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Wissen Sie, ich such mir ganz gerne ein bisschen Streit, denn ich bin so ein unbequemer Querdenker. Ich mach mir so meine Gedanken, so über jenes und alles, einfach so meine eigenen Gedanken, zum Weltgeschehen, und so, und zu den kleinen Dingen des Lebens, die alle betreffen und so ... aber eben auch mich und ... und Sie. Na klar, nun bleiben Sie mal ruhig. Ich weiß doch selber, dass so was böse enden kann, dass alle glauben, es wäre besser nicht zu viel zu denken, sich keine Gedanken zu machen.
Ich bin doch nicht blöd. Aber ich bin eben nicht wie ... na ja, wie Sie ... oder wie ihre Nachbarn, die sind ja ziemlich blöde, wissen Sie. Nichts für ungut, Sie sind ja wahrscheinlich ganz okay, ... es sind meistens die anderen ... die sich keine Gedanken machen. Da ist ja auch nicht viel, außer schweigender Leere in verbiesterten Gehirnen.
Und ich hab eben auch Spaß daran, mir Streit zu suchen, Themen gibt’s ja jede Menge. Manchmal kann ich einfach nicht anders, das kommt einfach so, und dann kann ich nicht wieder aufhören. Ist wie ne Sucht ... haste mal angefangen, findste kein Ende mehr ... ohne Ende ... geht immer weiter ... ganz von allein ... da oben im Kopf.
Iss ja auch kein Wunder......
Kennen Sie das noch? Gammelfleisch – lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen.
Nein, nein, ich meine nicht dieses ekelerregende Produkt krimineller Fleischgroßhändler, die mit allen Mitteln bemüht sind den Markt für Fleich- und Wurst-Produkte und den Ruf einer ganzen Branche restlos zu vernichten. Ich meine den eher philosophischen Ausdruck von Menschenverachtung hinter diesem Reizwort des vergangenen Jahres.
Nicht wahr, da wird einem schon mal ganz anders wenn man begreift, dass hier skrupellose Typen mit allen Mitteln nur an einem interessiert sind, nämlich aus Scheiße Geld zu machen.
Keine Sorge, ich werde Sie jetzt nicht mit diesem Thema quälen das schon in allen denkbaren Variatio- nen in den bundesdeutschen Medien hin und her gewälzt, besprochen, gesendet und gedruckt wurde. Das kennen Sie doch alles schon viel zu gut, darauf haben Sie schon mehr als einmal gekotzt, das haben Sie mit tiefem Unbehagen Tag für Tag zur Kenntnis genommen und nie gewusst wie Sie darauf eigentlich richtig reagieren sollen. Dünnschiss hilft da nicht viel weiter.
Immerhin beschränkt sich das ja längst nicht mehr auf die nächste Döner-Bude um die Ecke, vor deren Fleischmüll ich Sie schon vor fast einem Jahr hinreichend gewarnt habe. Wenn uns schon die islamischen Fundamentalisten nicht mit Koffer-Bomben und ungehemmtem Terror zum Islam bekehren können, wollen sie uns zumindest mit stinkendem Fleischmüll das Geld aus den Taschen stehlen. Inzwischen kotzen und ekeln wir uns vor Gammel-Obst und Gemüse, Gammel-Fisch und Gammel- Backwaren. Die Fantasie der kriminellen Großhändler kennt keine Grenzen und erst recht kein Erbarmen.
Gewöhnungsbedürftig sind da noch immer Gammel-Konzerne, die wie ein Haufen frischerbrochener Kotze stinkend an den weltweiten Börsen durch ihre Aufsichtsräte und Vorstände maximierte Aktien- gewinne einstreichen und in der globalisierten Wirtschaft ihre dreckigen Geschäfte betreiben, in allen Medien mit ihrer Skrupellosigkeit einer staunend entrüsteten Öffentlichkeit vorgeführt. Firmen wie z.B. Siemens, ehemals ein Markenzeichen bundesdeutscher Wertarbeit und Qualitätsprodukten auf dem elektrotechnischen Markt, heute der Inbegriff für Korruption und illegale Preisabsprachen, für skrupel- los verbrecherisches Management, ohne den Minimalkonsens wirtschaftlich-gesellschaftlicher Unter- nehmensverantwortung, ein Spiegelbild des Verfalls ethisch-moralischer Werte, ein Unternehmen geführt wie die Mafia.
Natürlich, da haben Sie recht.
Der Staat oder besser die Justiz haben doch reagiert, mehr als die Hälfte des Konzernvorstandes sind verhaftet und sitzen bereits im Knast, der international gute Ruf ist ruiniert, aber die Umsätze sind nach wie vor gestiegen wie die Aktienkurse. Am Ende wird wieder eine außergerichtliche Vereinbarung gegen Zahlung eines lächerlichen Bußgeldes mit gut bezahlten Anwälten, realitätsblinden Richtern und Staatsanwälten getroffen und dann heißt es grinsend: Weiter so.
Na schön, die 400 Millionen Euro Bußgeld wegen illegaler Kartelle werden die Bilanz etwas verhageln, aber so etwas tangiert den Aufsichtsrat nur am Rande. Siemens wird globalisiert längst mit der gleichen Brutalität geführt wie die russische Mafia, die niedergemetzelten Opfer am Rand der Erfolgsstraße interessieren niemanden. Auf der Jahres-Aktionärs-Versammlung hören Sie nur scheinheilige Entschuldigungsphrasen und heuchlerische Beteuerungen von konsequentem Vorgehen gegen Rechtsbrüche und Korruption im Konzernvorstand. Der korrumpierte Aufsichtsrat erhält wie immer – wenn auch mit Abstrichen – seine geplante Entlastung, es ist alles auf einem guten Weg. Denn die Geschäfte mit Siemens waren immerhin gut und ertragreich für die Investoren.
Das ist es doch letztendlich worauf es in der globalisierten Wirtschaft ankommt. So etwas nennt man heute einen Gammel-Konzern, stinkend wie die ekeligen Fleischabfälle die längst wieder in den Kreislauf des Handels integriert wurden.
Und wer trägt dafür die Verantwortung?
Die Politiker, die Volksvertreter, der Staat, die Lobbyisten oder der Bundesverband der Deutschen Industrie, der Vorstand der Deutschen Bank, die ja bekanntlich in jedem dreckigen Geschäft ihre Finger hat?
Nein, die Schuld tragen Sie selbst, Sie ganz persönlich. Sie sind schuld, dass Siemens immer noch so verbrecherisch handeln kann, wie es das Management unbeeindruckt von öffentlichem Protest tut.
Warum? Sind Sie wirklich so naiv? Wer kauft denn nach wie vor Siemens Elektrogeräte und Handys, statt diese Marke konsequent zu boykottieren? Ich habe keine Elektrogeräte von Siemens mehr in meinem Haushalt, und ich würde niemals ein Siemens-Handy kaufen. Sie glauben und faseln doch sonst immer blauäugig naiv von der marktkontrollierenden Macht der Verbraucher, die jeden Produzenten durch konsequenten Nichtkauf abstrafen können. Das haben Sie dieses Mal aber völlig verpennt und verschlampt. Da werden Sie sich aber anstrengen müssen, und am besten fangen Sie noch heute damit an statt erst morgen.
Aber darauf wollte ich eigentlich nicht hinaus, denn es stinkt nicht nur ekelhaft in den Kühlhäusern der Fleischindustrie und den Vorstandsetagen der multinationalen Konzerne. Ich habe ja den Titel nicht ohne Hintergedanken obenan gestellt.
Ja, ja, ja, ich weiß schon, das haben Sie mir mal wieder gar nicht zugetraut, dass ich mir tatsächlich Gedanken mache über das was ich Ihnen da so vorsetze und schreibe. Aber ich krieg da Geld für, und da können Sie schon von mir erwarten, dass ich mir auch Gedanken mache.
Doch es stimmt schon, es stinkt mächtig und ekelig nach Scheiße und Kotze, und zwar im Internet. Ich meine damit nicht einmal die Kinderpornoseiten und die in jüngster Zeit mal wieder enttarnten Nutzer solcher abartiger Widerwertigkeiten, die jetzt vor Gericht gestellt und wie gewohnt milde bestraft werden. Ich habe mich mal da kritisch umgesehen, wo ich mich auskenne, wo ich mich selber häufig rumtreibe, wenn ich durchs bundesdeutsche Web surfe oder irgendwo literarische Spuren hinterlasse.
Mein Thema sind heute – Überraschung! – die Schreib- und Autoren-Foren im Internet, also jene Szene, wo ich mich richtig gut auskenne, die ich aber deswegen nicht weniger kritisch betrachte, die mir mehr als einmal Kopfschütteln abverlangt, und mich immer wieder auch zum Kotzen bringt.
Ja, ja, ich werde mich jetzt etwas zurückhalten und nicht mehr so oft von Kotze und Scheiße schreiben.
Dass das Internet ein Sammelbecken für Psychopathen, für Kinderschänder und Abartigkeiten aller Art ist habe ich ja schon mehr als einmal geschrieben, und ist hinlänglich bekannt, darüber müssen wir nicht unnötige Worte verlieren. Die Datenautobahn war und ist besonders für Kinderschänder der Quantensprung um endlich kaum kontrollierbar ihr verbrecherisches Business gegen die wehrlosen Opfer planen und realisieren zu können.
Wohlwollend hingegen und sogar mit Freude betrachtete die bundesdeutsche Kultur- und Medien- szene hingegen jene kreativen Foren, wo Gedankenaustausch über alle möglichen künstlerischen Gebiete gepflegt wird. Und eine ganze Menge davon haben sich tatsächlich der Förderung und Entdeckung ungeahnter Talente verschrieben, sind liebevoll geführte Interessengemeinschaften. Die meine ich auch gar nicht. Doch darf dabei auch nicht übersehen werden, dass es jede Menge Schreib- und Autoren-Foren im Internet gibt, die reine Sammelbecken für völlig beziehungsunfähige Soziopathen und pornografisch abartige Psychopathen sind, geduldet von Betreibern (Admin), die für sich die engagierte Toleranz propagieren und dabei völlig ignorieren, was sie da anrichten, welchen Schaden sie der Kulturszene verursachen.
Es grenzt an die Unvorstellbarkeit, was Sie da alles finden können, Sie würden sich wundern, amüsieren, ekeln und staunen, wer sich da alles unter dem löchrigen Deckmäntelchen der Lyrik und Prosa im Dunst von übelsten Machwerken versteckt.
Nicht nur im Fernsehen, in "Deutschland sucht den Superstar", können Sie völlig talentfreie "Möchte- gern-Künstler" erleben, die finden Sie auch zahlreich in solchen Foren. Und die sind viel gefährlicher, als es auf den ersten Blick scheint, weil sie mit ihren Veröffentlichungen und ihren Selbstdarstellungs- Threads ein völlig verqueres Bild über die echte bundesdeutsche Kulturszene widerspiegeln. Ich kann Ihnen hier nur Bruchstücke davon mal vorstellen.
Eine der unbestreitbar berüchtigtsten Figuren aus dieser Szene ist jene Halbchinesin, die inzwischen aus vielen Foren wegen ihrer abartigen Porno- und Kindersexfantasien ausgeschlossen wurde, gepaart mit nationalsozialistischer Helden- und Terroristenverehrung. Sie schreibt krude Helden-Epen mit miserabler Metrik für Diktatoren wie Oberst Ghaddafi oder Fidel Castro, und versteht sich selbst als die "Schönste der Schönen – Stern Asiens".
Können Sie sich gar nicht vorstellen?
Na schön, Zitat: „Gott erschuf Darkskin die Schönste der Schönen um nicht selbst sondern durch mich die Welt zu verwöhnen. Gott nennt mich Salz der Erde ... Monte Cassino, ein Name wie Wein, schmeckt nach Mut und Kampf, nach Blut ... stand der deutsche Fallschirmjäger auf. Deutsche Offiziere dort, wie es sie hier heut nicht mehr gibt ... Ghaddafi voller Güte schaust du auf dein Volk - nur eine bekommt das rote Barett das tragen sie stolz und niemals kokett Bereit ihn zu schützen bis in den Tod damit erfüllen sie stolz Gottes Gebot ... Heute habe ich endlich mal Gott gesehen. Er grillt in der Hölle ... griff langsam nach seinem Schwanz, hielt ihn mit zwei Fingern, und sagte, jetzt kannst du pinkeln ... richtete die Spitze seines Schwanzes direkt auf mein Gesicht ... wenn du stöhnend und verschwitzt mir nicht nur ins lächelnde Gesicht sondern in und auf mich spritzt ... lutschte und leckte ihm die Eier ab ... Ich will erniedrigt werden, kannst mich ruhig besteigen - nur leben um zu sterben ... So bin ich nunmal, es ist banal, ich brauch es eben, ich liebe anal." Ende Zitat.
Da kann man schon mal ins Grübeln kommen. Achten Sie jetzt nicht auf die Rechtschreib- und Zeichen- fehler, die habe ich original übernommen, lassen Sie lieber die abstrusen Widersprüche und diese holprig, stolpernde Sprache auf sich wirken. Das ist Literatur, sagt sie, und das tun auch ihre Leser/ -innen und Gleichgesinnte zu einer ihrer übelsten pornografischen Storys: „Die Geschichte ist hier in der Rubrik Erotisches und trägt nichts Verbotenes an sich ... bin ich der einzige der darin keine provokation sieht? ... ich finde ihn lustig ..."
Und die „Schönste der Schönen" antwortet dankbar und artig: „Ich bin keineswegs ein Mädchen. Ich bin eine 26 jährige Frau und Mutter."
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