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spielte ich nahe dem Heim, wo ich zwangsweise leben musste, im Wald. Den ganzen Tag war ich durch die Büsche gestromert, hatte im Laub gelegen und mir Geschichten ersponnen, ausgedacht und nachgelebt, bis sie nur in meinem Kopf langsam zu meiner neuen Wirk- lichkeit wurden. Wenn ich mich recht entsinne, war ich damals schon bekannt für meine Verträumtheit, für meine seltsame Fantasie und kreatives Geschichtenerfinden, - und stand im Ruf ein Herumtreiber und Streuner zu sein, ohne jegliche Disziplin und ohne Gehorsam gegenüber den sogenannten „Heimerziehern“. Ich entdeckte nur für mich sichtbares Leben und Geheimnisse in am Boden liegenden Eicheln, Wurzeln und Kastanien, nannte Blumen und Fauna mit seltsamen Fabelnamen, wusste verborgene und verwunschen geheimnisvolle Zwergenreiche zu entdecken. Im flimmernden Zwielicht der Baumwipfel an so manchem Sommer-, Herbst- oder Frühlingstag konnte ich die geheimen Fabelwelten der Elfen und Zauberwesen entschlüsseln, ihnen kleine Geheimnisse entreißen, ihre geheimen Tanzzeremonien und berüchtigten Zauberrituale beobachten, - ohne dass ich je von ihnen dabei erwischt wurde.
In diesen Stunden waren diese Geschichten für mich das wahre Leben, die reale Wirklichkeit, die mich für den kargen Alltag, die Bitternis des Heimlebens entschädigte, in die ich mich vollkommen verlieren konnte. Tausende, zehntausende Geheimnisse vermochte der Wald für mich zu enthüllen, wenn er es wollte und ich die Regeln beachtete, - ungeachtet der Tatsache, dass mich meine damaligen Lebensgefährten, Bekannten und die wenigen Freunde im Heim für einen etwas verstörten Spinner hielten, einen Traumtänzer, dessen Fantasien sie nicht zu folgen vermochten. Ich saß damals, an diesem unvergessenen Tag, gegen späten Nachmittag unter einer weit ausladenden, kronengewaltigen Buche, dem Stammsitz eines mächtigen Zwergenfürsten, oder vielleicht auch unter einem anderen großen Baum mit mächtiger Krone, und genoss die warme Sommerluft, während um mich herum die winzigen Elfen tanzten, die fälschlicher- weise immer noch sehr viele Menschen für Mücken halten. Der Himmel begann zwar stetig zu dämmern, die Sonne schickte schon deutlich weicheres Licht zur Erde, ließ seltsam schwebende Schatten zwischen den Sträuchern und Büschen tanzen. Aber mich konnte das nicht täuschen, denn ich wusste, dass dies in Wahrheit die Kobolde waren, die von mir erwarteten, dass ich vor ihnen floh, den Wald verließ, damit sie ungestört ihr Unwesen gegen die Elfen treiben konnten. Ich aber lauschte dem leise rauschenden Wind in den wispernden Baumkronen, den Blättern und Gräsern, die sich tanzend wiegten, nur für mich, mit fröhlich zwitschernden Vögeln irgendwo in den Zweigen, am Boden und am Himmel. Ich sah große rote Waldameisen ihre verwundenen, festgelegten Wege zurück zum Bau ziehen, grüßte sie freundlich mit einem Lächeln und einem Winken. Ein paar als Hummeln getarnte Großelfen umschwirrten mich laut summend für eine Weile, erzählten mir von ihren Zaubereien, ihren guten Taten, aber immer dabei auf der Suche nach süßem Nektar, der Hauptspeise des Elfenreiches. Ich wusste, so wie alle wenigen Eingeweihten, dass Elfen unglaublich naschhaft sind, und für etwas Süßes alle möglichen Dinge tun. Nicht einmal die Anwesenheit von richtigen Menschen kann sie davon abhalten sich auf süßen Nektar zu stürzen, bevor sie auch welchen für die anderen Elfen sammeln. Doch irgendwann setzten sie ihren Flug fort, wer-weiß-wohin, enttarnten sich in ihre wahre Gestalt, sobald sie sich außer Sichtweite wähnten.
Ich versichere Ihnen, das ist ein Märchen für Erwachsene und Kinder, eigentlich mehr für Erwachsene, - und es geht ganz anders weiter, als Sie jetzt vielleicht denken. Wollen Sie gerne bis zum Ende lesen? Dann klicken Sie einfach auf den Download-Button, laden Sie das e-book kostenlos herunter, drucken Sie es aus oder lesen Sie es direkt am Monitor in aller Ruhe in einer Mußestunde.
Viel Spaß dabei!
© Hans B.
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