|
Straßenkino
Wissen Sie, ich such mir ganz gerne ein bisschen Streit, denn ich bin so ein unbequemer Querdenker. Ich mach mir so meine Gedanken, so über jenes und alles, einfach so meine eigenen Gedanken, zum Weltgeschehen, und so, und zu den kleinen Dingen des Lebens, die alle betref- fen und so ... aber eben auch mich und ... und Sie.
Na klar, nun bleiben Sie mal ruhig. Ich weiß doch selber, dass so was böse enden kann, dass alle glauben, es wäre besser nicht zu viel zu denken, sich keine Gedanken zu machen.
Ich bin doch nicht blöd. Aber ich bin eben nicht wie ... na ja, wie Sie ... oder wie ihre Nachbarn, die sind ja ziemlich blöde, wissen Sie. Nichts für ungut, Sie sind ja wahrscheinlich ganz okay, ... es sind meistens die anderen ... die sich keine Gedanken machen. Da ist ja auch nicht viel, außer schweigender Leere in verbies- terten Gehirnen.
Und ich hab eben auch Spaß daran, mir Streit zu suchen, Themen gibt’s ja jede Menge. Manch- mal kann ich einfach nicht anders, das kommt einfach so, und dann kann ich nicht wieder auf- hören. Ist wie ne Sucht ... haste mal angefangen, findste kein Ende mehr ... ohne Ende ... geht immer wei- ter ... ganz von allein ... da oben im Kopf.
Iss ja auch kein Wunder......
Wissen Sie, was ich wirklich liebe und so richtig genieße?
An heißen Sommertagen mitten in der Stadt im Schatten auf einer halbverrosteten Bank sitzen, oder auf dem Rand eines dreckigen Blumenkübels. Am Besten ein kleines Stück abseits neben dem Bürgersteig in einer der großen Einkaufsstraßen, oder in der Fußgängerzone.
Still dasitzen, ein bisschen in der Hitze schwitzen und riechen, vorübergehende Leute anschau- en, sie beobachten und sich dabei köstlich amüsieren. Eindrücke sammeln, sich inspirieren oder erschrecken lassen von der durchschnittlichen Hässlichkeit. Das kleine alltägliche Kino ohne Eintrittspreis, meist grotesker als jede filmische Satire der großen Cineasten.
Ja, ja, ich bin belesen ... ich kenne viele Fremdwörter ... wollen Sie noch ein paar hören?
Aber ich will hier ja nicht abschweifen ... sondern Ihnen erzählen, wie Sie ihr eigenes Selbstwert- gefühl wieder aufpeppen können, das aus naheliegenden Gründen ziemlich im Arsch ist. Schauen Sie einfach in den Spiegel, dann wissen sie was ich damit meine.
An solchen Tagen nehme ich mir Zeit, denn ich weiß, meine Frau ist beim Einkaufen, schleppt sich gerade schwitzend mit Plastiktüten und den Vorräten für eine ganze Woche ab, und quält sich durch die schier endlosen Kassenschlangen im Supermarkt.
Ich versuche so früh wie möglich mit der Straßenbahn in die belebte Innenstadt zu kommen, in das wuselnde Treiben in der Fußgängerzone.
Ach kommen Sie, das haben wir doch alle schon mal gemacht. Sie vielleicht nicht, das ist mir klar, ihnen fehlt dazu die nötige Fantasie. Mit ein wenig Glück bekommen Sie so einen richtigen Logenplatz, gleich neben dem Dauerstand der Fruchtsaftverkäufer.
Kennen sie doch oder? Ich meine dieses wässrig süß schmeckende Zeug, das wie Orangen- oder Kirschsaft aussieht, diese eindeutig misslungene Synthese zwischen Chemie und Farbstoff.
Lesen sie eigentlich nicht, was ich hier schreibe und denke? Für wen reiße ich mir hier eigentlich den Arsch auf und erkläre ihnen wie Sie ihr Leben ein biss- chen besser durchblicken. Ich sagte doch schon, dass ich viele Fremdwörter kenne. Und ich werd doch nicht so blöd sein mir diese Gelegenheit zu ein bisschen Protzerei entgehen zu las- sen. Und Synthese klingt doch echt gebildet, viel besser als Mischung, - capice?
Wollen Sie gerne weiterlesen? Das wird hier eine Geschichte für Freunde des schrägen Humors.
Nein, nein, Sie müssen jetzt nicht die ganze Erzählung im Internet lesen, sich stundenlang auf dieser Seite aufhalten.
Aber Sie können Sie in Ruhe Zuhause lesen, hier kostenlos runterladen, ausdrucken und in aller Gemütlichkeit lesen. Klicken Sie einfach auf den Download-Button und dann viel Spaß beim Lesen ...
Wenn Sie solche und andere Geschichten dieser Art mögen, dann sollten Sie sich mal dieses e-book ansehen denn manchmal muss ich als Autor auch provokant, boshaft satirisch und brutal, erbarmungslos schreiben - und genau das habe ich in diesem Buch getan. Klicken Sie einfach auf das Cover und schon erfahren Sie mehr darüber ... |