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Schwarze Vögel ziehen übers Land Tod und Verderben lauernd im Gedärm in den Köpfen der Lemminge flüstert der schiere Wahnsinn Sechsjährige schlitzen Autoreifen auf eine Weile später ihre Mütter und Väter
Menschen hüpfen jubilierend dem fröhlichen Untergang entgegen springen dem Grauen kichernd in die Arme ihren Geschwistern stechen sie lächelnd die Augen aus von Hass vergiftet ihre Seelen
Alles Sein ist sinnentleert sich selbst betrügend um zu überleben
Das tödlich wuchernde Schweigen zerreißen der Schmetterlinge Schreie mit Silbernerzen prunkvoll gepflastert seelenleere Menschenstraßen im gleißenden Neonlicht findet der Wahnsinn sein System
Mutanten kriechen lallend aus Reagenzgläsern in den Geburtsfabriken täglich frisch sterilisiert Mütter quälen sie zu Tode waschen ihre Hände in Unschuld
Todgeweihte kreischen ihren Namen die neuen Juden - Türken – Neger sind sie jetzt ausnahmslos haben sich selbst gerichtet zu Volksgerichtshöfen gewandelt ihre schwadronierenden Parlamente
Schwarze Vögel ziehen übers Land fliegen spähend ihre Kreise über Städten so trostlos wie Eiswüsten im Polarwinter suchend nach letzten Spuren wahrhaftiger Menschlichkeit
Stürzen sich flügelschlagend mit grellem Schrei auf allerletzte Wahrheitsrufer baumelnd an Laternenmasten um den Hals den Henkersstrick Sehnsucht nach dem endlichen Tod
Goldener Wein wird zu bitterem Essig in brüchig löchrigen Schläuchen
"... blüh im Glanze dieses Glückes
blühe Deutsches Vaterland."
Schwarze Vögel ziehen übers tote Land.
© Hans B.
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