationen dieses Schamgefühl verloren. Wahrscheinlich wird es von ihnen längst als unnatürlich empfunden. Auch etliche meiner Sätze fand ich schon in fremden Büchern wieder, und immer gab es einen Trost: Aus diesen Abschreibern ist nie etwas geworden. Starke Autoren sind sich selbst genug.“

Leonie Viola Thöne (19) veröffentlichte mit 13 ihr erstes Buch und ist NRW-Vorstandsmitglied im „Verband Deutscher Schriftsteller“: „Menschen, die in einer Gemeinschaft leben, lernen von einander und verwenden auch die Ideen aller. Für einen kreativen Prozess ist das wichtig - aber Ideenklau ist natürlich verwerflich, und das Internet erleichtert das. Auf jeden Fall sollte man sich als junger Schriftsteller dieses Problems bewusst sein - zumindest wenn man ernst genommen und nicht als Kind betrachtet werden möchte.“

Guy Helminger (47) moderiert mit Navid Kermani den „Literarischen Salon“ in Köln und veröffentlichte zuletzt „Morgen war schon“: „Das Urheberrecht ist unantastbar, sollte es zumindest sein. Wer glaubt, das Internetzeitalter habe daran etwas geändert, denkt entweder nicht nach oder hat Interesse daran, das eigene Klauen zu rechtfertigen. Natürlich entwickeln Autoren Ideen weiter, die sie bei anderen gelesen haben. Das bringt Neues. Abschreiben hingegen und dann schweigend so tun, als habe man alles selbst erdacht, hat schon in der Grundschule nicht für einen guten Aufsatz gereicht.“

Kai Meyer (40) hat zuletzt die „Sturmkönige“-Trilogie veröffentlicht: „Grundsätzlich hat vermutlich jeder Autor im Buch eines anderen schon einen Satz entdeckt, den er selbst gern geschrieben hätte - und eine ähnliche Formulierung spä- ter im eigenen Buch verwendet. Kunst befruchtet sich gegenseitig. Trotzdem: Helene Hegemann hat nicht einen Satz, son- dern ganze Passagen übernommen, und damit ist die Grenze der Inspiration oder bedeutungsschwanger gerufener Begriffe wie »Intertextualität« oder »Dialog zweier Bücher« weit überschritten. Viele 16- oder 17-jährige schicken mir eigene Texte, und keiner ist frei von Nachahmung - in diesem Alter, in dieser Phase der Ausprägung eines Talents gehört das dazu. Das Problem in diesem Fall ist nicht Helene Hegemann, sondern die Rezeption im Feuilleton. Weiblich, jung, blond, aus dem hehren Umfeld des Berliner Kulturbetriebs - das hat ausgereicht, sie zum kleinen Genie zu stilisieren. Ältere Kritiker und Autoren fühlten sich bewogen, der Kleinen verbal den Kopf zu tätscheln und »Gut gemacht« zu schnurren. Täten sie das auf der Straße, käme die Polizei - und nicht wegen Diebstahls.“

Dieter Wellershoff (84) legte zuletzt „Der Himmel ist kein Ort“ vor: „Offizielle Texte darf ein Autor verwenden - Werbetexte genauso wie bekannte Reden oder auch die Bibel. Er darf aber nicht fremde literarische Texte als seine eigenen ausgeben. Übernahmen müssen als als solche kenntlich gemacht werden. Fragwürdig ist die Ausnutzung der kreativen Kraft eines anderen Autors für eigene Zwecke. Etwas anderes ist die erkennbare Kompilation eines neuen Werkes aus Zitaten: Hier wird die Montage zum künstlerischen Strukturprinzip, dem als solchem eine eigene Legitimation zuwächst.“

Ulrike Draesner (48) - ihr neuer Roman „Vorliebe“ liegt jetzt vor: „Wenn wir davon ausgehen, dass wir es nicht nur mit einer Verteidigungsstrategie von Helene Hegemann zu tun haben, sondern mit einer Symptomatik - dann ist diese Symptomatik sehr bedenklich. Ihr Argument ist kein wirklich literarisches, es geht ja nur um die Gewohnheiten ihrer Gene- ration im Internet. Da gibt es offenbar gar kein Bewusstsein, dass Inhalte Geld kosten könnten. Vielleicht ist das aber auch nur ein Schutzargument. Denn die 17-Jährigen, die ich kenne, haben durchaus ein Bewusstsein dafür.“

Dieter Kühn (75) legte soeben die Prosa „Ich war Hitlers Schutzengel“ vor: „Ich beziehe die Urheber der Zitate als Mitarbeiter in meinen Text mit ein. Ich bin, was das Urheberrecht angeht, für totale Transparenz, sonst wird die Sache mulmig.“

Thorsten Krämer (38) veröffentlichte zuletzt Gedichte im Verlag „parasitenpresse“: „Ich persönlich bin der Auf- fassung, dass die Idee von »geistigem Eigentum« ein Widerspruch in sich ist. Ich habe auch nichts dagegen, wenn andere Texte von mir verwenden, solange sie auch die Quelle angeben.“

siehe  http://www.ksta.de/html/artikel/1264185843756.shtml                                                                                                                           http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-02/plagiat-verlag-hegemann-rechte                                                                                                

Für mich als Autor in Lyrik und Prosa steht deffinitiv fest, jetzt, da sich der Ullstein Verlag mit den betroffenen Autoren/-innen und Verlagen über die Abdruckrechte der von Helene Hegemann gestohlenen Textpassagen mit quasi so etwas wie Schweigegeld zum uneingeschränkten Helfershelfer einer skrupellosen Plagiatorin gemacht hat, dass ich keinerlei Bücher des Ullstein Verlages mehr für den Rest meines Lebens kaufen werde. Nicht jeder Mensch in diesem Land ist so leicht käuflich.                                                                                            Ich setze und hoffe dabei auf den Verstand und die Wahrhaftigkeit anderer Freunde  realer Literatur, dass sie diesem Beispiel folgen werden und ebenfalls Bücher aus dem Ullstein Verlag mit sofortiger Wirkung igno- rieren und boykottieren.

 

Das deutsche und internationale Feuilleton entschuldigt sich (satirisch) bei seinen verarschten Lesern und Zuschauern

Liebe Blogger und andere Nutzer des Internets,

wir bedauern zutiefst unser komplettes Versagen im Fall der von der Kulturschickeria lancierten Plagiatorin, notorischen Abschreiberin und arroganten Textdiebin Helene Hegemann, der wir praktisch umfassend aufgesessen sind, von den gro- ßen Zeitungen, die sich etwas auf ihre Textkompetenz einbilden, bis zu den Regionalblättern, die dumm das abschreiben, was in der FAZ und der Zeit an Textbausteinen völlig versagender Mitarbeiter geliefert wurde. Der ganze Fall ist ein Armuts- zeugnis für unsere Branche unter besonderer Berücksichtigung einzelner Vertreter, die auch nach Bekanntwerden der ers- ten Lügen der angeblichen Autorin noch immer versucht haben und versuchen, dieses Vorgehen als Folge des Internets zu rechtfertigen und zu entschuldigen.

Dieser Fall hat uns drastisch vor Augen geführt, dass wir gerade nicht der Hort des reinen Kulturbewusstseins sind, und dass unsere Ansprüche, zwischen gut und schlecht, richtig und falsch differenzieren zu können, nicht der Realität der heuti- gen Medien entsprechen. Wir haben uns von Verlag, Autorin, der Story und gewissenlosen Vorschreibern und Nachplappe- rern als sensationsgeiles Starsystem vorführen lassen, wir haben unsere Standards massiv verletzt, und, noch schlimmer, uns auch noch peinlich gewunden, als längst klar war, wie falsch wir lagen.                                                                                              Nicht nur Frau Hegemann hat gelogen und gefälscht und sich herauszuwinden versucht - wir waren ihre Komplizen und Mit- täter. Wir waren es, weil wir unser Versagen nicht eingestehen wollten, wir waren es aber auch, weil uns der Verlag, das Fres- sen, die geschaltete Anzeige und unsere Kontakte wichtiger als diese Blogger und das Internet waren.                                           Kurz, wir waren hochmütig und überheblich noch im Versagen. Weder haben wir den Vater der Autorin in die Mangel genom- men, noch den Besprecher Maxim Biller, der ihn nicht kennen möchte, noch die Autorin und auch nicht den Verlag. Man hat uns, im Stil der Autorin brutal gesagt, die Lügen ins Gesicht geschissen, und wir haben auch noch “Danke” gesagt.                    Wir haben unseren neuen Fall “Tom Kummer” produziert, weil wir dachten, ein originäres Werk zu erkennen, wo dreist zusammengestohlen wurde.                                                                                                                                                                                       Wir unterstellten Kunst, wo nur pure Lüge war.                                                                                                                                                     Wir waren zu faul, um kritische Fragen zu stellen, weil wir solche Arschfick schreibenden Prinzessinnen brauchen, weil die Prinzessinnen von Gestern heute nichts mehr taugen.                                                                                                                                        Wir fanden aus dem Netz stammenden Texte erst toll, als sie uns in einem uns passenden Medium als dreiste Fälschung von einer der Unseren aus dem Kulturbetrieb serviert wurden, während wir das Internet und seine Aktivisten immer noch verach- teten.

Es ist eine sehr schlimme Sache, was da passiert ist.                                                                                                                                          Wir deutsche Feuilletonisten möchten uns deshalb beim Internet in aller Form entschuldigen, selbst wenn wir nicht direkt Teil dieses Skandals waren.

Entschuldigt bitte unser Fehlverhalten.

Don Alphonso

siehe  http://blogbar.de/archiv/2010/02/10/das-deutsche-feuilleton-entschuldigt-sich-ansatzweise-beim-internet/                      

Das ist absolut lächerlich und würdelos -                             die brutale Verhöhnung und Verarschung von Lesern/-innen und Autoren/-innen und -nicht zuletzt - der Literatur, der sowohl die sogenannte “Autorin” Helene Hegemann, als auch der Ullstein- Verlag voller Verachtung mitten ins Gesicht spucken

Hegemann-Roman nun mit Quellenangabe

Helene Hegemanns Debütroman "Axolotl Roadkill" erscheint nach Plagiatsvorwürfen mit einem ausführlichen Quellenver- zeichnis. Auf sechs Seiten listet der Anhang der im Druck befindlichen vierten Auflage die Quellen für Zitate oder "Inspiratio- nen" auf. Auf drei Seiten werden Ausschnitte des Romans korrespondierenden Textpassagen des Bloggers Airen gegen- übergestellt, die die Plagiatsdebatte ausgelöst hatten. Weitere Zitate aus dem Erfolgsbuch stammen unter anderem von den Autoren Rainald Götz und David Foster Wallace sowie vom Filmemacher Jim Jarmusch. Als Quellen sind zudem private Korrespondenzen und Leserkommentare genannt. Das Verzeichnis soll in den nächsten Tagen auch auf www.ullsteinbuchverlage.de veröffentlicht werden. Damit solle der spekulativen Erörterung des Romans wieder eine sachli- che Grundlage geschaffen werden. Den Angaben zufolge werden auch zahlreiche Quellen genannt, die im Sinne des Urhe- berrechts nicht genehmigungspflichtig sind. Vielen Autoren sei zudem in früheren Auflagen des Buches bereits gedankt worden. Dies gelte auch für den Blogger und Autor Airen, der in der zweiten, am 26. Januar in Druck gegangenen Auflage erwähnt worden sei. Erst danach seien die Vorwürfe gegen Hegemann erhoben worden. Airen sagte dem Magazin "Stern", wenn komplette Passagen übernommen würden, sei es mit der Erwähnung in der Danksagung nicht getan.                                 siehe  http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article6445123/Hegemann-Roman-nun-mit-Quellenangabe.html                                                       http://www.welt.de/die-welt/kultur/article6429823/Wie-die-Literaturkritiker-ueberfahren-werden.html                                                                             http://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~EB6F3111E196D41F98F72549658FD455F~ATpl~Ecommon~Scontent.html               http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-02/hegemann-ullstein-quellen                                                                                                                               http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Helene-Hegemann-Axolotl-Roadkill;art138,3033791                                                                                         http://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~E7C75D40E22EF4947928EC744910344C6~ATpl~Ecommon~Scontent.html               http://www.stern.de/kultur/buecher/helene-hegemann-warum-der-lektor-nicht-einfach-gegoogelt-hat-1543773.html                                                       http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/bremen/paket-partnerinnen-634702.html                                                                                                             http://www.frankfurter-magazin.de/?p=4233                                                                                                                                                                       http://www.fr-online.de/top_news/2315375_Der-Abgeschriebene.html                                                                                                                                 http://www.merkur-online.de/nachrichten/kultur/axolotl-roadkill-kritik-jenseits-plagiat-vorwuerfen-631765.html                                                               http://diepresse.com/home/kultur/literatur/540472/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/index.do                                                                                     http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1265965867074.shtml                                                                                                                                    

Skandalautorin Hegemann wird 18: Endlich voll!                                  Zuckerwatte statt Koks: Everybodys Darling und Ganovin                 Kindergeburtstag im Raubtierkäfig                                                        Der Hegemann-Wahnsinn geht weiter                                                   

Einfache Feten sind megaout. Die umstrittene "Axolotl Roadkill"-Autorin Helene Hegemann feierte ihren 18. Geburtstag mit einer Buch-Release-Party in der Berliner Disco "Tresor". Erträglich war das eigentlich nur mit viel Alkohol und Drogen.            Endlich ab in den Keller. An der Decke hängen Luftballons in Pink, daran baumeln Luftschlangen wie Gras, das von oben wächst. Hinter Gitterstäben am Plattenteller wird gleich Nicolette Krebitz auflegen, auch der Volksbühnen-Veteran René Pollesch und der Schauspieler Lars Eidinger sind als DJs angekündigt. Junge Menschen beißen sanft in Zuckerwatte. Ein großer, dunkler Kindergeburtstag. Doch bevor Hegemann mit ihrer Freundin, der Schauspielerin Laura Tonke, aus dem Buch lesen wird, erklärt die Ullstein-Geschäftsführerin Siv Bublitz, was Sache ist. Dass das Buch sie aus der Routine der Verlags- arbeit gerissen habe, und zwar schon beim ersten Lesen. Sie verteidigt das Recht auf "freie Benutzung" von Quellen.

Sehr leise trotz der Mikrofone, rezitieren daraufhin Hegemann und Tonke den Dialog um einen sexuellen Höhepunkt, der einem Mädchen während der Buchlektüre oral beschert wird. Der Orgasmus verhallt jedoch nahezu ungehört, jeder nippt jetzt laut plaudernd an seinem Getränk. Bis plötzlich eine der beiden Mädchenstimmen laut wird, sehr laut: "Fuck, warum dürfen wir hier nicht rauchen?" dröhnt es aus den Boxen. Im von Luftschlangen und Rauchschwaden verhangenen Keller- raum bricht für einen Moment die Fiktion in die Realität ein. So etwas wie Stille. "Rauchverbot, hier?" fragt eine. Man hört Hegemann kaum, vor lauter Gemurmel um sie herum.                                                                                                                                         siehe  http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,679232,00.html                                                                                                                                 http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article6498572/Diese-Helene.html                                                                                                                   http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/literatur/2338784_Im-Tresor-bei-Tanz-und-Zuckerwatte.html                                                 http://www.focus.de/panorama/boulevard/literatur-helene-hegemann-feiert-mit-und132axolotlund147-geburtstag_aid_482420.html                               http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-02/helene-hegemann-geburtstag                                                                                                                           http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11736416/63369/Helene-Hegemann-feiert-Geburtstag-und-ihr-heiss-umstrittenes.html                         http://www.stern.de/kultur/buecher/axolotl-roadkill-autorin-helene-hegemann-kindergeburtstag-im-raubtierkaefig-1545106.html                                     http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Tresor-Hegemann;art138,3036728                                                                                                                   http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E9389BCCD1CDA4A7181304BF8D015DEE0~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_go oglenews                                                                                                                                                                                                                             http://www.boersenblatt.net/sixcms/detail.php?id=363082                                                                                                                                                 http://dwdonline.de/?p=3802                                                                                                                                                                                              

Preis der Leipziger Buchmesse für Georg Klein  -   Haue für Helene Hegemann

Nach allem Wirbel steht der Preisträger nun fest: Georg Klein wurde für seinen "Roman unserer Kindheit" geehrt. Ausge- zeichnet wurden außerdem Sachbuch-Autor Ulrich Raulff und Übersetzer Ulrich Blumenbach. Nominiert war auch Helene Hegemann mit ihrem Debüt "Axolotl Roadkill", die Jury hielt nach Plagiatsvorwürfen an ihrer Entscheidung fest und geriet in die Kritik. Über die Nominierung des Romans von Helene Hegemann wurde bis kurz vor der Preisverleihung gestritten. Denn kurz nachdem die Jury Ende Januar deren Roman-Debüt "Axolotl Roadkill" auf die Liste der Preis-Anwärter setzte, wurden die Plagiatsvorwürfe laut. Doch auch danach blieben die sieben Juroren bei der - allerdings - nicht einstimmig getroffenen Entscheidung, die sie am 11. Februar bekannt gaben. Jury-Vorsitzende Verena Auffermann begründete in zahlreichen Inter- views, die junge Frau sei "extrem begabt", ihr Roman "ein Produkt des gesellschaftlichen Wandels" und ein Beispiel dafür, "wie sich die Wirklichkeit auflöst".                                                                                                                                                                           Mit solchen Begründungen gab sich eine ganze Riege renommierter Schriftsteller nicht zufrieden. Kurz vor Beginn der Buch- messe formulierten Autoren wie Günter Grass, Erich Loest und Christa Wolf ihre Bedenken in einer Leipziger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums und kritisierten damit auch mehr oder weniger direkt Hegemann und die Nominierung. In der Leipziger Erklärung heißt es: "Wenn ein Plagiat als preiswürdig erachtet wird, wenn geistiger Diebstahl und Verfälschungen als Kunst hingenommen werden, demonstriert diese Einstellung eine fahrlässige Akzeptanz von Rechtsverstößen im etablierten Literaturbetrieb." Zu den Unterzeichnern gehörte auch Sibylle Lewitscharoff, die den Preis der Leipziger Buch- messe 2009 erhielt. Sie sagte MDR FIGARO, ein durch Plagiat entstandenes Werk beschädige auch die Auszeichnung selbst.

Für sie mussten Worte wie „Fickundkotz-Jargon“ und „Technoprosa“ erfunden werden. Zur Messeeröffnung dreschen Leip- ziger Literatur-Veteranen auf die vermeintliche Plagiatorin Helene Hegemann ein. Der Entrüstung schließt sich nun der Ver- band deutscher Schriftsteller an. Der hat eine „Leipziger Erklärung“ aufgesetzt und namhafte Unterzeichner gefunden: Günter Grass, Erich Loest, Gunter Kunert, Christa Wolf und Sybille Lewitscharoff. Im Mecker-Papier steht dann: „Wenn ein Plagiat als preiswürdig erachtet wird, wenn geistiger Diebstahl und Verfälschung der Kunst hingenommen werden, demon- striert diese Einstellung eine fahrlässige Akzeptanz von Rechtsverstößen im etablierten Literaturbetrieb.“ Bingo. Gewonnen haben alle.                                                                                                                                                                                                                        siehe  http://www.mdr.de/buchmesse/aktuelles/7176292.html                                                                                                                                         http://www.focus.de/kultur/buecher/buchmesse-haue-fuer-helene-hegemann_aid_490629.html                                                                                       http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/12/0,3672,8055372,00.html                                                                                                                                       http://www.n-tv.de/panorama/kultur/Klein-schlaegt-Hegemann-article783248.html                                                                                                             http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,683716,00.html                                                                                                                                               http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,677226,00.html                                                                                                                                             http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,684441,00.html                                                                                                                                              

 

Scheinheiligkeit und selbstgerechte Eigendarstellung bis zum Kotzen - das ist typisch Helene Hegemann

An meine Kritiker

"Axolotl Roadkill", der Debütroman der siebzehnjährigen Helene Hegemann, war das große Feuilleton-Thema dieses Frühjahrs: Was ist daran Plagiat, was Kunst? Jetzt bezieht die Autorin erstmals Stellung zu dem erbitterten Streit, den ihr Buch ausgelöst hat.

Ich habe keine exakte Vorstellung davon, was aus dem innerhalb der letzten drei Monate produzierten Abziehbild meiner Person geworden ist. Ich setze mich hier also nicht hin, um in den letzten brauchbaren Wogen irgendeines gelangweilten Presseexzesses noch mal meine Außenwirkung zu glätten und zu schreien: Ich bin cool, ich war schon mit 14 im Berghain, ihr seid alle Wichser. Im Januar wurde mein Roman Axolotl Roadkill veröffentlicht. In diesem Roman geht es nicht primär um Drogen oder Sex oder eine bestimmte Generation. Schon gar nicht geht es um Grenzen zwischen Generationen, Geschlech- tern, Altersgruppen oder sozialen Schichten. Wenn es überhaupt um irgendeine Grenze geht, und das muss es ja in einer alles und jedem bestimmte Wertesysteme und Raster überstülpenden Gesellschaft, geht es um eine Grenze, die sich durch jeden Menschen zieht. Und um eine Gruppe von Leuten, die ihr Leben dieser Grenze, diesem Riss, dieser Widersprüchlich- keit verschreiben, anstatt das abzulaufen, was unter glatter »Normalität« verstanden wird und genauso wenig funktioniert wie »Asozialität« oder »Verwahrlosung«. Einige mochten das Buch, einige mochten es nicht, in seriösen Fällen wurde Letzte- res mit dem Satz »Damit kann ich einfach nichts anfangen« begründet. Das fand ich immer vollkommen okay so. Parallel dazu brachen aber die bahnbrecherischsten Neutralisierungsversuche und Mutmaßungen aus dem Boden – dass das Buch einer Minderjährigen bloß schlecht sein kann, dass ich gar kein Mensch sei, sondern nur eine PR-Erfindung, dass jemand, der so hässlich ist wie ich, keine ausreichende Lebenserfahrung haben könne, um über Leute in Berlin zu schreiben (?), dass ich einfach eine Missgeburt sei, und »Scheiße kann ja nur scheiße sein«.

Im Februar tat sich plötzlich eine Art Einflugschneise auf. Der von mir nie verheimlichte Tatbestand, dass eine in der Literatur seit Jahrhunderten nicht unübliche Anzahl von Sätzen in meinem Buch woanders schon mal so ähnlich stand, wurde zu einer handfesten Möglichkeit, mich 1. nicht ernst zu nehmen, 2. beleidigen zu können und 3. wildeste Spekulationen als nach- gewiesene Tatsachen auszugeben. Aus »wenigen Sätzen« wurden »zahlreiche Passagen« und schlussendlicherseits 90 Prozent des Buches, die ich aus dem Internet abgeschrieben haben soll. Viele Journalisten, mit denen ich in dieser Zeit kom- muniziert habe, weigerten sich, egal ob sich ihre Artikel gegen mich richten oder mich verteidigen sollten, die eigentlich wich- tigste Tatsache mit einzubeziehen: nämlich dass es sich bei der als Plagiat bezeichneten Menge von (nicht abgeschriebenen, sondern modifiziert in einen komplett anderen Kontext gesetzten) Stellen um zusammen genommen circa eine einzige von 206 Buchseiten handelt. Mir wurde moralisch falsches Handeln vorgeworfen, in Artikeln, die die Moral selbst diskreditierten – dadurch, dass sie von Menschen geschrieben wurden, denen es augenscheinlich nicht um recherchierte Informationen ging, sondern darum, eimerweise Scheiße über mir auszuschütten. Die genaue Zahl der Stellen wurde konsequent ausgespart, und zwar ausschließlich, weil sie die Luftblase des perfekten Skandals zum Platzen gebracht hätte. So weit bin ich glückli- cherweise inzwischen. In dieser Zeit, in der sich plötzlich alles auf mich stürzte, als wäre ich eine Naturkatastrophe, hörte ich von Fällen, in denen extrem namhafte Schriftsteller ein bis drei komplette fremde Kapitel in ihre Bücher übernommen hatten – ohne Quellenangabe und, vor allem: ohne dass irgendjemand danach hätte krähen wollen.

Es geht darum, dass ich in einem Bereich arbeite, in dem andere Leute auch arbeiten, und einige dieser Leute haben ein Pro- blem mit mir. Zum Glück bin ich nicht mehr so blöd, zu vermuten, das Problem bestünde in meinem Alter oder darin, dass ich ein Mädchen bin. Es besteht in der Tatsache, dass ich nicht der gängigen Vorstellung eines »authentischen Jugendlichen« entspreche, der entweder die für ein vernünftiges Leben notwendigen Schritte abläuft, Schule, Studium, Praktikum et cetera, oder, heroinabhängig und beinahe zu Tode misshandelt, geistige Ergüsse abliefert, die mit dem Wort »Wahnsinn« entkräftet und deswegen als ungefährlich abgestempelt werden können. Minderjährige »Künstler« oder Künstler im Allgemeinen, die etwas produzieren, was komischerweise einen Gebrauchswert hat – die darf es entweder nicht geben, oder sie sollen die komplette Zeit über ausschließlich leiden und auf jeden Fall nach einem Jahr wieder untergehen oder sich am Gendarmen- markt erhängen und währenddessen, definitiv extrem gut aussehend, in verrückten Anziehsachen stecken. Ihre Selbstbe- stimmtheit, oder vielmehr ihre Entscheidungsfähigkeit, wird ihnen aberkannt und weicht einer angeblichen pubertären Ohn- macht, die einen großen Teil der sich zu einer »Elterngeneration« zählenden Menschen darin bestätigt, dass ihre Systeme richtig und alle Gegenschläge bloß das Zeugnis einiger armer gescheiterter Seelen sind. u.s.w. -  u.s.w.  - u.s.w.

Eine einzige arrogante, große Selbstmitleidscheißerei ...

siehe  http://www.zeit.de/2010/18/Hegemann-Stellungnahme                                      

 

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