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ausführliche Hintergrundinformationen und Berichte zur deutsch-islamischen Sauerland-Terroristen- Organisation und ihren Hintermännern

ausführliche Berichte, Kommentare und Analysen über die “Waffen-SS” der islamischen Faschisten - die Taliban-Terroristen, die einen offenen Krieg gegen Muslime in aller Welt führen

siehe auch Sonderseiten  “Iran - das Mutterland des islamischen Faschismus”                                                      

 

Einige Hintergrundinformations Links

      Nun sind es also 50 Internetseiten mit zig-tausenden Info-Links geworden, das ist wirklich viel - und war so nie geplant, als eine der umfangreichsten, kritischen Dokumentationen über die aggressive Menschenverachtung des islamischen Fundamentalismus / Faschismus im Internet. Aber der aggressive, militant terroristische Islam und unsere sogenannten Volksvertreter, ihre Real-Politik und ihre gebetsmühlenartig geforderte Toleranz gegenüber einem intoleranten, auto- ritären und gewaltbereiten Islam verlangen nach adäquaten Möglichkeiten des veröffentlichten Gegenpols, - wobei ich einmal mehr unmissverständlich klarstellen möchte, dass es sich bei den islamischen Gewalttätern nicht um die irgendwo lebenden typischen Muslime handelt, sondern bedauerlicherweise um die Mehrheit der in Europa lebenden Islamisten, die sich auf einem aggressiven Missionierungsfeldzug befinden und den individualistischen, demokratischen Völkern der Welt ihre Auslegung des Koran und ihren prä-historisch archaischen Lebensstil aufzwingen wollen. Sie haben längst mit ihren militärischen Kampforganisationen AlKaida - Taliban - Hamas - IJU / Islamische Dschihad Union - Hisbollah u.z.a. Deutschland und Europa zur Rückzugs- und Planungsbasis gemacht, ihre Hass-Prediger etabliert und neue aufgebaut, wie den radebrechen- den Islam-Konvertiten und Star der islamischen Hass-Prediger von der verfassungsfeindlichen Organisation Einladung zum Paradies in Deutschland Pierre Vogel, der z.Zt. sein militantes Unwesen in Mönchengladbach treibt.

      Es hat zwar ein erstes Umdenken in breiten Teilen der Bevölkerung begonnen, auch in Deutsch- land, aber noch greifen die Einflüsse der Islamisten und des von ihnen kontrollierten und domi- nierten Zentralrats der Muslime tief in unsere Gesellschaft und auch in den bundesdeutschen Parlamentarismus. Noch immer wird weitgehend verschwiegen, dass entgegen allen Behaup- tungen der Islam keine Religion ist, was auch zweifelsfrei von muslimischen Islamwissenschaft- lern bestätigt wird. Der Islam ist lediglich eine Glaubensgemeinschaft, wie eine Sekte, wie die Zeugen Jehovas oder Scientology, eine Art religiöser Weltanschauung, die ein unbestrittenes Existenzrecht haben soll.

      Die Toleranzforderungen haben sich zwar längst ad absurdum geführt, aber das hindert noch immer viel zu viele nicht blauäugig und unkritisch von der Integration islamischer Fundamenta- listen in unsere Gesellschaft zu schwafeln, - obwohl ganz offensichtlich der militante, terroristische Islam völlig unvereinbar mit den Menschenrechten, den Grundprinzipien der individuellen Selbst- bestimmung und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und ähnlicher demokrati- scher Staaten ist.

       

       

      Damit ist die unsägliche Diffamierungsthese gegen Kritiker des anti- demokratischen, gewaltbereiten Islam widerlegt, dass erbarmungs hartes Vorgehen gegen islamistischen Terror zwar eine fragwürdige Sicherheit bringt, aber automatisch zum totalitären Überwachungs- und Polizeistaat führt, - denn das Beispiel der neuen Sowjetunion als faschistoider Prügel-, Zensur- und Polizeistaat belegt, dass das allein nicht vor dem Terror der islamischen Faschisten schützt, - im Gegenteil.

      Es bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass es zum gnadenlosen, militä- rischen Vorgehen gegen islamische Faschisten / Fundamentalisten auch im eigenen Land keine Alternative gibt.

      Bombenattentat am Moskauer Flughafen                             35 Tote – Medwedew spricht von einem Terrorangriff      Islamistischer Terror im Herzen Moskaus                         Butiger Terrorangriff auf Moskauer Flughafen                   Der Sowjet Diktator Putin schwört Rache                         Die Retter bergen immer mehr Tote                                  Der Anschlag wurde vermutlich durch eine “schwarze Witwe” und einen Begleiter ausgeführt                             Der Attentäter rief: Ich bringe euch alle um                     Starke Worte - wenig Taten, wie immer                             Entsetzen über den Anschlag in aller Welt                       

      Nach dem Anschlag auf den Moskauer Flughafen, bei dem mindestens 35 Menschen zu Tode kamen, sprach der russische Präsident Dmitri Medwedew von einem Terrorakt. Der Präsident verschob seine Reise zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos und verstärkte die Sicherheitsvor- kehrungen an den beiden anderen Moskauer Verkehrsflughäfen. Etwa 130 weitere seien bei der Explosion in dem Terminal verletzt worden, teilte eine Airport-Sprecherin mit. Nach Meldungen der amtlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti könnte es sich um die Tat eines Selbstmord- attentäters gehandelt haben. Die Explosion zeige, dass gegen die Sicherheitsbestimmungen verstoßen worden sei. In der Moskauer Metro waren deutlich mehr Streifen unterwegs. Die U-Bahn gilt als besonders anfällig für Terroranschläge.

      Es ist der dritte Anschlag mit vielen Toten auf das russische Verkehrsnetz in wenig mehr als einem Jahr. Über die Täter von Domodedowo lagen zunächst keine Informationen vor. Augen- zeugen berichteten von grauenhaften Szenen. Ein Amateurvideo auf Youtube zeigte ein von Rauch eingehülltes Flughafenterminal, in dem sich einer Ecke Leichen stapeln, weitere Tote liegen zwischen Gepäckstücken verstreut auf dem Boden der Halle. An mehreren Stellen brennen kleinere Feuer. „Es gab eine Explosion. Dann habe ich einen Polizisten gesehen, der mit Körper- teilen und Blut bedeckt war“, sagte ein Augenzeuge dem Radiosender Russkaja Sluschba Nowostei. Der Beamte habe nur geschrien: „Ich habe überlebt, ich habe überlebt.“
      Ein weiterer Augenzeuge, Mark Green, sagte der BBC, zum Zeitpunkt der Explosion seien Tau- sende Menschen in dem Terminal gewesen. Sie seien aus dem Gebäude geströmt, einige seien blutverschmiert gewesen. „Ein Mann hatte zerrissene Jeans an, zwischen der Leiste und dem Knie war sein Oberschenkel blutüberströmt.“

      Domodedowo im Südosten von Moskau gilt als der modernste Flughafen der Stadt. Er wird von 77 Gesellschaften angeflogen, die Verbindungen zu 241 Orten im In- und Ausland anbieten. Die Zuverlässigkeit der dortigen Sicherheitsvorkehrungen gerieten aber bereits 2004 ins Zwielicht. Damals gelangten dort zwei Selbstmordattentäterinnen an Bord von zwei Flugzeugen, nachdem sie illegalerweise Tickets von Flughafenangestellten gekauft hatten. Sie sprengten sich während des Flugs in die Luft und rissen alle 90 Menschen in den Maschinen mit in den Tod. Bei einem Doppelanschlag im März 2010 wurden 39 Menschen in der Moskauer Metro getötet, mehr als 60 weitere wurden verletzt. Im Dezember 2009 waren bei einer Attacke auf einen Hochgeschwin- digkeitszug zwischen Moskau und Sankt Petersburg 26 Menschen ums Leben gekommen. Tschetschenische Rebellen, die eng mit den islamischen Faschisten von AlQaida zusammen- arbeiten, übernahmen damals die Verantwortung für die Tat.

      Medienberichten zufolge war die Bombe des Attentäters mit Schrauben und Metallkugeln gefüllt, um ihre Wirkung zu verstärken. Augenzeugen berichteten von schockierenden Szenen im Flug- hafengebäude. Polizisten fanden am Montagabend den Kopf des mutmaßlichen Attentäters. Es handele sich um einen Mann im Alter zwischen 30 und 35 Jahren mit südländischem Aussehen, sagte ein Ermittler der Nachrichtenagentur Interfax. Über die mögliche Identität war zunächst nichts bekannt.                                                                                                                                                          Einen Tag nach dem Anschlag meldete sich auch Premier Putin mit gewohnt kräftigen Formu- lierungen zu Wort. "Für dieses grausame und sinnlose Verbrechen werden die Terroristen büßen", sagte er. Die Vergeltung sei "unvermeidlich". Am Unglückstag hatte sich Russlands starker Mann für seine Verhältnisse auffallend zurückgehalten und Medwedew die Bühne über- lassen. Das russische Fernsehen zeigte Putin nur, wie er mit strengem Gesicht die Gesund- heitsministerin anwies, alle Verletzten persönlich im Krankenhaus aufzusuchen, um ihre optimale Versorgung zu garantieren. Aus dem Parlament hieß es, dass jetzt dringend ein Gesetz über die Einstufung von Terrorgefahren verabschiedet werden müsse. Es geht um die Einführung von Gefahrenstufen, vergleichbar mit dem amerikanischen System, in dem jede Alarmstufe durch eine Farbe – blau, gelb, rot – gekennzeichnet wird und somit die Einsatzkräfte koordiniert. Außerdem muss die Wachsamkeit der Bevölkerung erhöht werden. Diese Idee gibt es seit 1996, nach jedem Anschlag wird sie wieder aufgegriffen, aber umgesetzt wurde sie noch nie.

      Wie eine Quelle aus dem Sicherheitsdienst des Flughafens dem Nachrichtenportal Life News sagte, habe es schon eine Woche vor dem Anschlag Terrorwarnungen gegeben. Dabei sei sogar der Ort der Explosion genannt worden. Aber in den vergangenen Monaten wurde die Hälfte des Sicherheitspersonals entlassen zitiert Life News den Sicherheitsmann. Und die Polizei hatte nichts anderes zu tun, als Passagiere aus Mittelasien zu drangsalieren. Zwei regelmäßige Passa- giere des Flughafens Domodedowo bestätigten, dass die Polizisten auf dem Flughafen mit Vorliebe Tadschiken und Usbeken kontrollieren und ihnen für vermeintlich mangelhafte Doku- mente Schmiergeld abpressen. Gleichzeitig werde schon seit Jahren an dem Eingang, der vom Parkplatz in den Wartebereich führt, niemand kontrolliert, obwohl dort ein Metalldetektor steht. In letzter Zeit habe es auch an den anderen Eingangstüren keine Kontrollen mehr gegeben. Ich bin sehr oft hier, sagte einer der Passagiere. Die Polizei schert sich nicht um die Sicherheit. Für einen Terroristen ist es kein Problem, seine Bombe in den Flughafen und dort zur Explosion zu bringen.

      Die Vermutung, dass eine Frau den Anschlag verübt haben könnte, liegt nahe. Der letzte große Anschlag in Moskau wurde von Frauen am Morgen des 29. März 2010 verübt. Zwei Selbst- mordattentäterinnen sprengten sich an zwei U-Bahnstationen im Moskauer Zentrum in die Luft. Die Handschrift war sehr ähnlich: die Sprengsätze waren mit Nägeln und Abschnitten von Armaturen versetzt. Damals starben vierzig Menschen. In Russland hat man sich daran gewöhnt: ein Selbstmordattentat bedeutet, die Hintermänner im Kaukasus zu suchen. Deshalb wird haupt- sächlich die Version verfolgt, dass der Anschlag auf das Konto von Terroristen aus dem Kau- kasus gehen soll. Nach drei Männern kaukasischen Aussehens wird gefahndet. Im Kaukasus brodelt es schon seit vielen Jahren. Jeden Tag gibt es Morde, Schüsse, Bomben. Tschetschenien steht unter der Kontrolle von Ramsan Kadyrow, aber in Dagestan, Inguschetien und anderen Republiken herrscht de facto Krieg zwischen dem Untergrund und der offiziellen Führung. Nach dem Bombenattentat auf Domodedowo wird klar, dass Moskau wieder ins Visier der kauka- sischen Rebellen geraten ist. Der Terror ist zurückgekehrt.                                                                        siehe                                                                                                                                                                            http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/bombe-am-moskauer-flughafen-35-tote-medwedew-spricht-von-terror angriff_aid_593337.html                                                                                                                 http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/russland-putin-schwoert-rache-nach-anschlag-am-moskauer-flughafe n-_aid_593630.html                                                                                                                                                   http://nachrichten.rp-online.de/politik/putin-schwoert-nach-anschlag-rache-1.328948                                               http://www.rp-online.de/panorama/ausland/Deutsches-Opfer-arbeitete-in-Remscheid_aid_956367.html                   http://nachrichten.rp-online.de/politik/ich-bringe-euch-alle-um-1.328770                                                                     http://www.welt.de/politik/ausland/article12340051/Moskau-zahlt-einen-hohen-Preis-fuer-einfache-Loesungen.html http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12331588/Mehr-als-35-Tote-bei-Terroranschlag-in-Moskau.html         http://www.faz.net/s/RubF359F74E867B46C1A180E8E1E1197DEE/Doc~E593A292A22104847B7FE168AF5C30DD3~ATpl~E common~Scontent.html                                                                                                                                           http://www.sueddeutsche.de/politik/moskau-terrornschlag-auf-flughafen-ueberall-liegen-zerrissene-koerper-1.1050432 http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,741365,00.html                                                                                     http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-01/moskau-explosion-flughafen                                               http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/moskau-anschlag-flughafen                                                                     http://www.morgenpost.de/printarchiv/titelseite/article1521668/Terroranschlag-erschuettert-Russland.html             http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE70O0D120110125                                                                             http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Tod-in-der-Warteschlange-id4204300.html                                           http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Deutsches-Anschlags-Opfer-kommt-aus-NRW-id4205551.html         http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gcIC3s2HiyHjaarDPpBRl9VTIJ8g?docId=CNG.4700393e8e975a b496becb717ef5f66e.3e1                                                                                                                                         http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Ins-Gedaechtnis-der-Welt-zurueckgebombt-article2441396.html               http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2671137                                                                                     http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14784923,00.html                                                                                             http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/explosion-an-moskauer-flughafen/                                                         http://www.tagesschau.de/ausland/explosionmoskau108.html       siehe Video                                                         http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video847912.html     siehe Video                                                         http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video848232.html   siehe Video                               http://www.tagesschau.de/ausland/explosionmoskau102.html   siehe Video                                                           http://www.tagesschau.de/ausland/chronologieanschlaege100.html     siehe Video                                               http://www.tagesschau.de/ausland/anschlagmoskau134.html                                                                                     http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/entsetzen_ueber_anschlag_in_moskau_in_aller_welt_1.9209251.h tml                                                                                                                                                                           http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/acht_auslaender_unter_terror-opfern_in_moskau_1.9214376.html http://www.wz-newsline.de/home/politik/ausland/koelner-unter-den-toten-von-moskau-1.559518                             http://www.fnp.de/fnp/nachrichten/politik/terrorschock-in-moskau_rmn01.c.8616287.de.html                                     http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1241520/ZDFspezial-Anschlag-in-Moskau#/beitrag/video/1241520/ZDFs pezial-Anschlag-in-Moskau         siehe Video                                                                                                         http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1241468/Moskau-als-Ziel-internationalen-Terrors#/beitrag/video/12414 68/Moskau-als-Ziel-internationalen-Terrors       siehe Video                                                                                   http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1241506/Medwedews-Reformen-bekommen-Aufwind#/beitrag/video/1 241506/Medwedews-Reformen-bekommen-Aufwind siehe Video                                                                           http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/12/0,3672,8201388,00.html                                                                              

       

       

      Wohin treibt Nord-Afrika und die islamischen Staaten Marrokko, Tunesien, Lybien, der mittler- weile de facto in 2 Staaten getrennte Sudan, Somalia, Tschad, Nigeria, Jemen, Ägypten und andere Staaten, in denen korrupte, autoritäre Regime seit vielen Jahrzehnten ihr brutales, blutiges Unwesen treiben und die Mehrheit der Menschen in bittere Armut stürzen?

      Wird Tunesien tatsächlich das Fanal, das alle diese Staaten und mit ihnen den Islam in eine noch tiefere terroristische Krise stürzen und radikal-islamistische, faschistische Menschenverachtungs- diktaturen nach Vorbild des islamischen Gottesstaates Iran - dem Mutterland des islamischen Faschismus - entstehen?                                                                                                                                      In all diesen Ländern sind Terrororganisationen wie AlQaida, Hamas, Hisbollah u.a. nicht nur präsent, unterhalten Basen und Kampfgruppen. Es besteht die ganz realistische Gefahr der Entstehung eines Bündnisses islamischer Gottesstaaten nach den archaischen Grundsätzen z.B. der Taliban in Afghanistan, wo Frauen und Mädchen wieder zu ungebildeten, rechtlosen “Nicht-Menschen” gemacht werden sollen und ganz Nord-Afrika zur Basis für terroristische Anschläge im Rest der nicht-islamischen Welt wird.                                                                                  

      Ägypten: Die nächste Revolution?                         Regierung zeigt Härte gegen Demonstranten          Warnung an deutsche Touristen                                       Die Regierung Mubarak duldet keinerlei Aufruhr             Blutige Proteste in Kairo und Algier                                 Mubarak lässt Proteste niederschlagen                              “Wir bleiben, bis das System Mubarak gestürzt ist ...”     Die Polizei verhaftet hunderte Regimegegner                    Die Regierungsgegner haben ihre Angst verloren               Tausende widersetzen sich dem Demonstrationsverbot     “Bald werden wir Millionen sein”                                     Die Ägypter lassen sich von Tunesien zum Widerstand inspirieren                                                                        Wenn Mubarak fällt, wankt die islamisch arabische Welt “Der Tag des Zorns” ist in Ägypten noch lange nicht zu Ende                                                                                     Es ist die größte Protestwelle seit 30 Jahren                   Hosni Mubarak, der autoritäre Pharao kriegt langsam Angst                                                                                 

       

       

       

       

       

       

       

      Nach Tunesien liegt auch in Ägypten ein Umsturz in der Luft. Die Regierung von Präsident Husni Mubarak brachte im ganzen Land Tausende Polizisten gegen die Proteste in Stellung. Gestern kam es erneut zu Ausschreitungen. Gestern gab es wieder Tote, genau wie in Algerien und Marrokko. Jetzt begehren auch die Ägypter gegen Unfreiheit, Korruption und soziales Elend auf.                                                                                                                                                                                           Ein Demonstrant und ein Polizist starben im Zentrum der Hauptstadt Kairo, wie aus Sicherheits- kreisen verlautete. Sie wurden den Angaben zufolge von Steinen tödlich getroffen, die von bei- den Seiten geworfen wurden. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten bei den seit zwei Tagen andauernden Protesten gegen die Regierung auf sechs. Die Polizei nahm mehrere Journalisten fest. Ihnen werden die Behörden vor, die Massen aufgewiegelt und Chaos in den Straßen er- zeugt zu haben. In der Hafenstadt Suez setzten Demonstranten laut Augenzeugenberichten ein Gebäude der Stadtverwaltung in Brand. Auch die Parteizentrale von Mubaraks Partei in Suez sei mit Brandsätzen beworfen worden. Die Polizisten setzten Tränengas und Gummige- schosse gegen die Menge ein. Nach Angaben von Ärzten wurden in Suez mindestens 70 Men- schen verletzt.

      Die USA, Deutschland und die Europäische Union riefen die ägyptische Führung zur Mäßigung auf. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die Proteste seien «eine Gelegenheit für die Behör- den, sich den legitimen Sorgen der Bürger zuzuwenden.» Das Auswärtige Amt in Berlin ver- schärfte seine Reisehinweise. Empfohlen wird deutschen Touristen nun, Menschenansamm- lungen und Demonstrationen zu meiden. In den beliebten ägyptischen Urlaubsorten am Roten Meer war von den Unruhen nichts zu spüren. Allerdings sagten die Reiseveranstalter Ausflüge nach Kairo ab.                                                                                                                                                       Das Ägyptische Museum, ein Besuchermagnet, liegt direkt am Tahrir-Platz. Dort hatten sich gestern morgen 50 Menschen zu Protesten zusammengefunden, die Polizisten schlugen sofort zu. «Es wird niemandem erlaubt werden, Aufruhr zu schüren, Protestversammlungen abzuhal- ten oder Demonstrationen zu organisieren», sagte ein Sprecher des Innenministeriums.          

      In Ägypten gilt seit 1981 nach dem Attentat auf Mubaraks Vorgänger Anwar al-Sadat der Aus- nahmezustand. Großdemonstrationen werden von der Polizei normalerweise rasch beendet. Zu dem „Tag des Zorns“, der mit dem staatlichen „Tag der Polizei“ zusammenfiel, hatte eine Face- book-Gruppe mit 87.000 Mitgliedern aufgerufen. Die lebhaften Internet-Aktivisten sind in den vergangenen Jahren die entschiedensten Gegner des Regimes geworden. Die Veranstalter bezeichneten die Proteste als einen „Tag der Revolution gegen Folter, Armut, Korruption und Arbeitslosigkeit“. Sie sollten auch das Ende der Passivität einleiten. Muhammad ElBaradei, der frühere Chef der IAEA, unterstützte die Initiative. 40 Prozent der Ägypter leben mit weniger als 2 Dollar am Tag unter der Armutsgrenze.                                                                                                          Innenminister Habib Adli hatte vor dem Beginn der Proteste mit der Verhaftung der Aktivisten gewarnt. In einem Interview mit der Zeitung al-Ahram räumte er ein, dass der Impuls zu den Kundgebungen von der Jugend komme. Als „Propaganda“ tat er die Aussage ab, der Fall von Tunesiens Ben Ali sei ein Modell. Der Sicherheitsapparat werde dafür sorgen, dass die Straßen- proteste der Jugend ohne Wirkung blieben, kündigte er an. Lediglich kurze Proteste würden für eine kurze Zeit geduldet. Nach dem ägyptischen Gesetz müssen Kundgebungen genehmigt werden. Genehmigungen werden selten erteilt, so dass Kundgebungen meist illegal sind.          siehe  http://www.fnp.de/fnp/nachrichten/politik/aegypten-die-naechste-revolution_rmn01.c.8623838.de.html       http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,741873,00.html                                                                                 http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,741829,00.html                                                                                     http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E2A5CBE966D0E4E3A87E7CF425A73C00B~ATpl ~Ecommon~Scontent.html#B44AA51B82A34B4FAAFC5FE1DCCCC077                                                                   http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-aegypten-tunesiens-funke-springt-ueber-1.1051201-14                     http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-aegypten-dauern-an-wir-werden-millionen-sein-1.1051335                 http://www.focus.de/politik/ausland/kairo-erneut-tote-bei-protesten-in-aegypten_aid_594093.html siehe Video     http://www.focus.de/politik/ausland/aegypten-eu-begruesst-regierungskritische-demonstrationen_aid_594001.html   http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten232.html   siehe Video                                                                         http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio63796.html   höre Kommentar                                                   http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten220.html                                                                                               http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article1767923/Mubaraks-Rache-Polizei-verhaftet-hunderte-Regimegegner.h tml                                                                                                                                                                         http://www.rp-online.de/politik/ausland/Die-Aegypter-haben-die-Angst-verloren_aid_957215.html                             http://www.handelsblatt.com/politik/international/aegypten-ausschreitungen-immer-heftiger;2740822                     http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-proteste-mubarak   siehe Video                                           http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-protest-traenengas     siehe Video                                             http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-proteste-tote-suez     siehe Video                                                 http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/proteste-tunesien-aegypten-libanon-jordanien                                             http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/01/27/International/Naechtliche-Proteste-und-Krawalle-in-Aegypt en       siehe Video                                                                                                                                               http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE70P07D20110126                                                                             http://www.fr-online.de/politik/aegypter-lassen-sich-von-tunesiern-inspirieren/-/1472596/6785668/-/index.html         http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/wenn-mubarak-faellt-wankt-die-welt-article1100646.html                                 http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5irpPzkGe8IM-v6LrmaJBT26JKsRw?docId=CNG.06d6d15a127d dddfd2e978b9f5868ed3.341                                                                                                                                       http://www.mdr.de/nachrichten/8150891.html                                                                                                             http://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/der-aufstand-der-jungen/                                                                         http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/diebe-diebe-rufen-die-menschen/                                                           http://www.n-tv.de/politik/Schon-sechs-Tote-in-Aegypten-article2459351.html                                                         http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Region-ginge-in-Flammen-auf-article2462261.html                                   http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Aegypten-Wann-faellt-Mubarak-article2457891.html siehe Kommentar   http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/aegyptische_regierung_erstickt_neue_proteste_im_keim_1.92322 26.html                                                                                                                                                                     http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/aegypten_proteste_kairo_1.9217536.html   siehe Video           http://derstandard.at/1295570864213/Portraet-Hosni-Mubarak---Der-moderne-Pharao                                                 http://derstandard.at/1295570772488/Demos-gegen-Mubarak-Regierung-droht-mit-Haerte                                           http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/628289/Aegypten_Der-Anfang-vom-Ende-des-Regimes?_vl_backlink=/ home/politik/index.do                                                                                                                                             http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Regierung-will-Proteste-abwuergen--USA-stellen-sich-hi nter-Mubarak/story/17053415                                                                                                                                   http://www.welt.de/politik/ausland/article12355435/Proteste-gehen-weiter-Druck-auf-Mubarak-nimmt-zu.html         http://www.morgenpost.de/printarchiv/seite3/article1524438/Auf-der-Strasse-fuer-ein-anderes-Aegypten.html         http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,8202197,00.html                                                                               http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1243390/Das-System-Mubarak---Aufstand-in-Aegypten#/beitrag/video/1 243390/Das-System-Mubarak---Aufstand-in-Aegypten   siehe Video                                                                       http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1243524/Aegypten---ein-reformunfaehiges-System#/beitrag/video/1243 524/Aegypten---ein-reformunfaehiges-System     siehe Video                                                                               http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1242880/Mubarak-laesst-Proteste-niederschlagen-#/beitrag/video/1242 880/Mubarak-laesst-Proteste-niederschlagen-       siehe Video                                                                                       http://www.youtube.com/watch?v=PoienWQOgwo     siehe Video                                                                              

      Nachtrag

      Ägyptens Behörden kappen das Internet                            Massenproteste jetzt auch im Jemen                                 Das Pulverfass Ägypten steht vor der Explosion                 Massenverhaftungen bei der Opposition                             Straßenkämpfe für ein anderes Ägypten                            Heftige Feuergefechte zwischen Beduinen und der Polizei Die pseudo-Geschlossenheit der arabischen Welt ist schwer erschüttert                                                                          al-Baradai fordert Mubarak heraus                                     Die Proteste in Ägypten weiten sich immer mehr aus       Jemens Präsident Saleh: Ein Fan von Saddam Hussein      

      In Ägypten hielten die Proteste gegen das Regime von Staatspräsident Husni Mubarak an. In der Nacht hatten die Sicherheitskräfte die nicht genehmigten Demonstrationen brutal niederge- knüppelt. Webseiten wie Twitter, Facebook, aber auch SMS- und Maildienste sind blockiert. Textnachrichten konnten nicht mehr mit Blackberry versendet werden. Auch die Server für Web- seiten der ägyptischen Regierung und der US-Botschaft in Kairo waren offenkundig unterbro- chen. Ein Sprecher Mubarak behauptete dagegen, Facebook und Twitter seien nicht außer Betrieb gesetzt worden. Ägyptens Innenministerium hatte aber "entschlossene Maßnahmen" gegen die Massenkundgebungen angekündigt, die vor allem über das Internet organisiert wer- den. Vor den geplanten Massenprotesten nach dem Freitagsgebet hat Ägyptens Staatschef Mubarak das Internet in Kairo und anderen Gegenden unterbrechen lassen. Mehrere Anhänger der verbotenen Muslimbruderschaft wurden festgenommen. In der Nacht nahm die ägyptische Polizei nach Angaben eines Anwalts mindestens 20 Mitglieder der oppositionellen Muslimbruder- schaft fest. Unter ihnen sollen auch fünf frühere Parlamentsabgeordnete sein. Ein Vertreter der Sicherheitsbehörden sagte, die Behörden hätten eine Razzia angeordnet. Die verbotene Organi- sation hatte zuvor erstmals erklärt, sich an den Protesten nach dem Freitagsgebet zu beteiligen, die die größten seit dem Amtsantritt von Mubarak im Jahre 1981 werden sollen. Die Muslimbrüder fordern unter anderem die Auflösung des Parlaments, Verfassungsänderungen und die Freilas- sung von Demonstranten.

      Nach Angaben des ARD-Hörfunkstudios appellierte Ministerpräsident Ahmed Nazif an die Sicher- heitskräfte, Regierungsgebäude zuverlässig mit allen Mitteln zu schützen. Im Fernsehen erklärte der prominente Geschäftsmann Emad Adib, viele Unternehmer hätten in den vergangenen Tagen ihr Vermögen ins Ausland geschafft. Die Regierung hatte angekündigt, keine weiteren Proteste dulden zu wollen. Sondereinheiten der Polizei bezogen an strategisch wichtigen Plätzen Kairos Stellung. Die Opposition hatte für heute zu Massenkundgebungen in Kairo und anderen Städten aufgerufen. Mehrere Gruppen forderten die Bürger auf, nach dem Freitagsgebet von den Moscheen aus loszumarschieren. Auch die Christen sollten nach dem Kirchgang auf die Straße gehen. In Suez steckten Demonstranten eine Feuerwache in Brand und plünderten Waffen, die sie gegen Polizisten richteten. Im nördlichen Sinai gab es einen Schusswechsel zwischen mehre- ren hundert Beduinen und Polizisten.

      Die Sicherheitskräfte sollen für Freitagmittag Gebete in den meisten Moscheen im Zentrum von Kairo sowie in größeren Moscheen im Land verboten haben, um Versammlungen von Demon- stranten zu verhindern, berichtete die Website Akher al-Akhbar. Auch am Donnerstag war es wieder zu Protesten in Ägypten gekommen. In Kairo demonstrierten am späten Abend auf einer der Hauptstraßen mehr als 1000 Menschen. Zur selben Zeit traf Friedensnobelpreisträger Moham- med elBaradei am Donnerstagabend in der Hauptstadt ein. Der frühere Direktor der Internationa- len Atomenergiebehörde IAEA, der sich an die Spitze der Protestbewegung stellen will, bot sich als Chef einer Übergangsregierung an. Ägypten stehe an einem Scheideweg, sagte der 68-Jähri- ge. Bei seiner Ankunft in Kairo äußerte sich El Baradei zunächst nicht näher zu seinen Plänen. "Es ist ein Prozess", sagte er lediglich. Mit Blick auf die Staatsführung betonte der Diplomat: "Eine Hand ist ausgestreckt, aber die Führung muss verstehen, dass Wandel absolut notwendig ist." Es gebe keinen Weg zurück.

      Auch Barack Obama setzte Mubarak unter Druck. Er sei überzeugt, dass politische und wirt- schaftliche Reformen eine "absolut entscheidende Bedeutung" für Ägyptens Zukunft haben, sagte der US-Präsident in einem Interview. Er habe bei Mubarak wiederholt auf Reformen gedrun- gen. Zugleich wies Obama darauf hin, dass Mubarak ein enger Verbündeter "in einer Menge von bedeutenden Fragen" und ein Partner im arabisch-israelischen Friedensprozess gewesen sei. "Präsident Mubarak ist sehr hilfreich bei einer Reihe von schwierigen Angelegenheiten im Nahen Osten gewesen", sagte Obama. Die Proteste zeigen nach seinen Worten "aufgestaute Frustratio- nen" über die Lage der ägyptischen Gesellschaft. Es sei von grundlegender Bedeutung, dass Menschen in jedem Land frei seien, "ihre legitimen Beschwerden zum Ausdruck zu bringen". Mubarak selbst hat sich seit Beginn der Proteste am Dienstag nicht öffentlich gezeigt. Am Sams- tag soll er in Kairo die Internationale Buchmesse eröffnen.

      Der US-Präsident rief die ägyptische Regierung und die Demonstranten zu Zurückhaltung auf. "Gewalt ist nicht die Antwort, um die Probleme in Ägypten zu lösen", sagte er. US-Außenminis- terin Hillary Clinton bot am Donnerstag ihrem ägyptischen Kollegen Ahmed Abul Gheit in einem Gespräch die Unterstützung der USA bei Reformen an. Auch Clinton habe dabei deutlich ge- macht, dass angesichts der angespannten Lage Zurückhaltung und Dialogbereitschaft vonnöten seien, teilte ihr Sprecher Philip Crowley mit.

      Der Protest gegen autoritäre Regime im Nahen Osten hat nach Tunesien, Algerien und Ägypten nun auch den Jemen erreicht. In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa protestierten mindestens zehntausend Menschen gegen die Politik von Präsident Ali Abdullah Salih und forderten ihn zum Rücktritt auf. Sie skandierten: "König Abdullah - hier ist Ali Abdullah." Damit spielten sie auf die unrühmliche Flucht des langjährigen tunesischen Machthabers Zine al-Abidine Ben Ali zum sau- dischen König Abdullah. Saleh regiert das Land seit 32 Jahren. Die Hälfte der jemenitischen Bevölkerung lebt unter der absoluten Armutsgrenze von umgerechnet 1,50 Euro am Tag. Saleh hat als erste Maßnahme den Sold für die ihn stützende Armee erhöhen lassen.

      Eines aber ist allen Staaten von Marokko bis Syrien gemeinsam: Ihre Wirtschaft ist im Vergleich zu denen der europäischen Länder weit unterentwickelt. Selbst südeuropäische Problemstaaten wie Griechenland oder Portugal weisen eine erheblich höhere Wirtschaftsleistung und individuel- len Wohlstand auf als ihre Nachbarn auf der nicht weit entfernten südlichen Seite des Mittelmeers. Der Segen der arabischen Staaten, ein hohes Bevölkerungswachstum, ist zugleich ihr Fluch, denn die Wirtschaft wächst nicht mit. "Die Menschen in diesen Ländern können ihre Fähigkeiten oft nicht nutzen, denn es fehlt an wirtschaftlichen Perspektiven", sagt der Hamburger Physiker Gerhard Knies, der geistige Vater des Wüstenstrom-Projektes Desertec. Günstiger Strom aus Sonnenkraftwerken, so die Idee von Knies und dessen Mitstreitern, könnte die wirtschaftliche Entwicklung in Nordafrika und dem östlichen Mittelmeer stark voranbringen. Die politische und wirtschaftliche Situation der Mittelmeerstaaten Ägypten, Algerien, Jordanien, Libyen, Marokko, Syrien und Tunesien ist absolut katastrophal, dort herrschen totalitäre Autokraten. In allen diesen Ländern ist der Wohlstand ungerecht verteilt, gibt es Armut, kaum Frauenrechte, keine Meinungs- freiheit, keine organisierte demokratische Opposition, aber dafür viel Wut im Volk.                            Zumeist haben sich kleine Eliten abgekapselt und schöpfen den Reichtum aus Öl, Tourismus oder Bodenschätzen hemmungslos ab. In einigen dieser Staaten - wie in Ägypten oder Algerien - ist die Stimmung bereits aufgeheizt, Aufstände werden dort nur brutal von Militär und Geheim- diensten verhindert.

      "Der Begriff Flächenbrand wäre etwas zu hoch gegriffen, doch auf jeden Fall ist der Effekt in der ganzen arabischen Welt zu spüren", sagte Professor Dr. Henner Fürtig, Direktor des GIGA-Insti- tuts für Nahost-Studien über die Protestwelle. "Das heißt nun aber nicht, dass es in jedem einzel- nen Land von Mauretanien bis Irak zu Unruhen kommen muss", betont Fürtig, "aber gerade die Regime, die am meisten zu fürchten haben, nämlich die besonders langlebigen Autokratien, sind jetzt im Fokus ihrer Völker. Und da müssen wir auch mit weiteren Unruhen rechnen." Die Frage nach der Stabilität des Regimes in Ägypten sei auf jeden Fall anders zu veranschlagen als in Tunesien, weil die Armee in Ägypten noch sehr stark mit dem Regime verbunden sei - "und wir dürfen nicht vergessen, dass seit 1952 alle ägyptischen Staatschefs aus der Armee gekommen sind". Es komme jetzt darauf an, wie stark diese Unruhen zunehmen werden. "Falls sie tat- sächlich eine Dimension erreichen sollten, dass wir von täglichen Auseinandersetzungen aus- gehen müssen, dass dann nicht nur Kairo, Alexandria und Suez, sondern auch alle anderen ägyptischen Städte wie Ismailija, Assiut, Assuan betroffen sind, dann könnte sich irgendwann das Militär - das sich als Rückgrat des ägyptischen Staates empfindet, dazu berufen fühlen, die Dinge in die eigenen Hände zu nehmen", sagt der Hamburger Wissenschaftler. "Allerdings haben wir in Ägypten keine Tradition von Militärherrschaften wie früher in Südamerika - man würde wohl rasch wieder versuchen, die Macht wieder in zivile Hände zu geben. Aber das alles ist hoch- spekulativ."

      Die islamistische Muslimbruderschaft sei zwar mit Abstand die stärkste einzelne Oppositions- partei und mit deutlichem Rückhalt in der Bevölkerung - aber sie sei nur eine Stimme unter mehreren. "Seriöse wissenschaftliche Studien der vergangenen beiden Jahre gehen davon aus, dass ihr Potenzial bei freien Wahlen etwa bei 30 Prozent liegt", sagt Professor Fürtig. "Das ist noch lange keine absolute Mehrheit. Die Muslimbruderschaft hält sich auch sehr stark zurück; sie will auf keinen Fall als Urheber dieser Unruhen verstanden werden - das würde es dem Regime zu leicht machen, mit aller Härte und Repression gegen sie vorzugehen."                                            Eine dynastische Lösung mit Mubaraks Sohn Gamal als Nachfolger werde hingegen immer unwahrscheinscheinlicher - "wenn Mubaraks Macht zur Disposition steht, wird sich diese Frage von allein erledigen". Ägyptens Opposition sei durch die jahrzehntelange Repression schwach und zersplittert, "es gibt keine Integrationsfiguren, keine geeigneten Strukturen zur sofortigen Regierungsübernahme." Es werde wohl eine längere Übergangsphase geben, in der noch Kräfte des alten Regimes mitwirken. Henner Fürtig betont: "Eine lupenreine Demokratie werden wir innerhalb der nächsten Zeit in Ägypten ohnehin nicht zu erwarten haben."                                           siehe  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742101,00.html                                                                         http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,741982,00.html                                                                                       http://www.focus.de/politik/ausland/regierung-oppositionelle-in-aegypten-festgenommen_aid_594403.html             http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/aegypten-proteste-mit-aller-haerte-unterdrueckt_aid_594020.html       http://www.morgenpost.de/printarchiv/seite3/article1524438/Auf-der-Strasse-fuer-ein-anderes-Aegypten.html             http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article1770661/Volksproteste-greifen-auf-den-Jemen-ueber.html               http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article1767923/Praesident-Mubaraks-Antwort-auf-Proteste-ist-Gewalt.html     http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article12367266/Pulverfass-Aegypten.html                                   http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2792839_0_5379_-proteste-in-aegypten-reissen-nicht-ab.html                     http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten256.html   siehe Video                                                                           http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/kairo150.html                                                                                         http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video849470.html   siehe Video                                 http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video849476.html   siehe Video                                   http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video849496.html   siehe Kommentar                         http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video849494.html     siehe Kommentar                     http://nachrichten.rp-online.de/politik/protestwelle-erschuettert-aegypten-1.329318                                                     http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/elbaradei-aegypten-revolution                                                                   http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-proteste-regierung-reaktionen                                                     http://www.n-tv.de/politik/Aegypten-unterbricht-Internet-article2471641.html                                                               http://www.n-tv.de/politik/El-Baradei-fordert-Mubarak-heraus-article2464776.html                                                         http://www.n-tv.de/politik/Arabische-Welt-erschuettert-article2469476.html                                                                   http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,8202585,00.html                                                                                   http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1244634/El-Baradei-bietet-Uebergangsregierung-an#/beitrag/video/12 44634/El-Baradei-bietet-Uebergangsregierung-an       siehe Video                                                                               http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1243884/Aegypter-fordern-Mubaraks-Ruecktritt#/beitrag/video/1243884 /Aegypter-fordern-Mubaraks-Ruecktritt       siehe Video                                                                                                   http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1244028#/kanaluebersicht/1244028   siehe alle Videos http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/10/0,3672,8202346,00.html                                                                                 http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/ein-fan-von-saddam/                                                                                   http://www.stern.de/politik/ausland/tunesien-aegypten-und-jemen-arabische-welt-im-umruch-1648009.html               http://www.fr-online.de/politik/demokratie-funke-springt-auf-jemen-ueber/-/1472596/7130012/-/index.html                   http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hV2kYyeuxEA1SP_v1uikrdVTiPpQ?docId=CNG.580bdcee6127 a46d925f36794e093767.01                                                                                                                                               http://derstandard.at/1295571024005/Tausende-demonstrieren-Der-Bazillus-erfasst-den-Jemen                                    

      Nachtrag

      Die Zentrale der Mubarak-Partei brennt                             Präsident Mubarak stellt al-Baradei unter Hausarrest         Ägypten steht vor einer Zerreißprobe                                 Mubarak schickt Soldaten in die Hauptstadt                       Brennende Autos und Schüsse überall in Ägypten               Die Polizei soll jetzt gezielt auf Demonstranten schießen   Ägypten versinkt im blutigen Chaos                                   In Ägypten droht die iranische Entwicklung zum islamisch faschistischen Gottesstaat                                                 Jetzt ist das Schlimmste zu befürchten                             Was folgt nach dem Aufruhr der Massen?                           Nach der Fernsehrede: Den Ägyptern reichen Mubaraks Zugeständnisse nicht                                                         “Wir wollen, dass Mubarak geht ...”                                     Mubarak stemmt sich mit aller Macht gegen seinen Sturz Der Aufstand der Ägypter besitzt die gleiche Kraft wie der historische Auszug von Moses und den Juden                     Der Despot Mubarak verspricht unter dem Druck der Massen Demokratie und Reformen                                     Die Regierung wurde ausgetauscht                                     Ein vielleicht unbewusst manipuliertes Volk versucht den Aufstand und die Revolution                                              Die Proteste können in die totale Anarchie führen             Mubaraks Macht beginnt zu bröckeln                                 Bisher über 100 Tote beim Volksaufstand                           Bringen die Tage des Zorns Ägypten die ersehnte Freiheit und Gerechtigkeit oder eine noch düstere Finsternis         Immer mehr Soldaten verbrüdern sich mit den Demonstranten                                                                  Panzer stehen vor Mubaraks Regierungspalast                   Aufruhr in Ägypten: Dem Volk reicht Mubaraks Regierungsumbildung nicht                                                Kein arabisches Regime kann sich jetzt mehr sicher fühlen Ägyptische Polizei nimmt den Friedensnobelpreisträger alBaradei ins Visier                                                             Sinnlose Zerstörungswut: Mumien im ägyptischen Museum zerstört, Plünderungen in Wohn- und Geschäftsvierteln       Verantwortungsloser Tourismus nach Ägypten boomt       Ägypten verbietet den Sender Al Dschasira                       Massenhaft Gefängnisausbrüche, Schwerstkriminelle, poli- tische Gefangene und islamische Faschisten sind frei        

      Seit 17 Uhr gilt in Ägypten eine Ausgangssperre - doch die Demonstranten weichen nicht. Die Polizei hat hart auf die Proteste reagiert, Dutzende Menschen wurden verletzt. Nun droht die Lage zu eskalieren: In Kairo sind Explosionen und Schüsse zu hören. Die ägyptische Staatsführung will die Massenproteste ersticken: Die Sicherheitskräfte haben den Befehl scharf zu schießen, mit Wasserwerfern und Gummigeschossen sollen die Demonstranten auseinandergetrieben werden. Augenzeugen berichten von vielen Verletzten, es soll auch Tote gegeben haben. Bereits am Mor- gen wurde der Internetzugang komplett landesweit gekappt, was schlagartig den Handel und die Tourismusindustrie faktisch zum Erliegen brachte. Journalisten können daher nur noch stark ein- geschränkt von den Brennpunkten in Ägypten berichten und sehen sich mit aggressiven Sicher- heitskräften konfrontiert, die ihnen jede Berichterstattung verbieten. Panzer fahren in Suez ein. Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters sieht sie auf den Straßen der Stadt, wo es in den vergangenen Tagen heftige Zusammenstöße gegeben hat.

      Live-Bilder von al-Dschasira zeigen: Die Zentrale der regierenden Nationaldemokratischen Partei in Kairo brennt. Das Staatsfernsehen bestätigte, dass das Gebäude angezündet worden sei. In der ägyptischen Hauptstadt sind laute Explosionen und Schüsse zu hören - und die lauten Protestrufe der Demonstranten.                                                                                                                           Der unter Druck geratene ägyptische Präsident Husni Mubarak will offenbar zu seinem Volk spre- chen. Für Freitagabend wird eine Ansprache Mubaraks erwartet. Die Protestteilnehmer fordern den Rücktritt des seit 30 Jahren regierenden Präsidenten.                                                                          In Kairo ist es dunkel geworden, die Ausgangssperre gilt seit einigen Minuten. Doch die Proteste ebben nicht ab. Auf einer Brücke im Herzen der ägyptischen Hauptstadt versuchen Demonstran- ten einen gepanzerten Wagen in den Nil zu schieben. Das gelingt nicht, sie zünden das Fahrzeug an.                                                                                                                                                                                Nach Auseinandersetzungen mit der Polizei haben Regierungskritiker in der ägyptischen Hafen- stadt Alexandria den Sitz des dortigen Gouverneurs in Flammen gesetzt. Reporter der Nachrich- tenagentur AFP berichten, dass aus dem brennenden Gebäude riesige Rauchsäulen in den Him- mel steigen. Zudem haben zahlreiche Demonstranten ein Polizeirevier im Stadtzentrum gestürmt.

      Tausende Demonstranten sind kurz davor, den Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo einzunehmen. Sie tragen Transparente und auch Metallteile, um sich zu schützen. Sie lassen sich nicht ein- schüchtern. "Das Tränengas scheint ihnen egal zu sein." Meter für Meter kämpfen sich die Pro- testierenden vor. Die Polizei scheint nicht länger bereit, gegen die Massen anzukämpfen.               Demonstranten in Kairo erheben schwere Vorwürfe gegen die Polizei. "Die Polizisten haben uns geschlagen", sagt ein junger Mann der Nachrichtenagentur AFP. Seine Hose ist zerrissen, er trägt einen provisorischen Verband, der mit Blut getränkt ist. Ein anderer junger Mann erklärt, im Zen- trum habe es 60 Verletzte gegeben. Sie würden nach und nach mit Krankenwagen abtranspor- tiert. Der Sender al-Dschasira zeigt Bilder von Demonstranten, die zu einem Wagen strömen, der offenbar dem Militär gehört. Einige steigen auf das Dach, sie jubeln den Insassen zu. Sind es Soldaten? Protestierende hatten zuvor gerufen: "Wo ist die Armee, um uns zu schützen? Kommt und seht, was die Polizei mit uns macht."

      Augenzeugen zufolge ist bei Zusammenstößen mit der Polizei in der Stadt Suez östlich von Kairo sei ein Taxifahrer erschossen worden. Demonstranten hätten die Leiche eines Mannes durch die Straßen getragen, heißt es. Dabei habe einer aus der Gruppe gerufen: "Sie haben meinen Bruder getötet." Den Berichten zufolge starb der etwa 30 Jahre alte Mann, als die Sicherheitskräfte ver- suchten, eine Kundgebung mit tausenden Menschen aufzulösen. Die Demonstranten hätten dabei mehrere Polizeifahrzeuge und einen Polizeiposten angezündet. Demonstranten seien darauf in das Gebäude eingedrungen und hätten sich der dort gelagerten Waffen bemächtigt.      Über al-Dschasira laufen weitere Bilder aus Suez: Die Demonstranten haben ein gepanzertes Fahrzeug angezündet, Flammen schlagen aus dem Inneren, dicker Rauch steigt auf. Ein weiterer Wagen kann entkommen und fährt mitten in die Menschenmenge, die Protestierenden weichen zurück.                                                                                                                                                                          Eine Reporterin von al-Dschasira berichtet von den Auseinandersetzungen im Zentrum von Kai- ro: Die Polizei versuche, die Demonstranten mit Tränengas auseinander zu treiben. "Es regnet Tränengasgranaten." Die Situation in der Hauptstadt sei wie eine Kriegszone.                                   Dramatische Szenen von der Brücke des 6. Oktober im Herzen von Kairo: Demonstranten werfen Steine auf gepanzerte Wagen der Polizei, die Beamten antworten mit Brutalität und schießen in die Menge mit Tränengas. Blutende Demonstranten laufen vor der Kamera des Senders al-Dscha- sira, viele Verletzte liegen auf der Straße, werden von anderen Menschen versorgt. Der Sender berichtet, ein Mensch soll gestorben sein.                                                                                                       Die Demonstranten in Kairo haben offenbar eine wichtige Brücke im Zentrum der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Im Sender al-Dschasira war zu sehen, wie sie ein gepanzertes Fahrzeug von der Brücke vertrieben haben. Die Demonstranten waren zuvor immer näher an den Polizeiwagen herangerückt und hatten Steine geworfen. Schließlich drehte das Fahrzeug und verschwand. Es sollen auch Polizeifahrzeuge in Brand gesetzt worden sein.

      Die ägyptische Regierung stört das Internet nach Ansicht eines Experten in bisher noch nicht da- gewesenem Ausmaß. "Nach unseren Informationen sind rund 98 Prozent des Internets nicht mehr verfügbar in Ägypten, das ist eine Premiere in der Internet-Geschichte", sagte Rik Ferguson von der drittgrößten Internet-Sicherheitsfirma Trend Micro am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Die Internet-Blockade in Ägypten gehe deutlich weiter als ähnliche Vorfälle in Iran oder in Birma in den vergangenen Jahren. Die Regierung will damit die Proteste im Land eindämmen.      In Kairo haben Hunderte Demonstranten ein spontanes Gebet auf den Straßen begonnen. Quer über die Breite der gesamten Straßen stehen Gläubige in Dutzenden Reihen hintereinander und beten gemeinsam. Eine Korrespondentin von al-Dschasira berichtet, dass die Lage in Alexandria weiter eskaliert. Auch dort sind tausende Demonstranten gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Sie sehe beim Blick aus ihrem Fenster Gebäude brennen und höre die Sirenen von Krankenwagen.

      Al-Arabija meldet, dass auch unter den Polizisten Sympathisanten der Opposition sind. Einige hätten in Kairo ihre Uniformen ausgezogen und sich den Demonstranten angeschlossen.              Al-Dschasira zeigt neue Fernsehbilder aus Suez: Hunderte versammeln sich auf den Straßen der Stadt, halten Protestplakate hoch. Die Polizei bildet eine Wand, um die Demonstranten aufzuhal- ten, allerdings sieht es so aus, als ob die Beamten zurückweichen müssten. Ein Augenzeuge berichtet, überall sei Rauch.                                                                                                                                  Der Fernsehsender Al-Dschasira zeigt dramatische Bilder der Massendemonstrationen in Kairo: Die Polizei feuert Tränengasgranaten in die Luft, fährt mit gepanzerten Wagen durch die Straßen. Im Hintergrund heulen Sirenen. Demonstranten reißen Absperrgitter herunter und rufen "Allahu akbar" - "Gott ist der Größte".                                                                                                                              Die ägyptische Regierung schaltet nach dem Internet auch alle Mobilfunknetze ab, um die massi- ven Proteste einzudämmen. Alle Mobilfunk-Betreiber in Ägypten seien angewiesen worden, den Betrieb in ausgewählten Regionen einzustellen, teilt der Telekom-Konzern Vodafone auf seiner Website mit. Die ägyptischen Behörden seien per örtlichem Gesetz dazu berechtigt, "und wir sind verpflichtet, uns dem zu beugen", betonte das britische Unternehmen.              

      Augenzeugen berichten laut Nachrichtenagentur Reuters, dass Zehntausende im ganzen Land auf die Straßen gegangen sind. Nicht nur in Kairo, auch in Alexandria, Mansoura, Suez und Aswan demonstrieren die Menschen und rufen "Nieder mit Mubarak".                                                   In den Straßen von Kairo patrouillieren gepanzerte Fahrzeuge, Soldaten feuern laut Augenzeu- gen Schüsse in die Luft, um die Demonstranten zu zerstreuen. Diese harren aber aus. Ein Jour- nalist der britischen Zeitung "Guardian" berichtet, die Stadt sei wie eine "Kriegszone".                   Die Polizei hatte zudem angekündigt, die für Freitagnachmittag geplanten Protestdemonstratio- nen in Ägypten notfalls mit brachialer Gewalt verhindern zu wollen. "Die Polizei hat klare Anwei- sungen erhalten, jede Demonstration zu verhindern und notfalls auch direkt auf mögliche De- monstranten zu schießen", hieß es aus ägyptischen Sicherheitskreisen. Auf den großen Plätzen von Kairo fuhren am Vormittag gepanzerte Truppentransporter der Polizei auf.                                  

      Die Ägypter haben Geschichte geschrieben, und sie scheinen es zu spüren. Am Tag, nachdem sie durch ihre Massenproteste den Präsidenten dazu genötigt haben, die Regierung aufzulösen, herrscht jedenfalls Hochstimmung auf Kairos Straßen. Vor dem Fernsehgebäude am Nil stehen Panzer der Armee und sichern das strategisch wichtige Gebäude. Trotzdem scheint die Atmos- phäre am frühen Nachmittag weder angespannt noch gefährlich. Menschen gehen auf der gesperrten Straße spazieren, machen Fotos von sich und den Soldaten. Eine junge Frau steigt gar auf einen Panzer und posiert für ein Foto. Es herrscht fast Volksfeststimmung. "Das ist der Berlin-Moment der arabischen Welt", sagt Fawaz Gerges, Professor für den Nahen Osten an der London School of Economics, dem "Guardian".                                                                                            In Kairo herrschen zur selben Zeit noch das große Erstaunen und die Verwunderung darüber, etwas geschafft zu haben, was vor ein paar Tagen so gut wie unmöglich schien. Das ägyptische Volk hat die Regierung Mubarak ins Wanken gebracht. Doch Mubarak klammert sich weiter an die Macht. Nach der nächtlichen Ausgangssperre sind die Straßen der 18-Millionen-Einwohner- Metropole wieder voll. Viele Einwohner fahren durch ihre Stadt, um sich mit eigenen Augen anzusehen, was in der Nacht zuvor geschehen ist. Im Stadtteil Mohandessin brennen noch immer Gebäude. Einige Läden wurden geplündert, aber die Lage ist relativ ruhig. Die Post, Tank- stellen und Bäckereien sind geöffnet. Auf den Hauptstraßen der Stadt patrouilliert die Armee, von der Polizei ist nichts mehr zu sehen. Die Sicherheitskräfte hatten sich am Abend zuvor aus der ganzen Stadt zurückgezogen. Es gibt weder Straßenpolizisten, die den Verkehr regeln noch Sicherheitskräfte, die Gebäude schützen. Ein paar Kilometer nördlich vom Fernsehgebäude ent- fernt stehen Fünf-Sterne-Hotels und die riesigen Orascum-Türme mit Bars und Kinos der Familie Sawiris, einer der reichsten des Landes. "Direkt dahinter erstrecken sich Armenviertel mit Menschen, die tagtäglich zusehen müssen, wie über ihren Köpfen wilde Partys gefeiert werden, mit Alkohol und leicht bekleideten Mädchen", sagt Mohammed. "Was soll passieren, wenn diese Menschen sich entscheiden, auf die Straße zu gehen und sich ihr Recht zu holen?"

      Seine Sorge teilen viele. In den Stadtvierteln bilden sich Gruppen von Anwohnern, die Bürger- wehren organisieren. "Wir müssen Geschäfte und Häuser verteidigen. Es macht ja niemand anders mehr", sagt Ahmed Abdel Nabi, der auf der Hauptinsel Zamalek einen Gemüseladen besitzt. Alle bereiten sich auf die kommende Nacht vor, denn niemand kann sagen, wie sicher und stabil das Land am Nil nun noch ist. Vor Abdel Nabis Geschäft versammeln sich kurz vor 16 Uhr, dem Beginn der erneuten Ausgangssperre, einige Dutzend Frauen, Jugendliche und ältere Männer. Sie werden von einem Soldaten instruiert und nehmen Stöcke in die Hände, mit den sie vor Geschäften, Hauseingängen und an strategisch wichtigen Punkten stehen werden, um Ein- dringlinge aufzuhalten. Die Angst vor Chaos und vor einem unkontrollierbaren Machtvakuum ist bei den Menschen groß. Niemand weiß, wie es weitergehen wird. Die Rede des Präsidenten in der Nacht zuvor hat die Menschen bitter enttäuscht. Oft war Husni Mubarak von Gegnern vorge- worfen worden, in einer Parallelwelt zu leben und die Sorgen des Volkes nicht zu verstehen. Sein Auftritt kurz vor Mitternacht war dafür eine ungewollte Bestätigung. Als ob er die Rufe seines Volkes nicht gehört habe, ließ er verlauten, dass er bemüht sei, Reformen einzuleiten, und die Regierung auflösen würde. Kein Wort über seinen eigenen Abtritt - frei nach dem Motto: Ein Pharao tritt nicht ab, auch dann nicht, wenn Zehntausende seiner Bürger seine Demission fordern. Ägypten ist nicht mehr das gleiche Land, das es noch vor einer Woche war. So viel steht fest.                                                                                                                                                                              siehe  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742179,00.html                                                                           http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742357,00.html                                                                                       http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742362,00.html                                                                                         http://www.sueddeutsche.de/politik/massenproteste-in-aegypten-mubarak-verhaengt-ausgangssperre-1.1052666     http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-eskalation-in-aegypten-mubarak-tauscht-regierung-aus-1.1052827             http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1103509                                                                                                       http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1103002                                                                                                         http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-freitagsgebet-proteste-sicherheitskraefte                                   http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-protest-kairo-3                                                                           http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-demonstrationen-mubarak   siehe Video                                 http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/mubarak-regierung-aegypten                                                                     http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-suleiman-mubarak                                                                     http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-unruhen-gefaengnisse                                                                 http://www.stern.de/politik/ausland/massenproteste-in-aegypten-regime-verhaengt-ausgangssperre-militaer-greift-ein -1648151.html                                                                                                                                                                 http://www.stern.de/politik/ausland/massenproteste-in-aegypten-eskalieren-kampf-um-kairo-1648290.html               http://www.stern.de/politik/ausland/aufstand-in-aegypten-mubaraks-macht-broeckelt-1648412.html                               http://www.abendblatt.de/politik/article1771768/Zentrale-der-Regierung-brennt-Schuesse-im-Zentrum-von-Kairo.html http://www.focus.de/politik/ausland/aegypten-regierung-verhaengt-ausgangssperre_aid_594673.html siehe Video http://www.focus.de/politik/ausland/staatspraesident-mubarak-kuendigt-neue-regierung-an-_aid_594763.html           http://www.focus.de/politik/ausland/kairo-polizei-nimmt-el-baradei-ins-visier_aid_594562.html                                     http://www.welt.de/politik/ausland/article12372790/Brennende-Autos-und-Schuesse-in-Aegyptens-Hauptstadt.html   http://www.welt.de/politik/ausland/article12377670/Protestler-Wir-wollen-dass-Mubarak-geht.html                             http://www.welt.de/politik/ausland/article12382432/Das-westliche-Dilemma-mit-dem-Aufbruch-Aegyptens.html         http://www.welt.de/print/wams/politik/article12385817/Staerken-die-Unruhen-am-Ende-den-Iran.html                       http://www.welt.de/print/wams/politik/article12385816/Das-Staunen-der-Aegypter.html                                                 http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E7F915851767D440FA1CBDA03AA3A3129~ATpl ~Ecommon~Sspezial.html   siehe Video                                                                                                                   http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~EF2718E18192D420EB08BAC8354EA769E~ATpl~ Ecommon~Scontent.html                                                                                                                                             http://www.faz.net/s/RubB4457BA9094E4B44BD26DF6DCF5A5F00/Doc~E16B297237B20482A9CE0ABDB49761B38~ATpl~ Ecommon~Scontent.html                                                                                                                                               http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/sie-singen-die-tunesische-hymne/                                                           http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/willkommen-in-der-neuen-welt/                                                                 http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,8202585,00.html?dr=1     siehe Video                                                 http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,8202585,00.html   siehe alle Videos                                                   http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/7/0,3672,8204455,00.html siehe Video                                                               http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1246454/Aegypten-Tausende-Haeftlinge-geflohen#/beitrag/video/1246 454/Aegypten-Tausende-Haeftlinge-geflohen   siehe Video                                                                                           http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14802186,00.html                                                                                             http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14802915,00.html                                                                                               http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14799209,00.html     siehe Kommentar                                                                 http://www.n-tv.de/politik/Mubarak-laesst-sein-Volk-verpruegeln-article2471641.html                                                   http://www.n-tv.de/politik/Aegypten-droht-iranische-Loesung-article2476141.html                                                     http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Aegypten-ist-Nummer-zwei-in-Afrika-article2477486.html siehe Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Wut-und-Gewalt-eskalieren-article2480601.html   siehe Video               http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Aegypten-hat-keine-grosse-Wahl-article2481521.html   siehe Video           http://www.n-tv.de/politik/Lage-in-Kairo-voellig-unklar-article2486581.html                                                                   http://www.fr-online.de/politik/tote-beim--tag-des-zorns-/-/1472596/7130732/-/view/asFirstTeaser/-/index.html               http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE70R0D220110128                                                                                   http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/629383/ElBaradei_Der-Diplomat-als-Revolutionsfuehrer?direct=62816 2&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do&selChannel=                                                                             http://www.tagesschau.de/ausland/elbaradei108.html                                                                                                 http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten302.html   siehe Video                                                                         http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video850068.html   siehe Video                                   http://www.tagesschau.de/ausland/israelmuslimbruderschaft100.html                                                                         http://www.tagesschau.de/kommentar/aegypten300.html     siehe Kommentar                                                         http://www.tagesschau.de/ausland/aegytpenreisehinweis106.html                                                                             http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten346.html   siehe Video                                                                             http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/aegyptische_behoerden_bereiten_sich_auf_neue_protestwelle_vor_1.92513 46.html     siehe Video                                                                                                                                                 http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/mubarak_macht_geheimdienstchef_zu_vizepraesidenten_1.92692 02.html                                                                                                                                                                       http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/pluenderer_zerstoeren_mumien_im_aegyptischen_museum_1.92 70832.html                                                                                                                                                                     http://derstandard.at/1295571014797/Portraet-Mohamed-ElBaradei-Hoffnung-der-Opposition                                         http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/PORTRAeT-Vom-internationalen-Parkett-auf-Kairos-Strassen-1528215381 http://nachrichten.rp-online.de/politik/aufstand-der-aegypter-1.329594                                                                         http://www.ftd.de/politik/international/:chronologie-aufruhr-in-aegypten-mubarak-klammert-sich-an-die-macht/600044 05.html                                                                                                                                                                           http://www.morgenpost.de/kommentar/article1527021/Die-Menschen-am-Nil-fordern-Zukunft.html siehe Kommentar http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article1527612/Das-Ende-der-Apathie-das-Volk-will-die-Geschichte-Aegy ptens-neu-schreiben.html                                                                                                                                             http://www.suedkurier.de/news/kommentare/kommentare/Die-Wut-der-Strasse;art411651,4699826 siehe Kommentar http://www.derwesten.de/nachrichten/kommentar/Das-Kartenhaus-bricht-zusammen-von-Jan-Jessen-id4214112.html   siehe Kommentar                                                                                                                                                       http://www.derwesten.de/leben/reise/Auswaertiges-Amt-aendert-Reisehinweis-fuer-Aegypten-id4210162.html             http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-sind-historische-tage/3776642.html     siehe Kommentar                               http://www.tagesspiegel.de/zeitung/panzer-vor-mubaraks-palast/3785610.html                                                         http://www.tagesspiegel.de/politik/urlauber-koennen-umbuchen-/3785552.html                                                           http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-politik/revolution-der-arabische-fruehling;2741470 siehe Kommentar                                                                                                                                                                   http://www.freitag.de/politik/1104-eine-unzaehmbare-wut                                                                                             http://www.20min.ch/news/ausland/story/22804620     siehe Kommentar                                                                   http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/schafft-aegypten-den-weg-in-die-freiheit-article1103431.html                               http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Druck-auf-Aegyptens-Praesident-Mubarak-waechst-id4221928.html       http://www.magdeburger-nachrichten.de/archives/19736/aegyptische-geschichte-durch-demonstranten-geschaendet/ http://www.fr-online.de/politik/angst-vor-den-muslimbruedern/-/1472596/7129982/-/index.html                                     http://kurier.at/interaktiv/kommentare/2068752.php                                                                                                       http://orf.at/stories/2039257/2039247/                                                                                                                             http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3856&Alias=wzo&cob=541275                                             http://www.blick.ch/news/ausland/mubarak-wie-lange-noch-165634                                                                             http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/629497/Die-drei-Optionen-Mubaraks   siehe Kommentar http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2674705                                                                                       http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14804689,00.html                                                                                                

      Nachtrag

      Das ist ganz typisch für die islamische Herrenmenschen-Mentalität, für den islamischen Faschismus, mit Gewalt und Anarchie Chaos erzeugen und so die eigene Macht ausweiten oder sichern

      Totale Anarchie in Kairo: "Mubarak will Ägypten brennen sehen" um so die eigene Unentbehrlichkeit zu beweisen    Jetzt schon über 150 Tote bei Massenprotesten                 Mubarak versucht den Druck der Menschen von der Straße zu bringen - Ausweitung der Ausgangssperre                       6000 Strafgefangene aus der Haft illegal freigelassen bzw. entkommen                                                                       Kampfjets donnern über Kairos Himmel                             Weitreichender Kunstraub im ägypitischen Museum         Mubarak handelt wie eine Symbiose aus Hitler und Nero: Sein Reich wankt brennend dem Untergang entgegen         Das Militär ist nicht der Feind des Volkes, sagt das Volk   Den USA fehlt jeder Kontakt zur Opposition                     Amerikas Ansprechpartner bleibt Mubarak                       Obama und Clinton angesichts der Lage rat- und tatenlos  Die Armee erklärt eindeutig jeden Gewaltverzicht            

      Geöffnete Gefängnisse, Plünderungen, Brandstiftungen: Der politische Protest der Ägypter droht in Chaos und Anarchie zu versinken. Verantwortlich dafür sei das Regime selbst, behaupten die Demonstranten. Die Bilder der Gewalt, so ihr Vorwurf, sollen ihren Aufstand diskreditieren.            Der Mann hat Angst um sein Leben. Seine Stimme zittert, als er im ägyptischen Privatsender al-Mekhwa spricht. "Ich kann meinen Namen nicht nennen. Sie werden mich in tausend Stücke reißen, wenn sie erfahren, dass ich geredet habe." Er sei dabei gewesen, erzählt der Polizist, wie in der Nacht zum Samstag das Tura-Gefängnis im Süden von Kairo geöffnet und 3500 Häftlinge freigelassen wurden. Auch im Wadi Natrun, zwischen Kairo und Alexandria, berichteten ihm Kollegen, seien mindestens 4000 Gefangene befreit worden. Der Befehl an die Beamten lautete überall, sich zurückzuziehen. "Wir sollten nach Hause gehen. Ich schwöre bei Gott, genau das wurde uns befohlen."                    

      Es sind Szenen, wie sie Ägypten seit dem Volksaufstand gegen die britische Besatzung vor einem halben Jahrhundert nicht mehr gesehen hat; Szenen, die nichts mehr gemein haben mit jenem moderaten und faszinierenden Ägypten, das dem Westen bislang als Garant regionaler Stabilität galt und Millionen von Touristen aus aller Welt anzog. Bilder von verwüsteten Straßen- zügen, Plünderern und Brandstiftern erinnern eher an den Nachkriegs-Irak, wo die Mobs das Sagen hatten - und nicht mehr die staatlichen Sicherheitskräfte. Dabei verdichten sich die Hinwei- se, dass ein Großteil der Gewalt vom Regime selbst initiiert wurde, um die Auseinandersetzungen bewusst eskalieren zu lassen. Was zunächst wie eine Verschwörungstheorie klang, wird mitt- lerweile nicht nur von Augenzeugen und seriösen Analysten, sondern sogar von Leuten des ägyptischen Establishments bestätigt.                                                                                                              "Es ist klar, dass die Bilder ausartender Gewalt dem Regime nutzen", sagt etwa Tarek Heggy, ein ehemaliger Manager und Politikprofessor, der sich schon vor Jahren auf die Seite der Mubarak- Kritiker geschlagen hat. "Mit diesen Bildern kann der Präsident sein hartes Vorgehen gegen die Demonstranten rechtfertigen, vor allem gegenüber dem Ausland. Er bekommt die beste Entschul- digung geliefert, warum er nicht zurücktreten darf und soll."                                                                     

      Das Ägyptische Museum in Kairo wurde geplündert - von den eigenen Wachleuten. Das liegt auch an den geringen Löhnen, sagt die ehemalige Museumsdirektorin Wafaa el-Saddik: Das Museum in Memphis und seine Magazine wurden am Samstag früh komplett ausgeraubt. Die Verantwortlichen dort haben mich in ihrer Verzweiflung angerufen und gefleht: "Rette uns, mach etwas." Ich habe zunächst die Polizei angerufen, aber die hat nicht reagiert. Dann habe ich einen Armeegeneral alarmiert, den ich kenne. Aber es war bereits zu spät. Mit den Museen in Luxor und Assuan habe ich telefoniert, dort ist nichts passiert. Das größte Problem ist der mangelhafte Schutz unserer Museen überhaupt. Das Ägyptische Museum in Kairo und alle Museen in Ägypten sind überhaupt nicht versichert. Ich habe viele Jahre lang verlangt, dass das geschieht – ohne jeden Erfolg.

      Laut Angaben der ägyptischen Botschaft in Tel Aviv bereitet der Staatspräsident Husni Mubarak offenbar seine Flucht ins Exil nach Israel vor. Zuvor hatte er sich vergeblich um eine Aufnahme ins Exil nach Saudi-Arabien bemüht. Dies teilte der arabische Fernsehsender Al Jazeera am 30. Januar mit. Israel treffe bereits Vorkehrungen, den ägyptischen Staatschef aufzunehmen. Das ägyptische Fernsehen dementierte unterdessen Gerüchte, nach denen Gamal Mubarak, der Sohn des Staatschefs, nach London geflohen sei.                                                                                                   siehe  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742498,00.html                                                                       http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742501,00.html                                                                                           http://www.stern.de/politik/ausland/mubarak-harrt-weiter-aus-massenproteste-in-aegypten-fordern-150-menschenlebe n-1648766.html                                                                                                                                                             http://www.stern.de/politik/ausland/aegyptens-gefaengnisse-nicht-mehr-sicher-schwerverbrecher-und-islamisten-auf- der-flucht-1648672.html                                                                                                                                                   http://www.fr-online.de/politik/kampfjets-donnern-ueber-kairo/-/1472596/7136848/-/index.html                                   http://www.suite101.de/content/aegypten-husni-mubarak-plant-offenbar-flucht-ins-exil-a99651                                   http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/interview-el-saddik                                                                                     http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/boulevard_nt/article12389118/Pluenderer-im-Aegyptischen-Museum .html                                                                                                                                                               http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gSY4liX_gtkNN6J6zAXaI5tjiOVw?docId=CNG.b57214b00ded9d eb4c133763987fa0a6.731                                                                                                                                               http://www.welt.de/politik/ausland/article12386159/USA-sollen-Unterstuetzung-fuer-Mubarak-beenden.html               http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/baradei-kairo-demonstration                                                                       http://www.abendblatt.de/politik/article1771768/El-Baradei-Auftrag-erhalten-nationale-Einheit-zu-schaffen.html         http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/wir-gehen-nicht-er-geht/                                                                             http://derstandard.at/1295571194384/In-der-Bevoelkerung-Beliebte-Armee-verhasste-Polizei                                       http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/al-baradei_spricht_zu_demonstrierenden_auf_tahrir-platz_1.9281 331.html                                                                                                                                                                       http://www.sueddeutsche.de/politik/krise-in-aegypten-mubarak-will-die-buerger-von-der-strasse-holen-1.1053185       http://www.topnews.de/aegypten-6000-haeftlinge-aus-gefaengnis-entkommen-394226                                                 http://www.rp-online.de/politik/ausland/Mubarak-gibt-politische-Reformen-in-Auftrag_aid_958632.html                       http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12393212/Barack-Mubarak-und-die-Demokratie.html                           http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EB80C4FAC916C4A96852D6670ABCE0EFE~ATpl~E common~Scontent.html                                                                                                                                                 http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10027&detailid=843188                                         http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/die-beste-gelegenheit/                                                                             http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/das-dilemma-der-falschen-freunde/                                                 http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/01/29/International/Aufstand-in-Aegypten-bringt-USA-ins-Dilemm a                                                                                                                                                                                   http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article1527611/Die-unerbittliche-Regie-des-Zufalls.html Kommentar     http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/schweiz_gibt_reisewarnung_fuer_ganz_aegypten_aus_1.9278719.html http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/01/30/International/Der-Wind-des-Wandels-weht.-Afrika-ist-in-Be wegung                                                                                                                                                                         http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Weitermachen-egal-um-welchen-Preis-article2487171.html siehe Video   http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/politik/Ein-Volk-will-seinen-Praesidenten-stuerzen-article2485426.html     http://www.n-tv.de/politik/Mubarak-gibt-Reformen-in-Auftrag-article2490681.html                                                         http://www.n-tv.de/politik/Aegyptens-Armee-erklaert-Gewaltverzicht-article2490681.html                                          

      Nachtrag

      Mubarak kündigt Amtsverzicht an - keine erneute Kandidatur zum Staatspräsidenten                                     “Dieses Land ist auch meine Heimat, ich werde hier sterben”                                                                               Mubaraks Rückzugsplan provoziert die Regimegegner       Millionen demonstrieren gegen die Regierung Mubarak      Menschenrechtler und die UNO berichten von bisher über 300 Toten im Rahmen der ägyptischen Revolution           Die Armee blockiert die Straßen nach Kairo, lässt das Volk aber ansonsten frei agieren                                               Die Opposition verlangt eine neue, andere Verfassung       Die Muslimbruderschaft ist die stärkste politische Kraft   Die Opposition gibt Mubarak noch 4 Tage zum Rücktritt   Der Geschmack von frischer Luft nach Freiheit                  Was wird die Armee auf Dauer tun?                                   Mubaraks Zukunft hängt vor allem von der Armee ab          Israel fordert geheim die Unterstützung Mubaraks             Der Westen und Europa machen sich ohne klare Position immer unglaubwürdiger                                                        König Abdullah von Jordanien setzt die Regierung ab         Weitet sich die Revolte auf Marrokko, Algerien, Syrien, Saudi-Arabien u.a. totalitäre Islam Staaten aus?               Auch die islam-faschistische Hamas fürchtet den Ägypten- Effekt                                                                                

       

       

       

       

       

       

       

      Mit einem Marsch der Millionen haben die Ägypter ihre Entschlossenheit und Macht gegen ihren Präsidenten demonstriert, doch Husni Mubarak bleibt stur: Einen schnellen Rücktritt lehnt er ab, den Gang ins Exil ebenso. Nur auf eine Wiederwahl will er verzichten. Die Proteste wird er so nicht eindämmen - im Gegenteil. Der Rede war am Dienstag die bisher größte und eindrucks- vollste Demonstration der ägyptischen Opposition vorausgegangen. Die Organisatoren des Widerstands sprachen am Abend von bis zu zwei Millionen Regimegegnern, die sich auf dem Tahrir-Platz und anderen Orten der Hauptstadt Kairo friedlich versammelt hatten. Auch aus ande- ren Metropolen wurden Proteste gemeldet. Die Kernforderung war stets gleich: Seit Tagen verlan- gen alle Spitzenleute der Protestgruppen den sofortigen Rücktritt des Präsidenten - und dass er umgehend das Land verlässt. Nicht wenige hatten unmittelbar vor der Rede gehofft, dass Muba- rak dies schon am Dienstagabend tut. Der Druck der Straße und das tagelange Chaos scheinen den Präsidenten jedoch nicht zu beeindrucken. Der greise Politiker, der seit mehr als 30 Jahren mit harter Hand regiert und durch die Unterdrückung jeglicher Kritik seine Position sichert, zeigte erneut, dass er die Realität schlicht ignoriert.

       

      Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairos Zentrum ließen ihren Präsidenten gar nicht erst ausreden. Gegen 23 Uhr harrten dort nach den größten Protesten in der Geschichte Ägyptens noch immer Zehntausende Regimegegner aus. Und kaum hatte Husni Mubarak am Dienstag- abend die ersten Minuten seiner Rede im Staatsfernsehen absolviert, ging seine Stimme in einem lauten Pfeifkonzert unter. "Hau ab, hau ab", skandierten die Menschen. Oder: "Das ist uns nicht genug, damit kommst du nicht davon." Sekunden zuvor hatte Mubarak einen der entscheidenden Sätze ausgesprochen: "Ich werde in meinem eigenen Land sterben." Kein Wort von zügiger Machtabgabe, keine Rede von dem Gang ins Exil.                                                                                         Schon vorher hatten immer wieder Sprechchöre die Rede unterbrochen. Denn was Mubarak ankündigte, war keine Sensation. So sagte er, dass er nicht vorhabe, noch einmal als Kandidat bei der Präsidentschaftswahl anzutreten. Einen Rücktritt, den rund eine Million Menschen den ganzen Tag lang nach einer Woche der Proteste im Zentrum Kairos gefordert hatten, sprach er überhaupt nicht an. Er habe "unabhängig von den aktuellen Umständen" - also bereits vor dem Volksaufstand - entschieden, nicht erneut anzutreten. Die Revolte, die mittlerweile sein ganzes Land lahmgelegt hat, kam in der Ansprache nur andeutungsweise vor. Kriminelle würden die Sicherheit gefährden, sie müssten verhaftet werden.

      Mit solchen Worten versetzte Mubarak, der blass und mit starrem Blick vor einem Staatswappen sprach, seine Gegner nur noch mehr in Rage. Wieder einmal bewies der autokratische Herrscher, dass er sich trotz des massiven Widerstands an seine Position klammert oder diese nur in Raten aufgeben will, dass er den Bezug zu den neuen Realitäten im Land weitgehend verloren hat. So führte er aus, dass allein er derjenige sei, der eine "sichere Übergabe" der Macht organisieren werde. Immerhin, einige Änderungen der Verfassung nannte er als Projekte für die kommenden Monate. Diese sollen unter anderem jene Paragrafen betreffen, die die Voraussetzungen für die Zulassung möglicher Präsidentschaftskandidaturen betreffen.                                                                Die Lage dürfte sich kaum entspannen. Das Angebot Mubaraks wird die Demonstrationen und auch den fast kompletten Stillstand im Land wohl nicht beenden. Ägypten stürzt jeden Tag tiefer in eine wirtschaftliche Krise. Kurz nach Mubaraks Rede meldete sich einer der prominenten Ver- treter der Protestbewegungen, Mohammed ElBaradei, im US-Fernsehen zu Wort und nannte Mubaraks Manöver "einen Trick", um doch noch irgendwie an der Macht zu bleiben. So unter- schiedlich die verschiedenen Strömungen der Protestbewegung auch sein mögen, so eindeutig haben sich alle Anführer auf eine Linie geeinigt. Bevor sie mit einem Dialog beginnen werden, muss Mubarak zurücktreten und das Land verlassen.

      Der Protest ging quer durch die ägyptische Bevölkerung. Auf dem zentralen Platz versammelten sich Arbeiter und Ärzte ebenso wie Geistliche, Frauen mit Kindern und junge Männer. Die Stim- mung war ausgelassen, fast fröhlich. "Wir wollen Freiheit. Wir wollen Demokratie", riefen Demon- stranten. In Alexandria und Ismailija protestierten ebenfalls mehrere Zehntausend Menschen. Vertreter aller größeren Oppositionsparteien und -bewegungen in Ägypten hatten sich zuvor auf eine gemeinsame Linie für einen Neubeginn in dem Land verständigt. Sie forderten ebenfalls einen Rücktritt von Präsident Mubarak und eine "Regierung der nationalen Allianz". Zudem wol- len sie die Auflösung der beiden Parlamentskammern sowie der Regionalparlamente erreichen. Eine Arbeitsgruppe soll eine neue Verfassung ausarbeiten. Die Opposition lehnte Gespräche mit den Machthabern vor einem Rücktritt Mubaraks ab. "Wir erwarten, dass die Führung uns einen Zeitplan für die Umsetzung dieser Forderungen präsentiert. Erst dann sind wir bereit, einen Dia- log mit Vizepräsident Omar Suleiman zu beginnen", hieß es.

      An den Eingängen zum Tahrir-Platz kontrollierten Zivilisten Ausweispapiere und durchsuchten die Teilnehmer um Gewaltprovokationen durch zivil gekleidete Polizei oder Geheimdienst zu ver- hindern. Auffällig war, dass unter den Demonstranten deutlich mehr Vertreter der Muslimbruder- schaft als zuletzt zu sehen waren. Ein Vertreter der islamistischen Organisation sagte: "Wir sind eine gut organisierte Bewegung. Es wird Zeit, dass auch wir auf diesem Platz reden dürfen." Die Muslimbrüder sind in Ägypten offiziell verboten, haben aber viele Anhänger. Sie könnten an einer neuen, von der Opposition gebildeten Regierung beteiligt sein, was in Israel Ängste vor einem neuen Terrorregime in unmittelbarer Nachbarschaft ausgelöst hat. Amerikaner, Europäer und vor allem Israelis hat es bisher bei dem Gedanken geschaudert, dass die Muslimbrüder in Kairo das Sagen haben könnten. Sie werden sich nun daran gewöhnen müssen. Autokrat Mubarak hat sich im Westen erfolgreich als Bollwerk gegen die Islamisten verkauft, den Muslimbrüdern aber trotz Verbots Leine gelassen. So gewannen Mitglieder der Organisation bei der Parlamentswahl vor sechs Jahren 88 Mandate.

      Was passiert, wenn Ägyptens Präsident Mubarak abtritt? Die größte Oppositionsorganisation des Landes werden die Zukunft bestimmen, die Muslimbrüder bei einer Wahl die stärkste Kraft wer- den, sagen Experten. Eine islamische Republik könne es ebenfalls geben. Die einen sind aus der ägyptischen Politik nicht wegzudenken, die anderen sind die älteste islamistische Bewegung der arabischen Welt: Militärs und Muslimbrüdern kommt nun für die Zeit nach Präsident Husni Muba- rak die Schlüsselrolle zu. Dass Mubaraks restliche Amtszeit eher in Stunden denn in Tagen zu messen ist, gilt für Experten als sicher. "Die Armeeführung und Amerika werden ihn überzeugen, dass er ins Exil geht." Das soll einen sanften Machtwechsel ermöglichen.                                           Ungeachtet der jahrzehntelangen Unterdrückung durch Mubarak sind die Muslimbrüder die am besten organisierte Oppositionsbewegung in Ägypten. Als sicher gilt, dass sie aus freien Wahlen als stärkste Kraft hervorgehen, aber die absolute Mehrheit verfehlen dürften. 30 bis 35 Prozent der Stimmen traut der Autokratieexperte Hasel ihnen zu. Ein Umkippen in eine islamistische Dik- tatur sei nur zu befürchten, wenn die Demokratiebewegung jetzt gewaltsam unterdrückt werden sollte: "Dann wäre eine Radikalisierung die Folge", sagt Hasel voraus. Zwar haben Muslimbrüder schon in den 1950er Jahren der Gewalt abgeschworen, doch sind sie unverändert anti-israelisch und anti-amerikanisch. Dennoch glaubt Stetter nicht, dass eine von den Muslimbrüdern geführte Regierung den Friedensvertrag mit Israel aufkündigen wird. "Dazu wäre der internationale Druck zu groß."

      Auch die Umwandlung Ägyptens in eine Islamische Republik nach dem Vorbild des Iran gilt als unwahrscheinlich. Zum einen stehen nicht Geistliche, sondern Akademiker an der Spitze der Muslimbruderschaft. Das Gros ihrer Anhänger rekrutiert sich aus der Mittelklasse. Im Gegensatz zum Iran war Ägypten auch unter Mubarak ein relativ weltoffenes Land, das jährlich zwölf Millio- nen ausländische Besucher und zusätzlich ausländische Investoren anlockt. Zudem fehlt es an einer Integrationsfigur vergleichbar dem iranischen Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Cho- meini, der 1979 die Bewegung zum Sturz des Schahs anführte. Für Hasel hat der radikale Islamis- mus durch viele Anschläge nicht nur in Ägypten an Strahlkraft auf die Massen verloren. Im Gegensatz zu anderen arabischen Ländern seien dort die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA nie bejubelt worden. Dafür, dass Ägypten nicht in ein radikal-islamisches Regime abglei- tet, führt Stetter ein noch gewichtigeres Argument ins Feld: "Es ist nicht der Wunsch der Ägypter, von einer mühsam abgeworfenen Diktatur in die nächste Diktatur zu gehen."

      Uneins sind sich die Experten allerdings in der Frage der künftigen Rolle der Soldaten: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Militärkaste einfach so das Feld räumt", sagt der Nordafrika Experte Thomas Hasel. Dem hält der Nahost-Experte und Politikwissenschaftler Stephan Stetter von der Bundeswehruniversität München entgegen, dass die Armee auf Dauer nicht die Macht am Nil übernimmt.                                                                                                                                                                     Am Vorabend hatte das Militär erklärt, dass es nicht auf friedliche Demonstranten schießen wer- de. "Wir erkennen die Legitimität der Forderungen der Bürger an", hieß es in der Erklärung der Militärführung, die am Montagabend veröffentlicht wurde. "Wir werden keine Gewalt gegen die Bürger einsetzen." Demonstranten steckten Blumen an die aufgefahrenen Panzer, berichten Teil- nehmer des Aufmarsches. Manche Militärfahrzeuge waren mit Anti-Mubarak-Grafitti beschmiert.  Die ägyptische Armee hat die Zugänge nach Kairo und weiteren Städten gesperrt. Auch die Auto- bahn zwischen Kairo und der Hafenmetropole Alexandria war kurz vor der Hauptstadt blockiert. Die Menschen aus den Städten Mansura im Norden und Suez im Osten des Landes sowie aus Fajjum südlich von Kairokamen kamen nicht in Richtung Hauptstadt heraus. Seit Montag sind außerdem der Zugverkehr und Metroverbindungen in die Innenstadt Kairos unterbrochen. Auch eine Anreise mit dem Auto wird immer schwieriger, da das Benzin zunehmend knapp wird. Vor den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen.

      Trotz der heute friedlichen Proteste gehen die Vereinten Nationen inzwischen von deutlich mehr Todesopfern bei den Unruhen aus als bisher bekannt. "Unbestätigte Berichte sprechen von bis- her 300 Toten und mehr als 3000 Verletzten", sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrech- te, Navi Pillay, in Genf. Die Entwicklung sei besorgniserregend. Das ist allerdings auch die Hal- tung der westlichen und demokratisch orientierten Welt, trotz ihrer mehr oder weniger berechtig- ten Befürchtungen um eine stabile und berechenbare Zukunft in der arabischen Welt. Es sei im Interesse des Westens und des Nahen Ostens, "die Stabilität des ägyptischen Regimes aufrecht- zuerhalten", schreibt Israel an westliche Staaten. Öffentliche Kritik am ägyptischen Präsidenten Mubarak müsse "gebremst" oder sogar beendet werden. Die USA und die EU fordern einen Über- gang des Landes zur Demokratie. "Haaretz" zufolge schickte das israelische Außenministerium auch entsprechende Anweisungen an rund ein Dutzend seiner Botschaften in den USA, Kanada, China und mehreren europäischen Ländern. Die dortigen Diplomaten sollen demnach gegenüber ihren Gesprächspartnern stets auf die "Relevanz der Stabilität Ägyptens" hinweisen. Ein Spre- cher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wollte die Informationen auf Anfra- ge weder bestätigen noch dementieren. Das Außenministerium war für eine Stellungnahme zu- nächst nicht zu erreichen.  

      Israels Staatspräsident Schimon Peres warnte vor der möglichen Machtübernahme eines radika- len Islamistenregimes in Ägypten. Die Herrschaft religiöser Fanatiker wäre nicht besser als ein Mangel an Demokratie unter Mubarak, sagte er nach Angaben des israelischen Armeesenders. "Wir hatten und haben immer noch großen Respekt für Präsident Mubarak", sagte Peres in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme zu den Unruhen in Ägypten. "Wir sagen nicht, dass alles, was er getan hat, richtig ist, aber er hat eine Sache getan, für die wir ihm dankbar sind: Er hat den Frie- den im Nahen Osten bewahrt", sagte der Präsident bei einem Empfang für neue Botschafter in seiner Residenz in Jerusalem. Dem Westen wirft man von israelischer Seite Opportunismus vor. "Die Amerikaner und die Europäer lassen sich von der öffentlichen Meinung mitreißen und haben nicht ihre echten Interessen vor Augen", betonte ein israelischer Regierungsvertreter. "Selbst wenn sie Mubarak kritisch sehen, müssen sie ihren Freunden das Gefühl geben, dass sie nicht allein sind. Jordanien und Saudi-Arabien sehen und erleben die Reaktionen im Westen, wie alle Mubarak fallen lassen, und dies wird sehr ernsthafte Auswirkungen haben." Israel fürchtet, dass im Falle eines Regimewechsels in Ägypten die Muslimbrüder an die Macht kommen könnten. Aus dieser Organisation ist die mit Israel verfeindete, im Gazastreifen herrschende islam-faschistische Hamas Terrororganisation hervorgegangen. Ägypten hatte mit Israel 1979 einen Friedensvertrag abgeschlossen und war damit das erste arabische Land überhaupt, das einen solchen Schritt unternahm.

      Doch es kann nicht angehen, dass auf der einen Seite immer wieder gegen faschistoide Regime wie in China, Birma, Russland, Iran oder Sudan und v.a. berechtigte Forderungen nach Einhal- tung oder sogar die Schaffung von Menschenrechten erhoben werden, - aber andererseits die Stabilisierung von arabisch islamischen Despoten und Massenmördern aus allein wirtschaftlich- politischen Interessen gefördert wird. Husni Mubaraks Regime zeigte keinen Mangel an Demokra- tieverständnis, es ist und war eine blutrünstige Diktatur eines despotischen Familienclans und seiner hofschranzigen Anhänger. Die demokratischen Staaten der Welt verlieren den Rest ihrer ohnehin schon lautstark angezweifelten und verlorenen Glaubwürdigkeit, wenn sie nicht gegen solche totalitären Herrscher klare Stellung beziehen. Die gesamte Frage nach Freiheit, Demokra- tie und Menschenrechten wird so auf dem Altar wirtschaftlicher Interessen geopfert und ad absurdum geführt. Die Folgen für so ein heuchlerisches Verhalten werden die gleichen Staaten dann auch tragen müssen, - denn die Unruhezustände in den islamischen Staaten und Völkern sind längst nicht beendet, sie haben gerade erst angefangen. Saudi-Arabien ist dabei genauso im Visier wie Jordanien, Syrien, Libanon und auch Iran, wo die islam-faschistischen Herrscher nicht annähernd so sicher an den Schalthebeln der Macht sitzen, wie sie selber und viele ihrer Unter- stützer glauben.

      In Kairo sorgte die Rede für wütende Proteste. "Wir gehen hier nicht weg, bis er nicht weg ist", schrien die Menschen. Tausende hielten dem Konterfei des Machthabers symbolisch einen ihrer Schuhe entgegen. Die Geste ist nicht nur ein Zeichen harscher Verachtung in der islamischen Welt. Seit dem berühmten Schuhwurf durch einen irakischen Journalisten auf den früheren US- Präsidenten George W. Bush gilt dies auch als Symbol der Wut auf Staatschefs, die Kritik an ihrer Politik nicht hören wollen.                                                                                                                                      Überrascht waren die meisten Regimegegner von ihrem Präsidenten nicht. "Wer den ganzen Tag nur Staatsfernsehen schaut, der kann die Realität nicht kennen", spottete Fatima, eine junge Stu- dentin. Drei Tage schon campiert sie auf dem Tahrir-Platz. Für sie war die Konsequenz der Rede sehr schnell klar. "Wir werden morgen wieder hier sein und auch noch viele Tage, so lange Muba- rak nicht zurücktritt", rief sie. Umgehend begannen die um sie stehenden Männer wieder mit ihren Slogans. "Sei endlich ein Mann", schrien sie, "lass uns endlich in Freiheit leben". Zunächst blie- ben die Proteste friedlich, doch die Stimmung war wieder wesentlich aggressiver als am Tag der Großdemo. In Alexandria kam es nach Berichten des TV-Senders al-Dschasira zu Ausschrei- tungen zwischen Anhängern und Gegnern Mubaraks. Und so riskiert der mittlerweile immer machtlos werdende Präsident mit seiner Rede, dass sein Land noch weitere Tage oder gar Wo- chen im Krisenzustand bleibt. Spätestens am Freitag will die Opposition wieder mit einer Groß- demonstration auf die Straße gehen. Vermutlich werden sich dann noch mehr Menschen gegen Mubarak auflehnen, ermutigt durch diesen Aufmarsch von Millionen Ägyptern. Den Präsidenten interessiert dies jedoch offenbar nicht, er träumt noch immer von einem ehrenvollen Abgang.     

      Erst Tunesien, nun Ägypten, bald Algerien und Syrien? Gegen die Herrschaft von Präsident Abdelaziz Bouteflika haben Tausende Algerier demonstriert. In Syrien riefen Oppositionelle für Freitag zum "Tag des Zorns" gegen die Regierung unter Präsident Baschir el Assad auf. Die Revolten in Tunesien und Ägypten animieren die Opposition in anderen autoritär regierten arabi- schen Ländern zu Protesten. Gegen das herrschende System und die sozialen Missstände for- mierte sich am Dienstag in Algerien breiter Widerstand. Knapp 90.000 Krankenpfleger sowie Beschäftigte aus dem Bildungssektor streikten. Mehrere Gewerkschaften kündigten zudem für die kommenden Tage große Streiks an.

      Eine Protestwelle wie in Ägypten will die Hamas im Gaza-Streifen auf jeden Fall verhindern. Eine Solidaritätsdemo von Mubarak-Gegnern wurde schon gewaltsam aufgelöst. Aber im Internet for- miert sich Widerstand gegen die Zustände im abgeschotteten Autonomiegebiet Hamastan.           Die Sprache ist so krass, wie der Zorn groß ist: "Fick dich, Israel. Fick dich, Hamas. Fick dich, Fatah. Fick dich, Vereinte Nationen. Fick dich, Flüchtlingshilfswerk. Und fick dich, USA", heißt es in einem "Manifest für den Wandel", mit dem Jugendliche aus dem Gaza-Streifen für Aufsehen sorgen. Sie wettern darin gegen alle Parteien des Nahost-Konflikts und fordern eine Chance auf eine bessere Zukunft. "Wir wollen frei sein. Wir wollen ein normales Leben leben können. Wir wollen Frieden. Verlangen wir zu viel?", schreiben die Autoren. Über 19.000 Mitglieder des Inter- net-Netzwerks Facebook haben sich in den vergangenen Wochen schon als Fans des dort veröf- fentlichten Pamphlets eingetragen. Im realen Leben droht der herrschenden Hamas zwar noch kein Widerstand wie in Kairo gegen das Regime von Husni Mubarak. Aber die Islamisten fürchten dies offenbar: Eine Solidaritätsdemonstration mit den Protesten in Ägypten lösten sie deshalb gewaltsam auf. Die Organisation Human Rights Watch teilte mit, die Hamas-Polizei habe dabei sechs Frauen willkürlich festgenommen, zehn Männer wurden festgenommen und zusammen- geschlagen.

      Die Palästinenser im Gaza-Streifen verfolgen die dramatische Entwicklung in Ägypten gebannt. Angesichts der Abschottung des Autonomiegebiets durch Mubarak kann ein Machtwechsel im Nachbarland für sie nur gut sein. Viele Palästinenser erhoffen sich, dass die Muslimbrüder nach dem Sturz des Regimes zum Machtfaktor in Kairo werden könnten. Eine islamisch geprägte ägyptische Regierung werde Israel nicht länger bei der Blockade des Gaza-Streifens unterstüt- zen, versprechen sich viele. Hinter dem flammenden Appell im Internet steht eine Gruppe namens "Gaza-Jugend bricht aus": "Eine Revolution wächst in uns, eine immense Unzufriedenheit und Frustration, die uns zerstören wird, es sei denn, wir finden einen Weg, diese Energie zu kanali- sieren in etwas (...), das uns irgendeine Art von Hoffnung geben kann", heißt es in dem erstmals Anfang Dezember veröffentlichten Text. "Wir wollen schreien und die Mauer des Schweigens, der Ungerechtigkeit und der Gleichgültigkeit durchbrechen. Wir sind wie Läuse zwischen zwei Fin- gernägeln, wir leben einen Alptraum im Alptraum, kein Raum für Hoffnung, kein Platz für Freiheit.”

      siehe  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743044,00.html     siehe Video                                                 http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742809,00.html   siehe Video                                                                   http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-64165.html   siehe Fotostrecke                                                               http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743026,00.html   siehe Bericht über Algerien und Sysrien                       http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742933,00.html   siehe Bericht aus Gaza                                                   http://www.n-tv.de/politik/Mubarak-kuendigt-Wahlverzicht-an-article2507576.html                                                       http://www.n-tv.de/politik/dossier/Moslems-sind-staerkste-Kraft-article2506511.html                                                     http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Bewaehrungsprobe-steht-noch-bevor-article2507671.html                           http://www.n-tv.de/politik/Mubaraks-Schicksal-haengt-von-Armee-ab-article2485536.html                                             http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Aegypten-hat-keine-grosse-Wahl-article2481521.html                                   http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Aegyptens-Machthaber-Husni-Mubarak-article2507191.html siehe Video http://www.n-tv.de/politik/Israel-fordert-Hilfe-fuer-Mubarak-article2492326.html                                                           http://www.tagesschau.de/ausland/aegyptenprotest120.html   siehe Video                                                                   http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video852428.html   siehe Video                                   http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video852416.html   siehe Video                                 http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio64070.html   höre Kommentar                                                       http://www.tagesschau.de/ausland/aegyptenprotest116.html                                                                                       http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten432.html     siehe Video                                                                           http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten440.html   siehe Erklärung Barak Obama                                               http://www.tagesschau.de/ausland/usaelbaradei100.html                                                                                             http://www.tagesschau.de/ausland/jordanien122.html   siehe Bericht Absetzung Regierung in Jordanien                   http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio64058.html   höre Kommentar                                                     http://www.focus.de/politik/videos/fernsehansprache-mubarak-wendet-sich-an-die-aegypter_vid_22804.html   siehe Video                                                                                                                                                                             http://www.focus.de/politik/ausland/rede-des-aegyptischen-praesidenten-mubarak-wehrt-sich-bis-zum-ende_aid_5958 27.html       siehe Videos                                                                                                                                               http://www.focus.de/politik/ausland/aegypten-die-usa-lassen-mubarak-fallen_aid_595825.html                                   http://www.focus.de/politik/ausland/marsch-der-millionen-freiheit-wie-frische-luft_aid_595758.html                             http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/4/0,3672,8205220,00.html                                                                                     http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1248238/ZDFspezial-Aufstand-in-Aegypten#/beitrag/video/1248238/ZDF spezial-Aufstand-in-Aegypten     siehe Spezial Video                                                                                                   http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1247770/Mubarak-hat-uns-die-Wuerde-genommen%2521#/beitrag/vide o/1247770/Mubarak-hat-uns-die-Wuerde-genommen!       siehe Video                                                                           http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1248068/Der-Platz-der-Proteste#/beitrag/video/1248068/Der-Platz-der-P roteste     siehe Video                                                                                                                                                   http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1248326/Randale-in-Alexandria#/beitrag/video/1248326/Randale-in-Al exandria       höre Kommentar                                                                                                                                     http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1248272/Aegypten-kann-eine-Chance-werden#/beitrag/video/1248272/ Aegypten-kann-eine-Chance-werden     siehe Video                                                                                                   http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1248304/Machtfaktor-Muslim-Bruederschaft-#/beitrag/video/1248304/M achtfaktor-Muslim-Bruederschaft-     siehe Video                                                                                                           http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1248308/Verlaesslichen-Partner-fallen-gelassen#/beitrag/video/124830 8/Verlaesslichen-Partner-fallen-gelassen     siehe Video                                                                                               http://www.derwesten.de/nachrichten/Mubarak-kuendigt-Reformen-in-Aegypten-an-id4230653.html                           http://www.abendblatt.de/politik/article1774811/Sein-Abschied-in-Raten-Mubarak-schliesst-Exil-aus.html                   http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article1774945/Mubarak-hat-keine-Zukunft.html siehe Kommentar               http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-massenprotesten-in-aegypten-mubarak-verzichtet-auf-weitere-amtszeit-1.10 54173                                                                                                                                                                             http://www.sueddeutsche.de/u5H38Q/3877338/Umgehend-Reformen.html   siehe Bericht über Jordanien                     http://www.morgenpost.de/politik/article1530694/Praesident-Mubarak-kuendigt-seinen-Rueckzug-an.html siehe Video                                                                                                                                                                             http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-02/mubarak-proteste-ansprache                                                                     http://www.zeit.de/politik/2011-01/revolution-der-pluenderer                                                                                         http://nachrichten.rp-online.de/titelseite/millionen-gegen-mubarak-1.330866                                                               http://nachrichten.rp-online.de/politik/jordanien-koenig-nicht-bedroht-1.330854                                                             http://www.nordkurier.de/index.php?objekt=nk.nachrichten.deutschland_welt&id=776293                                           http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Wir-lehnen-Mubaraks-Angebot-ab/story/27665218         http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/630353/Aegypten_Mubarak-lehnt-Ruecktritt-ab?direct=628162&_vl_ba cklink=/home/politik/index.do&selChannel=103                                                                                                           http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14810080,00.html                                                                                               http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14809637,00.html     siehe Bericht aus Jordanien                                               http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14805410,00.html                                                                                               http://www.fr-online.de/politik/hohe-offiziere-sind-mubaraks-maenner/-/1472596/7142852/-/index.html                         http://www.abendzeitung.de/politik/245296                                                                                                                   http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article12418400/Jordanischer-Koenig-ordnet-politische-Reformen- an.html                                                                                                                                                                           http://www.fnp.de/fnp/nachrichten/politik/jordanischer-koenig-setzt-die-regierung-ab_rmn01.c.8639835.de.html         http://www.tagesspiegel.de/politik/jordaniens-koenig-entlaesst-regierung/3790250.html                                               http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/jordanien-koenigstreue-demonstranten/                                                     http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/jordanischer_koenig_setzt_regierung_ab_1.9307803.html             http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/630284/Nach-Protesten_Regierungswechsel-in-Jordanien?_vl_backlin k=/home/politik/index.do                                                                                                                                              

       

                                                                                                                                                                     Der Massenmord im Irak geht ungehindert weiter        

      Mindestens 48 Tote bei Bombenexplosion auf Trauerfeier im Irak                                                        Die “islamische Einheit” ist weltweit eine verlogene üble Farce                                                                        

      Bei einem Bombenanschlag auf eine Beerdigungsfeier in Bagdad sind mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen viele Kinder und drei Frauen. Nach Polizeiangaben wurden außerdem 121 Menschen verletzt. Augenzeugen und Polizisten berichteten, eine Autobombe sei um die Mittagszeit im nördlichen Schiitenviertel Schula inmitten einer Trauerfeier explodiert. Isla- mische Faschisten hatten die Bombe neben einem Kondolenzzelt gezündet. Diese Zelte stellen die Menschen im Irak nach dem Tod eines Familienmitglieds auf, um dort Beileidsbekundungen entgegenzunehmen und Besucher zu empfangen. Im Anschluss an das Attentat kam es zu Aus- einandersetzungen. Am Tatort eintreffende Polizisten wurden von aufgebrachten Anwohnern, die sich über die Sicherheitsversäumnisse beschwerten, mit Steinwürfen vertrieben. Später rückten Soldaten zur Verstärkung an. Nach Angaben des Innenministeriums starben zudem drei Iraker in anderen Stadtteilen Bagdads: Dabei explodierten jeweils Sprengsätze, die am Straßenrand ver- steckt waren. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt. In den vergangenen Wochen wurden mehr als 200 Menschen bei Anschlägen getötet. Die Attentate trafen vor allem Schiiten.                   siehe  http://www.tagesschau.de/ausland/bagdad208.html                                                                                         http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/irak-mindestens-48-todesopfer-nach-bombenexplosion_aid_594339.ht ml                                                                                                                                                                                 http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jpPMp4ovFH_Zjbg01eRXGvA5uerg?docId=CNG.780832f8f5238 dbc5a8baa4b56a001c7.641                                                                                                                                            

       

                                                                                                                                                                     Somalische Piraten sind keine armen Menschen, die verzweifelt und mit heldenhaftem Mut um ihre nackte Existenz und für ihre Familien kämpfen, sondern brutale Mörder und islamische Faschisten, ohne jegliche Seeräuberromantik

      Tödliches Feuergefecht um die von Piraten gekaperte "Beluga Nomination"                                                      Mehrere Tote auf deutschem Frachter                         Die Mission Atalanta hätte das Schiff mehrmals problemlos befreien können                                           Chef der Reederei Beluga: Das Militär zeigt keine Entschlossenheit und tut viel zu wenig                        

      Schon wieder wurde ein deutsches Schiff vor Somalia von Piraten gekapert - diesmal fernab der Risikozone am Horn von Afrika. Die Besatzung der "Beluga Nomination" wartete vergeblich auf militärische Hilfe. Alle Einheiten der UN-Mission "Atalanta" lagen zur Reparatur im Hafen oder bunkerten Treibstoff. Das berichtete der Bremer "Weser-Kurier" unter Berufung auf die Reederei Beluga Shipping. Die zwölfköpfige Crew war nach dem Angriff am Samstag in einen Schutzraum geflüchtet, von wo aus sie den Frachter weiter steuern und per Funk einen Notruf absetzen konnte. "Wir sind irritiert, dass dieses Mal keine Hilfe angeboten wurde", sagte der Bremer Ree- der Niels Stolberg. Der "Atalanta"-Einsatzstab sei umgehend über den Angriff informiert worden. Zweieinhalb Tage später hatten die Seeräuber den Schutzraum der Besatzung aufgeschweißt und das Schiff in ihre Gewalt gebracht. Am Mittwoch dann erreichten ein dänisches Kriegsschiff und ein Patrouillenboot der Seychellen die "Nomination".

      Der Piratenangriff auf die "Beluga Nomination" verlief viel dramatischer als bisher bekannt. Ein Kriegsschiff und ein Patrouillenboot versuchten, den Frachter zu befreien, es gab mehrere Tote. Nach Informationen von Sicherheitsexperten der Bundesregierung waren es die Männer von den Seychellen, die schließlich das Feuer auf die Piraten eröffneten. Sie töteten einen oder zwei der Seeräuber, auch zwei Männer der Besatzung starben offenbar. Mehreren anderen Matrosen ge- lang es, in das sogenannte Freifallrettungsboot am Heck des Frachters zu flüchten, damit kata- pultierten sie sich ins Meer. Am Tag danach stoppten die Maschinen der "Nomination", Insider mutmaßen, die Piraten hätten wohl den sogenannten Tagestank leergefahren. Aber wenige Stun- den später kam den Seeräubern das neue Piraten-Mutterschiff "York" zu Hilfe, ein kürzlich ent- führter Gastanker. Danach gingen beide Schiffe auf Kurs Richtung Somalia.

      Zwei Seeleute der "Beluga Nomination" sind nach Angaben der Beluga-Reederei mittlerweile frei. Die beiden seien in einem Rettungsboot entdeckt worden, sagte eine Sprecherin am späten Frei- tagabend. "Den zwei Seeleuten, die im Rettungsboot auf Hilfe gewartet hatten, geht es aktuell den Umständen entsprechend gut", teilte das Unternehmen weiter mit. Ein Team der Reederei sei tele- fonisch durch den Kommandanten des dänischen Kriegsschiffs "HDMS Esbern Snare" darüber informiert worden, dass das Rettungsboot im Indischen Ozean etwa 300 Seemeilen von der somalischen Küste entfernt geortet und sicher geborgen worden sei. Die beiden Seeleute würden zunächst an Bord der dänischen Fregatte betreut und versorgt. Die Reederei wünsche sich in- ständig, "dass alle unsere Kollegen auf See wohlauf sind und gesund die noch andauernde Krisensituation überstehen".

      Am Freitag entführten somalische Piraten gegen 9 Uhr morgens ein weiteres deutsches Schiff, die "New York Star" der Hamburger Reederei CST. Die Mannschaft flüchtete ebenso wie zu- nächst die der "Beluga Nomination" in einen Sicherheitsraum, der Reeder hatte zeitweise keinen Kontakt mehr zu seinem Schiff. Am Samstag teilte CST mit, dass alle Crew-Mitglieder den Angriff der Seeräuber unverletzt überstanden hätten. Das Schiff wurde demnach von der niederländi- schen Marine aus der Hand der Piraten befreit. Dabei sollen alle Piraten entkommen sein. Dass die Piraten immer brutaler agieren, zeigt jetzt der Fall des deutschen Schiffs "Marida Marguerite". Der Chemietanker wurde im Mai entführt und erst vor rund fünf Wochen gegen Lösegeld freige- lassen. Inzwischen haben deutsche Fahnder die Crew vernommen, die Seeleute berichteten von massiver Folter. Manche mussten demzufolge bis zu 40 Minuten nackt in der Gefrierkammer des Schiffs ausharren, sie wurden geprügelt und mit Kabelbindern um die Genitalien gefoltert. Es gab Scheinhinrichtungen, und ab und zu stülpten ihnen die Piraten Plastiktüten über den Kopf, "bis kurz bevor sie erstickten."                                                                                                                                    Mit der "Beluga Nomination" wurde bereits zum dritten Mal innerhalb von zweieinhalb Jahren ein Schiff der Bremer Reederei entführt. Im Sommer 2008 wurde die "BBC Trinidad" gekapert - und nach drei Wochen für ein Lösegeld von 1,1 Millionen Euro freigekauft. Im Oktober 2010 stürmten Piraten die "Beluga Fortune", ließen aber von dem Schiff ab, als Marine-Einheiten nahten. Damals konnte sich die Crew erfolgreich im Schutzraum verschanzen.                                                                siehe  http://www.n-tv.de/politik/Gekapertes-Schiff-allein-auf-See-article2449471.html                                             http://www.n-tv.de/panorama/Westliche-Gefangene-sind-ein-Volltreffer-article1778701.html                                         http://www.n-tv.de/politik/Seeraeuber-kapern-zwei-Schiffe-article1775696.html                                                           http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,742360,00.html                                                                                       http://www.focus.de/politik/ausland/schifffahrt-toedliches-gefecht-um-gekapertes-deutsches-schiff_aid_594857.html   http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14804104,00.html                                                                                                 http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE70S07320110129                                                                               http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5ghqdvAGTG4m3KWAsc_Yd77fRfsJg?docId=CNG.8c93e4816856 9067e7cdca42b7d79a53.441                                                                                                                                           http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Vermischtes/313016/Tote+und+Vermisste+auf+entfuehrtem+Frachter+.ht ml                                                                                                                                                                                   http://www.faz.net/s/RubF359F74E867B46C1A180E8E1E1197DEE/Doc~E8EB4F933FC404E2297F82EF0B6E9D5B2~ATpl~E common~Sspezial.html                                                                                                                                               http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E4B29D7D83386488AAD26CB7FBE203C16~ATpl ~Ecommon~Scontent.html                                                                                                                                             http://www.focus.de/politik/ausland/piratenangriff-mehrere-tote-auf-deutschem-frachter_aid_595116.html                   http://nachrichten.rp-online.de/politik/tote-bei-angriff-auf-piraten-1.329723                                                                   http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/emsland/tanker131.html     siehe Video                                                   http://www.ndr.de/regional/hamburg/piraten221.html                                                                                                   http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE70T01920110130                                                                                 http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Nachrichten/NWZ/Artikel/2529821/Die-Marine-haette-das-Schiff-befreien-ko ennen.html   siehe Interview mit der Reederei                                                                                                           http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2796062_0_9223_-reeder-das-militaer-tut-zu-wenig.html                            

       

       

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