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                                                                                                                       die ehemalige Volkspartei

                                                                             NPD-Anwalt verteidigt Bischof                        Williamson-Prozess verschoben

      Der Prozess um die Holocaust-Leugnung des britischen Bischofs Williamson wird auf das kommende Jahr verschoben, weil der Geistliche sich von seinem bisheri- gen Verteidiger trennt. Der Anwalt des Bischofs der umstrittenen Piusbruderschaft hatte wenige Tage vor dem geplanten Verhandlungsbeginn am 29. November überraschend sein Mandat niedergelegt. Nun wird er durch einen in der rechten Szene bekannten Anwalt vertreten, und ihm droht der Ausschluss aus der Pius- Bruderschaft.

      Der neue Verteidiger Williamsons müsse sich erst in den Fall einarbeiten, sagte Sprecher Johann Piendl vom zuständigen Regensburger Landgericht. Ein neuer Termin müsse noch festgelegt werden. Er vermutete, der Prozess werde erst nach Weihnachten stattfinden. Der "Spiegel" berichtete, bei dem neuen Verteidiger han- dele es sich um Wolfram Nahrath. Er ist der rechtsextremen Neo-Nazi-Szene zuzu- rechnen. Nahrath war letzter Bundesführer der 1994 verbotenen Wiking-Jugend und ist heute Mitglied der NPD.                                                                                                Williamson droht jetzt durch die Wahl seines neuen Anwaltes sogar der Aus- schluss aus der Pius-Bruderschaft. Sie teilte mit, der Generalobere Bischof Ber- nard Fellay habe Williamson "ausdrücklich befohlen, diese Entscheidung zurück- zunehmen". "Sollte er diesem Befehl nicht gehorchen, muss er mit dem Aus- schluss aus der Priesterbruderschaft St. Pius X. rechnen", hieß es. Williamson solle sich nicht durch politische Thesen instrumentalisieren lassen, die nichts mit seiner Aufgabe als katholischer Bischof im Dienst der Bruderschaft zu tun hätten.

      Williamsons bisheriger Verteidiger, der Coburger Rechtsanwalt Matthias Loßmann, sagte der dpa, seine Zusammenarbeit mit Williamson sei "einvernehmlich beendet" worden. Grund dafür war offenbar, dass der Bischof damals bereits einen neuen Anwalt hatte. Den Namen hatte er nicht genannt, aber betont: "Sie werden dann sehen, warum ich mich nicht mehr berufen fühle."                                                             siehe  http://www.n-tv.de/politik/Williamson-Prozess-verschoben-article1984326.html                  

      siehe auchdie Beiträge über die Unerträglichkeit der neo-faschistischen Pius-Bruderschaft  www.brakhage.info/vatikan-1   und folgende Seiten

       

                                                           So weitreichend ist die Glaubwürdigkeit des Vatikan

      Wikileaks-Enthüllungen bringen den Vatikan in ernste Bedrängnis                                     Der Vatikan verweigerte Mitarbeit zur Aufklärung von sexuellem Missbrauch durch vatikanische Kinderficker                                 Im Vatikan existieren weitverbreitete anti- semitische Geisteshaltungen                             

      Die Wikileaks-Enthüllungen erreichen jetzt auch den Vatikan. Demnach verweiger- te der Vatikan die Mitarbeit an einem Bericht zum Kindesmissbrauch. Die Kirche reagierte "sehr verägert" über eine Anfrage der Murphy-Kommission zur Aufklä- rung der Fälle in Irland. Medien veröffentlichen zudem vertrauliche Dokumente von US-Diplomaten, die den Kirchenstaat als "antiquierte Macht" beschreiben. Die Anforderung von Informationen über die Missbrauchsfälle durch die sogenannte Murphy-Kommission im vergangenen Jahr habe "viele im Vatikan verärgert", die in der Anfrage einen "Affront gegen die Souveränität des Vatikan" gesehen hätten, zitierte die britische Zeitung "The Guardian" aus einer von Wikileaks veröffentlich- ten Depesche der US-Botschaft in Rom. Der Vatikan störte sich demnach an der Form der Kontaktaufnahme.                                                                                                    "Während die Vatikan-Kontakte sofort tiefes Mitgefühl für die Opfer zum Ausruck brachten und betonten, dass die oberste Priorität das Verhindern einer Wiederho- lung sei, waren sie auch verärgert, wie die Situation politisch umgesetzt wurde", führte die US-Diplomatin Julieta Noyes dem Bericht zufolge in ihrer Depesche aus. Demnach hatte die Murphy-Kommission nicht die offiziellen diplomatischen Kanä- le genutzt, sondern direkt an den Vatikan geschrieben, um Informationen über den Umgang mit Missbrauchsfällen zu erhalten.

      Der Vatikan habe sich auch darüber geärgert, dass die irische Regierung nicht ein- geschritten sei, um bei der Murphy-Kommission auf die Nutzung der üblichen Kommunikationswege zu dringen, zitierte der "Guardian" aus der von Wikileaks veröffentlichten Depesche. Außerdem habe der Eindruck bestanden, dass einige irische Oppositionspolitiker versuchten, aus der Angelegenheit Nutzen zu ziehen, indem sie die Regierung öffentlich aufforderten, vom Vatikan eine Antwort auf die Anfrage der Murphy-Kommission zu verlangen.                                                                  Der Vatikan als ein konservatives und "veraltetes Machtgefüge" mit einem misera- bel schlechten internen Kommunikationssystem - so beschreiben amerikanische Depeschen, die von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht wurden, den Kirchenstaat. Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone sei ein Ja-Sager und spreche "nur italienisch", Pressechef Padre Federico Lombardi hingegen besitze zwar als einziger einen Blackberry, habe aber dafür keinen direkten Draht zu Papst Bene- dikt XVI., zitierte der Mailänder Corriere della Sera aus den US-Depeschen. Dennoch schätzten die USA den Heiligen Stuhl aufgrund seiner weitreichenden Verbindungen in der Welt als "nützlichen Verbündeten".

      Die Enthüllungen seien mit äußerster Vorsicht zu beurteilen, konterte der Vatikan. Ohne auf die Details näher eingehen zu wollen, sei dabei zu beachten, dass diese nur die Meinung der jeweiligen Verfasser widerspiegelten, hieß es in einer Presse- mitteilung des Vatikans.                                                                                                             siehe  http://www.n-tv.de/politik/Vatikan-verweigerte-Aufklaerung-article2127381.html                 http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-12/vatikan-irlan-wikileaks                                 http://derstandard.at/1291454887132/US-Diplomaten-in-Sorge-Ueberbleibsel-antisemitischer-Einstell ungen-im-Vatikan                                                                                                                               http://diepresse.com/home/panorama/welt/617665/WikileaksEnthuellungen-bringen-Vatikan-in-Bedr aengnis?_vl_backlink=/home/panorama/index.do                                                                            

       

                         Verdacht auf Geldwäsche für Drogenkartelle Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Vatikan- Bank                                                                   Der Vatikan spricht von einer bösartigen Kampagne                                                         Dubiose Transaktionen bringen den Vatikan in Verruf                                                            Schmutzige Geschäfte mit der Mafia?           

      Da ist selbst der Papst verblüfft: Italienische Fahnder haben 23 Millionen Euro vom Konto der Vatikanbank beschlagnahmt und erheben schwere Vorwürfe gegen Ver- traute des Heiligen Vaters. Auch von Geldwäsche für die Organisierte Kriminalität und versch. Drogenkartelle ist die Rede. Wie die italienische Tageszeitung „Corrie- re della Sera“ am Dienstag berichtete, stehe der Präsident des IOR (Institut für die religiösen Werke), Ettore Gotti Tedeschi, und ein weiterer hoher Funktionär des vatikanischen Geldinstituts im Verdacht der Geldwäsche.
      Der Vatikan zeigte sich am Dienstag „verblüfft und überrascht“. Der Heilige Stuhl habe vollstes Vertrauen zu Tedeschi und dem Generaldirektor der Bank, hieß es in Rom. Ein wenig gesundes Misstrauen wäre allerdings nicht unangebracht: Bereits vor gut einem Jahr hatten Medien berichtet, Ermittler hätten mit Blick auf eventuelle Geldwäsche Transaktionen der Vatikanbank in Millionenhöhe unter die Lupe ge- nommen.
      Im aktuellen Fall war ein Großteil des beschlagnahmten Geldes – 20 Millionen Euro – für JP Morgan
      in Frankfurt bestimmt, die übrigen drei Millionen sollten an die italienische Banca del Fucino gehen. Den Berichten zufolge hatte es die Vatikan- bank versäumt, die Finanzbehörden über die Herkunft des Geldes zu informieren. Es gehe um eine Reihe von Versäumnissen bei Finanztransaktionen. Die Staatsan- waltschaft wollte die Medienberichte zunächst nicht bestätigen.

      Gotti Tedeschi, Mitglied der konservativen Opus-Dei-Bewegung, war erst vor ei- nem Jahr zum Vorstandschef der Vatikanbank ernannt worden. Zuvor war er bei der spanischen Banco Santander Leiter für die Geschäfte des Instituts in Italien. Die Vatikanbank war in den 1980er Jahren in den Skandal um den Zusammen- bruch der Banco Ambrosiano verwickelt. Der Präsident der Mailänder Bank, Roberto Calvi, wurde 1982 tot unter einer Brücke in London hängend gefunden. Die Umstände seines Todes sind bis zum heutigen Tag nach wie vor ungeklärt.      Der Vatikan hat die Geldwäsche-Ermittlungen gegen seine Staatsbank als geziel- ten Angriff auf das internationale Ansehen zurückgewiesen. „Ein Verfahrensfehler wird dafür ausgenutzt, um das Institut, seinen Präsidenten und den Vatikan insge- samt zu attackieren und zu diskreditieren“, sagte Bank-Präsident Ettore Gotti Tedeschi in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der italienischen Finanz- zeitung „Il Sole 24 Ore“.                                                                                                              siehe                                                                                                                                                http://www.focus.de/finanzen/banken/geldwaesche-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-vatikanbank _aid_554362.html                                                                                                                               http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vatikanbank100.html                                                               http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vatikanbank102.html                                                                 http://www.tagesthemen.de/ausland/vatikan180.html                                                                         http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/geldwaescherei_vatikanbank_1.7638977.html       http://www.sueddeutsche.de/geld/vatikanbank-aufregung-im-kirchenstaat-1.1003146                       http://www.sueddeutsche.de/geld/vatikanbank-der-papst-und-das-geld-1.1041543                             http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E938D943B21ED426FB9E85B14 51196448~ATpl~Ecommon~Scontent.html                                                                                         http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Neue-GeldwaeschereiErmittlungen-geg en-Vatikanbank/story/29553500                                                                                                           http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/dubiose-transaktionen/                                                 http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,8114873,00.html                                                       http://www.wa.de/nachrichten/welt/geldwaesche-behoerden-ermitteln-gegen-vatikanbank-1044094. html                                                                                                                                                   http://www.zeit.de/2001/45/200145_gs-vatikanbank.xml                                                                     http://www.youtube.com/watch?v=IMmjMaQGzRY     siehe Video                                                    

       

                                                                                                             Entschädigungszahlungen                                  US-Bistum meldet Insolvenz an

      Als Folge des sexuellen Missbrauchs durch Priester ist die katholische Diözese in Milwaukee zahlungsunfähig. Die Entschädigungszahlungen an die Opfer spren- gen die Kasse des Bistums. „Eine Insolvenz ist ein dramatischer Schritt, birgt aber auch die Möglichkeit für einen Neubeginn“, sagte Erzbischof Jerome Listecki in einer Videobotschaft am Dienstag. Wie die Erzdiözese erklärte, soll durch das Gläubigerschutzverfahren nach dem sogenannten Chapter 11 gesichert werden, dass alle Opfer gerecht entschädigt werden. Auch soziale Kircheneinrichtungen wie Krankenhäuser und Kindergärten sollten weiterarbeiten, hieß es. Die Neuaus- richtung solle helfen, die eigentliche Mission der Kirche fortzusetzen, hofft der Bischof.                                                                                                                                           Nicht gesagt wurde, wie viele Opfer entschädigt werden und wie viel Geld sie bekommen. Zuvor hatten schon mehrere US-Diözesen wegen Missbrauchs-Ent- schädigungen Insolvenz angemeldet. Die Skandale hatten vor allem zu Anfang des vergangenen Jahrzehnts die Katholiken in den USA in eine tiefe Krise gestürzt.     siehe                                                                                                                                                http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/entschaedigungszahlungen-us-bistum-mel det-insolvenz-an_aid_587144.html                                                                                                     http://www.focus.de/politik/deutschland/weihnachten-bischoefe-machen-missbrauch-zum-thema_ai d_584655.html                                                                                                                                    

       

                                                                                             Nach dem Sturm kehrte Ruhe ein

      Als er vor einem Jahr die Fälle von sexuellem Missbrauch am Berliner Canisius- Kolleg bekanntmachte, löste der Jesuit Klaus Mertes eine bundesweite Aufklä- rungswelle aus. In seine Schule ist inzwischen Ruhe eingekehrt. Was Mertes heute bewegt, ist die Frage der Entschädigung.                                                                             Er hatte nur mit einigen Meldungen in der Lokalpresse gerechnet, stattdessen trat er bundesweit eine Lawine los: Klaus Mertes, Rektor des Berliner Canisius-Kol- legs, machte vor einem Jahr 22 Fälle von sexuellem Missbrauch an seiner Schule öffentlich. In einem Brief an 600 ehemalige Schüler entschuldigte er sich im Namen der katholischen Einrichtung für die zum Teil Jahrzehnte alten Taten. „Damit, was ich losgetreten habe, habe ich nicht gerechnet, was aber kein Grund dafür ist, es zu bereuen“, sagte der Jesuitenpater.
      Nach und nach wurden auch in anderen Jesuitenschulen Fälle bekannt. Und nicht nur dort – auch im Benediktinerkloster Ettal oder in der Odenwaldschule im hessi- schen Heppenheim, aber auch in anderen Institutionen. Das Thema habe längst die Mitte der Gesellschaft erreicht, sagte die neue Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann. Bei deren Telefonhotline sowie per Post meldeten sich seit Frühjahr 2010 bis heute rund 10 000 Betroffene und Angehörige, aber auch Ärzte und Therapeuten. Gut jeder zweite gemeldete Missbrauch (rund 57 Prozent) fand in der eigenen Familie statt, jeder dritte in Institutionen wie Kirche, Schule oder Verein, sagte eine Sprecherin. Die katholische Kirche nimmt in dieser Gruppe den unrühmlichen ersten Platz ein und leidet unter Imageschaden und Kir- chenaustritten.                                                                                                                              siehe                                                                                                                                               
      http://www.focus.de/schule/schule/psychologie/tid-21032/missbrauchsskandal-nach-dem-sturm-kehrt e-ruhe-ein_aid_591312.html                                                                                                              

       

                                                           Jesuiten bieten 5000 Euro                                  Die Missbrauchsopfer sind enttäuscht            

      Das Entschädigungsangebot des katholischen Jesuiten-Ordens wird von Miss- brauchsopfern abgelehnt. Die angebotenen 5000 Euro je Opfer seien deutlich zu niedrig, "um den erlittenen Schaden zu kompensieren oder auch nur eine Aner- kennung der Schuld zu signalisieren", sagte Thomas Weiner von der Gruppe "Eckiger Tisch". Weiner ist zudem "unverständlich", dass die Opfer, die dem Orden ja bekannt seien, einen Antrag stellen sollten. Er sei auch nicht sicher, ob es sich wirklich um ein Angebot oder nur eine Absichtserklärung handele. Die Opfer- vertretung "Eckiger Tisch" fordert durchschnittlich rund 80.000 Euro pro Opfer. Die Gruppe besteht aus ehemaligen Schülern des Berliner Canisius-Kollegs, wo der Missbrauchsskandal vor einem Jahr öffentlich gemacht wurde.

      In einem Brief an die mehr als 200 dem Orden bekannten Betroffenen aus Jesui- tenschulen in Berlin, Hamburg, Bonn und St. Blasien im Schwarzwald hatte Jesuitenprovinzial Stefan Kiechle sich für die Vorfälle entschuldigt und erklärt, der Orden werden Betroffenen "nach Prüfung eines entsprechenden Antrags eine Zahlung von 5000 Euro anbieten".                                                                                         Ordenssprecher Thomas Busch hatte zu den von dem Missbrauchsopfern gefor- derten 80.000 Euro gesagt, dies sei für die Jesuiten "schlicht und einfach eine Größenordnung, die unrealistisch ist". Er fürchte aber, dass die 5000 Euro bei den Opfern nicht zur Zufriedenheit führen werden. "Der Orden sieht da aber keine Alter- native." Es handle sich bei dem Betrag um "ein Zeichen", das sich an der Leis- tungsfähigkeit des Ordens orientiere.                                                                                    Nach Bekanntwerden der Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg hatte sich eine Reihe von Opfern gemeldet, die nach oft jahrelangem Schweigen davon berichte- ten, an kirchlichen Einrichtungen missbraucht worden zu sein. Zur Aufarbeitung dieser Fälle und auch zur Aufarbeitung von Missbrauch im nicht-kirchlichen Bereich setzte die Bundesregierung im vergangenen Jahr eine eigene Anlaufstelle ein.                                                                                                                                                     siehe  http://www.n-tv.de/politik/Missbrauchsopfer-sind-enttaeuscht-article2462686.html                 http://www.n-tv.de/politik/8000-Betroffene-melden-sich-article2008921.html                                    

      siehe auch “Dunkle Tage der Kindheit”

       

                                              

      "Ist das viel, ist das wenig?" -  Bericht belastet 18 Jesuiten schwer                                                      Der “gute” Ruf des Internats war wichtiger, als die missbrauchten Kinder                                     50 Jahre unentdeckter, brutaler Missbrauch an der Jesuitenschule                                                 Wegschauen und schweigen wegen dem “guten” Ruf                                                                       Fotos von halbnackten Schülern im Nachlass eines “ehrwürdigen” Jesuiten Paters                   

      Rund ein Jahr nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals am Bonner Aloisi- us-Kolleg wird der Abschlussbericht zu den Vorfällen veröffentlicht. Darin werden 23 Beschäftigte belastet. An dem privaten Gymnasium des Jesuitenordens sollen Patres über Jahrzehnte hinweg Schüler sexuell missbraucht haben. 50 Jahre lang wurden lt. dem Bericht Jungen sexuell missbraucht und misshandelt. Ein Pater tat dies 40 Jahre lang, ohne jemals Schwierigkeiten zu bekommen. Das ist das Ergeb- nis des Untersuchungsberichts. Die Taten wurden demnach vom Jesuitenorden weniger vertuscht als vielmehr gar nicht wahrgenommen. Ein Schuldbewusstsein sei häufig nicht vorhanden gewesen, urteilte das Untersuchungsteam unter Lei- tung der Juristin Julia Zinsmeister.                                                                                           Das Aloisius-Kolleg ist eine Eliteschule mit angeschlossenem Internat. Zu den ehe- maligen Schülern gehören viele Prominente, darunter Bundesinnenminister Tho- mas de Maizière und der Entertainer Stefan Raab.                                                             siehe  http://www.n-tv.de/politik/Bericht-belastet-18-Jesuiten-article2619151.html                         http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-02/abschlussbericht-aloisiuskolleg                   http://www.focus.de/schule/schule/psychologie/schulgewalt-special/bonn-50-jahre-unentdeckter-mi ssbrauch-am-jesuiten-kolleg_aid_600273.html                                                                                   http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,745659,00.html                                                               http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1297762162124.shtml                                                   http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Fotos-halbnackter-Schueler-im-Nachlass-eines-Jes uiten-Paters-id4287032.html                                                                                                              

       

                

      Hundertfacher Missbrauch: Pfarrer muss 7 Jahre hinter Gitter

      Wegen hundertfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen ist ein Pfarrer aus Salzgitter zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht im niedersächsischen Braunschweig befand den geständigen Geistlichen für schuldig, sich über Jahre hinweg an drei Jungen aus ihm bekannten Familien vergangen zu haben, wie ein Gerichtssprecher sagte. Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt. "Die ihm zur Last gelegten Taten wurden für erwiesen erachtet und wegen der zahlreichen Fälle von sexuellem Missbrauch, darunter viele Fälle von schwerem Missbrauch, wurde eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren verhängt", sagte der Sprecher.                                                                                                 Die Staatsanwaltschaft hatte den 46-jährigen katholischen Pfarrer wegen 280 ein- zelnen Missbrauchsfällen angeklagt. Diese ereigneten sich nach ihren Angaben zwischen 2004 und 2011. An den Jungen verging er sich demnach unter anderem, als sie bei ihm an Wochenenden übernachteten und mit ihm Kurzurlaube ver- brachten.

      Der Mann war im Juli vergangenen Jahres festgenommen worden, nachdem eines seiner Opfer Anzeige erstattet hatte und damit umfangreiche Ermittlungen ins Rollen brachte. Die Polizei richtete damals eigens eine Sonderkommission namens "Peccantia" (lateinisch für Sünde) ein, um die Dimensionen des Falls zu klären. Die Opfer waren laut Staatsanwaltschaft bei den Taten zwischen neun und 15 Jahren alt. Der Mann, dem ein Gutachter schon vor dem Prozess eine krankhafte pädophi- le Sexualstörung attestierte, hatte seine Taten von Anfang an generell zugegeben. Im Prozess wiederholte er sein Geständnis. Im Gegenzug stellte das Gericht ihm in Absprache mit Anklage und Verteidigung von vornherein einen Strafrahmen von maximal sechs bis sechseinhalb Jahren Gefängnis in Aussicht. Derartige Kompro- misse sind vor deutschen Gerichten üblich, um den Opfern eine Zeugenaussage und damit eine mögliche neuerliche Traumatisierung zu ersparen. Die Taten ereigneten sich, als der Mann Gemeindepfarrer in Braunschweig und Salzgitter war. Hauptopfer war nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Junge, den er zwischen 2004 und 2006 insgesamt 243-mal missbraucht haben soll. Der Ange- klagte hatte laut Anklage schon 2002 während einer Kommunionsvorbereitung einen "freundschaftlichen Kontakt" zu dem Kind und seiner verwitweten Mutter aufgebaut. Später soll er sich dann regelmäßig an dem Jungen vergangen haben.

      siehe http://www.n-tv.de/panorama/Pfarrer-muss-hinter-Gitter-article5333041.html    

       

                                                                                                                                                                                          

       

       

      Ich möchte jetzt auch noch unbedingt auf den hervorragenden LESERBRIEF von Heidi Dettinger, Schriftführerin des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ ( „VEH e.V.“ ) vom 12.09.2011 - 12:59 Uhr aufmerksam machen: »Entschuldigungs-Zirkus der Evangelischen Kirche« @ http://www.net-tribune.de/nt/node/56300/news/Update-Evangelische-Kirche-entsch uldigt-sich-bei-Heimkindern/site/1 ( dort bitte ein klein wenig runter scrollen ).
      [ Und seither jetzt auch in diesem genauen Wortlaut an einigen anderen Stellen im Netz. ]

      ANFANG DES ZITATS.

      » HeidiD am 12.09.2011 - 12:59 Uhr:

      In den Heimen der evangelische Kirche wurden wir
      - gefoltert
      - vergewaltigt
      - verhöhnt
      - gedemütigt
      - ausgebeutet

      Man hat uns
      - "zwangsernährt" mit unserem eigenen Erbrochenem
      - unterernährt
      - Schlaf entzogen
      - politisch und religiös indoktriniert
      - eingesperrt und isoliert

      Obendrein bekamen wir
      - keinen Hauch von Liebe oder Zuneigung
      - keine bis kaum Schulbildung
      - kaum eine qualifizierte Berufsausbildung

      Wir bekamen
      - keinen Lohn, für die Zwangs- und Kinderarbeit, die wir jahrelang leisteten
      - keine Renteneinzahlungen für unsere Arbeit
      - nicht einmal eine vernünftige Krankenversicherung

      Und als wir anfingen, alt, krank, müde, oftmals in Armut und Einsamkeit lebend, anfingen, uns zu organisieren, die Täter von damals anzuklagen, Entschädigung, Rentenzahlungen, gestohlenen Lohn einzufordern - da fiel der Kirche ersteinmal nichts besseres ein, als alles abzustreiten.

      Am "Runden Tisch" taten die Vertreter eben dieser Kirche alles in ihrer Macht stehende, um akzeptable Entschädigungszahlungen zu vermeiden, Aufarbeitung unseres Schicksals zu torpedieren, Worte wie "Zwangsarbeit" und "systematisches Unrecht" aus allen Texten zu radieren. Selbige Vertreter (z.T. selbst Juristen!) setzten sich damit durch, die Vertreter der Überlebenden ihrer Höllen - genannt "Heime" - ohne rechtlichen Beistand in den Verhandlungen zu lassen. Sie strengten sich geradezu an, die Ehemaligen, die ihnen wieder einmal - nun am RTH - ausgeliefert waren, über den Tisch zu ziehen... Das ganze Schauspiel ist erst im Dezember letzten Jahres mit der absolut unwürdigen, widerlichen, ekelhaften Erpressung, die später "Abstimmung" heißen sollte, zu Ende gegangen!

      Und nun, nicht mal ein Jahr danach, wird in Berlin dieser Entschuldigung-Zirkus aufgezogen...

      Meint Ihr denn, wir seien dumm und taub und blind?
      Meint Ihr denn, wir lebten noch im Mittlealter?
      Meint Ihr denn, wir haben auf diese Hand gewartet, die uns erst missbraucht und prügelt, dann über den Tisch zieht und nun in scheinheiliger Geste um Entschuldigung bittet?

      Gebt uns was unser ist: Unseren Lohn! Unsere Renten! Und für das, was Ihr nicht zurückgeben könnt, zahlt eine Entschädigung, die diesen Namen verdient und uns gerecht wird.

      Dann - aber auch nur dann - werden wir vielleicht noch einmal über eine Entschuldigung reden!

      ENDE DES ZITATS. «





      Ehemaliges Heimkind, Rolf Breitfeld, lehnt „Bitte um Vergebung“ der Evangelischen Kirche in Deutschland für das ihm zugefügte Unrecht und Leid ab.

      Sonntag Nachmittag, 11. September 2011 [ mitteleuropäische Zeit / MEZ / CET ]

      Betreffend der „Veranstaltung“ der EKD und der DIAKONIE in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Berlin.

      ANFANG DES ZITATS.

      » Ich nehme Eure Entschuldigung nicht an denn sie ist nicht ehrlich.

      Mein Elend begann 1964 mit der Diakonie in Neumünster und endete in einem ehemaligen KZ in Glückstadt.

      Wie sieht denn Eure christliche Nächstenliebe aus?
      Ich sehe hier nur einen knallhart profitorientierten Wirtschaftsbetrieb, geleitet von Funktionären.

      Heimopfer haben in den 50er-70er Jahren in der Obhut von Christenmenschen Zwangsarbeit, Prügel und Isolationshaft erlitten. Bildung und Ausbildung wurden ihnen verwehrt. Das hatte für die Heimopfer ein Leben an der untersten Stufe der sozialen Leiter zur Folge.

      Ihr habt hunderte von Millionen an uns verdient und wollt Euch mit 20 Millionen, die größtenteils wieder in Eurem eigenem System versickern werden, aus der Affäre ziehen.

      Uns dies jetzt als Wohltat verkaufen zu wollen ist dreist.

      An einer korrekten Regulierung der von Euch im großen Stile mitverursachten Schäden scheint Ihr aber nicht interessiert zu sein.

      Die Front der Rechtsnachfolger der damaligen Täter, darunter auch die Diakonie, hat die Anerkennung belegbarer Menschenrechtsverletzungen im Endbericht des Runder Tisch Heimerziehung systematisch verhindert.
      Dies geschah in Komplizenschaft mit der Moderatorin Frau Antje Vollmer, einer ehemaligen evangelischen Pastorin.

      Die Kirchen und somit die Diakonie hätten als selbsternannte oberste Wächter über Moral und Tugend doch auf die Einrede der Verjährung verzichten können.

      Ihr seid einfach nur eklig in Eurer Selbstgefälligkeit.
      Wie weit wollt Ihr Euch noch von Eurem Gott entfernen?

      Rolf Breitfeld, 030/7824805 «

      ENDE DES ZITATS.

       

       

       

       

      Eine wichtige Mitteilung für die Leser/-innen dieser Sonderseiten  

      Es war und ist mir wichtig kontroverse, gesellschaftsrelevante und unbequeme Themen aufzugreifen, sie öffentlich zu machen und zur Diskussion zu stellen, Denkanstöße zu liefern und unerwünschte Fragen zu stellen, - das wird auch wohl bis zu meinem Lebensende so bleiben.

      Aber meine täglichen Tagesstunden sind durch meine Narkolepsie- Erkrankung sehr stark begrenzt - und es wird immer weniger, der Zeitaufwand schlicht zu groß.

      Ich will solche Themen nicht einfach aus meinem Leben verbannen oder sie nicht mehr zur Kenntnis nehmen, aber diese Projekt-Homepage “Belgaraths Turmzimmer” ist mittlerweile mehr als 10 Jahre online - und ich habe viele kontroverse Themen in die Öffentlichkeit meiner Besucher/ -innen auf dieser Homepage getragen, meine regelmäßigen Morddrohun- gen und Beschimpfungen von islamischen Fundamentalisten / Faschis- ten erhalten, aber auch von Hundebesitzern und von ehemaligen Weg- gefährten aus der linken Szene, wo ich mittlerweile absolut nicht mehr bereit bin die latente Gewaltbereitschaft zu tolerieren. Ich habe Themen veröffentlicht und verlinkt zur Atompolitik der Bundesrepublik Deutsch- land, zu ihren mehr als fragwürdigen sogenannten “Volksvertretern/ -innen” und zur politischen Entwicklung dieses Landes überhaupt, zur unersättlichen Gier der Finanzhaie, zu den menschlichen Monstern mit ihrer erbarmungslosen Gewalt gegen wehrlose Kinder.

      Nicht unerwähnt möchte ich dabei auch den zahlreichen Zuspruch lassen, den ich durch meine Themen von zahlreichen Lesern/-innen erhalten habe, ihre Unterstützung und Freundschaften wegen meines Mutes solche Themen aufzugreifen. Vielen Dank dafür.

      All diese Themen werde ich nicht aus meinem Leben verbannen, sie auch weiterhin zur Kenntnis nehmen und bei jeder passenden Gelegenheit ansprechen, diskutieren und dafür streiten, soweit es in meinen Kräften steht, - aber ich will und kann ihnen nicht mehr diese vielen Stunden widmen, die ich bisher investiert habe, denn das lässt meine Krankheit nicht mehr zu.

      Das bedeutet nicht, dass ich resigniere oder auf andere Weise irgendwie aufgebe, weil sich an den mörderischen Verhältnissen ohnehin nicht viel ändert. ich hatte nie die Illusion, dass solche Themenseiten irgendetwas Wesentliches verändern, außer dass sie die Thematik durch zahllose Links und Verweise, durch die Zusammenstellung und Komprimierung auf derartigen Sonderseiten ein wenig mehr ins Bewusstsein von uns allen rücken, damit endlich diese ignorante Nichtbeachtung endet oder zumindest eingeschränkt wird.

      Diese Sonderseiten werden mit sofortiger Wirkung eingestellt, - was aber nicht bedeutet, dass sie gelöscht werden oder offline gehen. Sie bleiben vorerst so und unverändert bestehen, werden aber nicht fortgeführt.

      Die Projekt-Homepage “Belgaraths-Turmzimmer” neigt sich ohnehin ihrem Ende entgegen, sie hat ja auch schon viele Jahre Bestand und erstaunliche Besucherzahlen, die mich immer wieder verblüffen. Es war meine erste eigene, selbstgestaltete Homepage, genau auf meine Wünsche eingerichtet, nach meinen Vorstellungen gestaltet.      

      Aber ich arbeite bereits mit der Essener Lyrikerin und Künstlerin Alayna A. Groß an einer ganz neuen Homepage, einer reinen Künstler-Home- page mit dem Titel “Alayna und Belgarath”, ein Fundus für Menschen, die gerne Lyrik und literarische Geschichten lesen, mit jeder Menge Kindergeschichten von eigener Hand, mit jeder Menge Bilder-Galerien, mit künstlerischen und persönlichen Infos, ständig erweitert und aktualisiert,  - sehr attraktiv und grafisch gestaltet, ein Hingucker im Internet, wie man ihn nicht alle Tage findet, - aber ohne politische, gesellschaftskritische Sonderseiten.

      Wann diese neue Homepage online geht, lässt sich im Moment noch nicht genau sagen, aber ich kann allen Besuchern/-innen versichern, dass sie frühzeitig informiert werden. Dann wird diese HP reduziert, wahrscheinlich bleiben alle Sonderseiten nicht fortgesetzt online, aber das kann ich jetzt noch nicht sagen. Alle mit dieser HP verlinkten Seiten werden die Chance erhalten sich auch mit der neuen HP zu verlinken, wenn dies gewünscht ist. Aber das ist noch nicht soweit, wird noch ein paar Monate Vorbereitung brauchen. Schließlich wollen Alayna und ich, dass sie alle richtig beeindruckt sind, wenn die neue HP online geht.

      Sicher ist allerdings schon jetzt, dass diese Sonderseite ab sofort nicht fortgeführt wird.

       

       

       

      Kirchenkritische Zitate:

      A theologian is like a blind man in a dark room searching for a black cat which isn't there - and finding it!  (Autor unbekannt)

      Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?  (Douglas Adams, brit. Schriftsteller, 1952-2001)

      "Theologie" ist der professionalisierte und institutionalisierte Missbrauch der Vernunft im Dienste des Glaubens.  (Hans Albert, dt. Philosoph und Soziologe)

      Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.    (Susan Brownell Anthony, am. Pionierin der Frauenbewegung, 1820-1906)

      Wenn es einen Gott gäbe, hätte ich noch zwei Eier. (Lance Armstrong, am. Radfahrer)

      Kinder werden zur Taufe gebracht wie zur Schluckimpfung.   (Rudolf Augstein, dt. Publizist u. Hrsg. d. 'Spiegel', 1923-2002)

      Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, noch nicht einmal existieren muss.    (Charles Baudelaire, frz. Schriftsteller)

      Messgewänder sind das Kostüm der Narren am Himmlischen Hof.  (Ambrose Bierce, am. Schriftsteller, 1842-1914)

      Ich frage mich vieles, vor allem das eine: Wie ist es möglich, daß 800 Millionen Christen diese Welt so wenig zu verändern vermögen, eine Welt des Terrors, der Unterdrückung, der Angst.  -  In seinem Durchschnitts-'Organ' ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist.    (Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, 1917-1985)

      Ein Blutstrom fließt durch achtzehn Jahrhunderte, und an seinen Ufern wohnt das Christentum.   (Ludwig Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837)

      Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?   (Wolfgang Borchert, dt. Schriftsteller, 1921-1947)

      Kritik an der Kirche trifft immer ins Schwarze.  (Manfred Bosch, dt. Schriftsteller)

      Die Bibel - und zwar nicht nur das Alte, sondern auch das Neue Testament - ist in zentralen Teilen ein gewalttätig-inhumanes Buch, als Grundlage einer heute verantwortbaren Ethik ungeeignet.  (Franz Buggle, dt. Psychologie-Professor)

      Welch primitive Mythologie, dass ein menschgewordenes Gotteswesen durch sein Blut die Sünden der Menschheit sühnt!  (Rudolf Bultmann, dt. Theologie-Professor, 1884-1976)

      Die Wissenschaft hat in einhundert Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan als das Christentum in achtzehnhundert Jahren. (John Burroughs, am. Dichter, 1837-1921)

      Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten.        Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten.   (Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

      Die Moral existiert. Unmoralisch ist das Christentum.  (Albert Camus, fr. Philosoph, 1913-1960)

      Religionen sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche und grausame Welt.   (Arthur C. Clarke, brit. Schriftsteller)

      Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan.  (Jean Cocteau, fr. Schriftsteller, 1889-1963)

      Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament - auf der Dummheit der Menschen.    (Otto von Corvin, dt. Schriftsteller, 1812-1886)

      Religion ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter.    (Rudolf von Delius, dt. Schriftsteller, 1878-1946)

      Der Gott des Alten Testaments ist – das kann man mit Fug und Recht behaupten – die unangenehmste Gestalt der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungs- fanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeind- licher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größen- wahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.

      Ein Gott, der die Hölle gemacht, verdient als einziger darin zu braten.

      Der Glaube lebt vom Gläubigen, nicht umgekehrt - wie gern der Gläubige dies auch glaubt. Dafür sorgen die wenigen, die tatsächlich vom Glauben leben, wenn auch von dem der andern mehr als vom eignen, was der Gläubige aber nicht glaubt.

      Das Christentum ist theoretisch der friedliebendste, praktisch aber der blutrünstigste Glaubensverband der Weltgeschichte.

      Seit Konstantin wurden Heuchelei und Gewalt zum Kennzeichen der Kirchen- geschichte, wurde der Massenmord zur Praxis einer Religion. Einen zu töten war strikt verboten, Tausende umzubringen ein gottgefälliges Werk. Das Ganze nennt man nicht Geisteskrankheit, das Ganze heißt Christentum.

      Kirchen sind durchaus kein notwendiges Übel, aber das Übel folgt notwendig daraus.

      Religionen sind Fertighäuser für arme Seelen.

      Nicht die Sexualkunde verdirbt die Minderjährigen - der Religionsunterricht!

      Es gibt kaum einen traurigeren Anblick als eine junge Nonne - ausgenommen eine alte.

      Missionare in der Heimat kommen mir immer wie Seeräuber auf Urlaub vor.

      Daß Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist unter allem Aberglauben der größte.

      Das Christentum beruht auf verschiedenen Geboten - dem Gebot der Nächstenliebe , der Feindesliebe, dem Gebot nicht zu stehlen nicht zu töten, und auf der Klugheit, keines dieser Gebote zu halten.

      Sowenig man die Liebe den Prostituierten anvertrauen darf, sowenig die Religion den Pfaffen.     (Karlheinz Deschner, dt. Schriftsteller)

      Die Christen werden mit Volksmärchen aus Arabien, Chaldäa, Assyrien, Ägypten, Babylon, Persien, Kanaan aufgezogen.   (Anagarika Dharmapala, Vertreter der buddhistischen Revitalisierung, 1864-1933)

      "Der Gott, der Gott sterben läßt, um Gott zu besänftigen"...Hundert Folianten, die für oder wider das Christentum geschrieben worden sind, ergeben eine geringere Evidenz als der Spott dieser zwei Zeilen.

      Es gibt wohl keinen guten Vater, der unserem himmlischen Vater gleichen möchte.

      Ich habe mich in einem riesigen Wald verirrt und habe nur ein kleines Licht, um mich zurechtzufinden. Da kommt ein Unbekannter hinzu und sagt mir: 'Lieber Freund, blas deine Kerze aus, um deinen Weg besser zu finden.' Dieser Unbekannte ist ein Theologe.   (Denis Diderot, fr. Schriftsteller u. Philosoph, 1713-1784)

      Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.

      Die Erkenntnis von der Unfreiheit des Willens schützt mich davor, mich selbst und die Mitmenschen allzu ernst zu nehmen und den guten Humor zu verlieren.

      Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann. ... Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden .... Keine noch so feinsinnige Auslegung kann etwas daran ändern. Diese verfeinerten Auslegungen sind … höchst mannigfaltig und haben so gut wie nichts mit dem Urtext zu schaffen. ... Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie jede andere der Inbegriff des kindischsten Aberglaubens.   (Albert Einstein, Physiker,1879-1955)

      Entweder will Gott das Übel beseitigen und kann es nicht, oder er kann es und will es nicht, oder er kann es nicht und will es nicht, oder er kann es und will es. Wenn er nun will und nicht kann, ist er schwach, was auf Gott nicht zutrifft. Wenn er kann und nicht will, ist er missgünstig, was ebenfalls Gott fremd ist. Wenn er nicht will und nicht kann, dann ist er sowohl missgünstig wie schwach und dann auch nicht Gott. Wenn er aber will und kann, was allein sich für Gott ziemt, woher kommen dann die Übel, und warum nimmt er sie nicht weg?   (Epikur, gr. Philosoph, 341-ca.270)

      Der Religion ist nur das Heilige wahr, der Philosophie nur das Wahre heilig. (Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)

      Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. – Das hat er nun davon. (Wolfgang Eschker, dt. Schriftsteller)

      Geht man allen Religionen auf den Grund, so beruhen sie auf einem mehr oder minder widersinnigen System von Fabeln. Es ist unmöglich, dass ein Mensch von gesundem Verstand, der diese Dinge kritisch untersucht, nicht ihre Verkehrtheit erkennt.   (Friedrich der Große, König von Preußen, 1712-1786)

      Die Bibel berichtet mehr als hundertmal von durch Gott befohlenem Mord und Völkermord sowie von 600 weiteren Morden und Massenmorden und rund 1000 Zorn- u. Strafaktionen eines blindwütigen Gottes.  (Peter Fürer, schweizer Schriftsteller)

      Die Religiosität führt sich biologisch auf die langanhaltende Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu verleugnen versucht.   (Sigmund Freud, österr. Psychiatrie-Professor, 1856-1939)

      Die Kirche lehrt uns, in dem Kreuz ein Symbol für die Leiden Jesu Christi zu sehen. Ich hingegen sehe in dem Kreuz ein Symbol für die Leiden Unzähliger, die im Namen des Kreuzes ihr Leben lassen mussten: Sei es durch das Feuer des Scheiterhaufens, durch die Hand der Folterknechte oder durch sogenannte 'heilige Kriege'.  (Markus Gansel, Betreiber von www.unmoralische.de )

      Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.   (André Gide, fr. Schriftsteller, 1869-1951)

      Mir willst du zum Gotte machen solch ein Jammerbild am Holze!

      Der Glaube ist nicht der Aufgang, sondern das Ende allen Wissens.

      Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.

      Es bleibt wahr: das Märchen von Christus ist Ursache, daß die Welt noch 10000 Jahre stehen kann und niemand recht zu Verstand kommt, weil es ebenso viel Kraft des Wissens, des Verstandes, des Begriffs braucht, um es zu verteidigen als es zu bestreiten. Brief an Johann Gottfried Herder vom 4. Sept. 1788

      Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, daß ich sie von keinem, außer von ihm selbst, hören möchte.  (Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)

      Gott ist die aufs Lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor 4000 Jahren den Juden und vor knapp 2000 Jahren den Christen offenbart haben, mit deutlicher Bevorzugung der weißen Rasse unter Vernachlässigung der Schwarzen, der Gelben und der Rothäute? Auf solche Märchen kann ich mühelos verzichten.  (Claire Goll, fr.-dt. Schriftstellerin, 1891-1977)

      Die Bibel, das konservativste Buch der Weltliteratur, das Buch, mit dem man Todesstrafe, Obrigkeitsstaat, ewiges Bleiben von reich und arm, Kapitalistenausbeutung und Ausgebeutet-Sein begründen kann.  (Helmut Gollwitzer, dt. ev. Theologe, 1908-1993)

      Ich habe erkannt, daß Katholiken zum Bösen fähiger sind als irgendwer. (Graham Greene, engl. Schriftsteller, 1904-1991)

      Religion ist die höchste Eitelkeit.

      Die Offenbarung Gottes in der Bibel folgt nicht einmal aus christlichen Begriffen. Wenn er sich offenbaren wollte, so hätte er vermöge seiner Liebe, die es ihm nicht erlaube, die Menschen irre zu führen, und vermöge seiner Allmacht, die es ihm möglich machte, ein Buch liefern zu müssen, welches über alle Mißdeutung erhaben war und von jedem erfaßt werden konnte.  (Friedrich Hebbel, dt. Dichter, 1813-1863)

      In dunklen Zeiten wurden dieVölker am besten durch die Religionen geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unserer bester Wegweiser ist; er kennt dann die Wege und Stege besser als ein Sehender; es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.

      Religion und Heuchelei sind Zwillingsschwestern, und beide sehen sich so ähnlich, dass sie zuweilen nicht voneinander zu unterscheiden sind.

      Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.  (Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)

      Was kümmert die Kirche die Tyrannei mißratener Könige, sofern sie an deren Macht teilhat!

      Der Katholizismus verteidigte stets den Diebstahl, den Raub, die Gewalttat und den Mord.

      Ein untätiger Stand ist ehrgeizig: er möchte reich und mächtig sein und kann dies nur werden, indem er die Beamtenschaft ihrer Autorität und die Völker ihres Eigentums beraubt. Um sich dies beides anzueignen, stützten die Priester die Religion auf eine Offenbarung und erklärten sich selbst zu deren Interpreten   (Claude Adrien Helvetius, fr. Philosoph, 1715-1771)

      In der Vernunft und in unserer eigenen Natur werden wir Führer haben, die viel sicherer sind als jene Götter, denen die Geistlichkeit nach ihrem Gutdünken irgendwelche Worte in den Mund legt und deren Sprache sie je nach ihren Interessen auslegt.  (Paul Thiry D’Holbach, dt.-fr. Philosoph, 1723-1789)

      Denn nur ein Narr beugt heut noch seinen Nacken vor Göttern - die aus Weizenmehl gebacken!

      Das Volk hat lange graue Ohren, und seine Treiber nennen sich Rabbiner, Pfarrer und Pastoren.    (Arno Holz, dt. Schriftsteller, 1863-1929)

      Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden.   (Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975)

      Das Kristentum ist mir ungeheuer auf die Nerven gegangen, diese Zweijahrtausende sausende Fahrt in die verkehrte Richtung.   (Hans Henny Jahnn, dt. Schriftsteller, 1894-1959)

      Es wird der Tag kommen, an dem die mystische Entstehung Jesu im Leib einer Jungfrau und mit dem höchsten Wesen als Vater in die gleiche Kategorie eingeordnet wird wie die Fabel von der Geburt der Minerva aus dem Kopf Jupiters.

      Die einzige Waffe, die man gegen unverständliche Aussagen einsetzen kann, ist der Spott. Vorstellungen müssen klar umrissen sein, erst dann kann die Vernunft sich mit ihnen beschäftigen; und von der Dreieinigkeit hatte kein Mensch jemals eine klar umrissene Vorstellung. Es ist nur das Abrakadabra jener Scharlatane, die sich als Priester Jesu bezeichnen.   (Thomas Jefferson, am. Präsident, 1743-1826)

      Moses sagt: 'Gott ist eifersüchtig'; und anderswo: 'Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.' So seht ihr also etwas Göttliches darin, wenn Gott als neidisch bezeichnet wird, während ein eifersüchtiger und mißgünstiger Mensch euch tadelnswert erscheint?   (Kaiser Julian, röm. Kaiser, 331-363)

      Im Gleichnis Christi ist die enge Pforte und der schmale Weg, der zum Leben führt, der des guten Lebenswandels; die weite Pforte und der breite Weg, den viele wandeln, ist die Kirche.   (Immanuel Kant, dt. Philosoph, 1714-1788)

      Wenn man glaubt, im Besitz der Wahrheit zu sein, sollte man wissen, dass man glaubt, aber nicht glauben, dass man weiss.  (Jules Lequier, frz. Philosoph, 1814-1862)

      Jesus hat das Reich Gottes verkündet und gekommen ist die Kirche.    (Alfred Loisy, fr. Theologe, 1857-1940)

      Wenn Männer Kinder bekämen, wäre die Abtreibung längst ein Sakrament.  (Lore Lorentz, dt. Kabarettistin, 1920-1994)

      Die Kirche muß die Wahrheit unterdrücken, um in der Gesellschaft hoffähig zu bleiben.

      Die historische Kritik hat den Gebrauch des Alten Testaments durch das Neue Testament ad absurdum geführt, denn an keiner Stelle standen den alttestament- lichen Verfassern die Personen und Geschehnisse vor Augen, die sie den neutestamentlichen Autoren zufolge im Blick hatten.

      Kein Buch des Mose stammt von Mose, kein Psalm Davids von David, kein Spruch Salomos von Salomo, keine Vision Daniels von Daniel, die allerwenigsten Prophetenworte von den Propheten, unter deren Namen die Bücher überliefert sind. Es gab keinen Exodus aus Ägypten, keine Sinaioffenbarung und keine Übergabe der Zehn Gebote. Abraham, Isaak, Mose und Josua sind bloße Namen, Jericho wurde nie erobert.     (Gerd Lüdemann, dt. Theologie-Professor)

      In dieser Welt gibt es nur zwei Sorten Menschen - intelligente Menschen ohne Religion und religiöse Menschen ohne Intelligenz.    (Abu'l-Ala-Al-Ma'arri, arabischer Dichter und Schriftsteller, 973-1057)

      Religion ist Opium des Volkes.   (Karl Marx, dt. Philosoph, 1818-1883)

      Die Kirche ist ein Ort, wo Menschen vom Himmel Wunderdinge erzählen, die niemals dort waren, und dies Menschen gegenüber, die nie dort eintreffen werden.
      (Henry Louis Mencken, am. Schriftsteller, 1880-1956)

      Wenn Menschen Liebe gepredigt wird, lernen sie nicht lieben, sondern predigen.   (Alice Miller , schweizer Schriftstellerin)

      Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je in Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen...sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht... Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist - ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.

      Gott ist eine faustgrobe Antwort, eine Undelikatesse gegen uns Denker, im Grunde sogar bloß ein faustgrobes Verbot an uns: ihr sollt nicht denken!

      Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist.

      Gott die Formel für jede Verleumdung des 'Diesseits', für jede Lüge vom 'Jenseits'! In Gott das Nichts vergöttlicht, der Wille zum Nichts heilig gesprochen!"

      Man sagt nicht 'Nichts!', man sagt dafür 'Jenseits' oder 'Gott'.

      In Formel ausgedrückt dürfte man sagen: alle Mittel, wodurch bisher die Menschheit moralisch gemacht werden sollte, waren von Grund aus unmoralisch.

      Da haben wir es also: Eine kirchliche Ordnung mit Priesterschaft, Theologie, Kultus, Sakrament; kurz, alles das, was Jesus von Nazareth bekämpft hatte...      
      (Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

      Da Gott schweigt, schwätzen seine irdischen Vertreter um so mehr.

      Der besänftigende Glaube erhält also gegenüber der beunruhigenden Vernunft den Vorzug, auch wenn der Preis dafür ein ewiger mentaler Infantilismus ist.

      Die Ablehnung wissenschaftlicher Aufklärung ist ein Wesensmerkmal monotheistischer Religionen.

      Die Kirche ... schafft es von Anfang an, immer auf der Seite der Tyrannen, Diktatoren und Autokraten zu stehen. ... Mein Kampf stand nie auf dem Index librorum prohibitorum, einer von der katholischen Kirche veröffentlichten Liste mit Büchern, die eine Gefahr für den Glauben und die Sitten darstellen.

      Ohne Gott ist das Elend groß, aber mit Gott ist es noch größer.    (Michel Onfray, fr. Philosoph)

      Die neunte Landplage, die Gott den Menschen schickte, war eine dichte Finsternis. Sie brütete über Ägypten drei Tage lang. Die zehnte Landplage war eine Finsternis, die sich über ganz Europa und Amerika verbreitete, und sie hat 1900 Jahre gedauert. Das dürfte genug sein.     (Arnulf Øverland, norweg. Schriftsteller, 1889-1968)

      Der größte Zweifel an den Wundern Jesu entstammt für mich der Tatsache, dass ihre Zeugen mehrheitlich Fischer waren.  (Arthur Pinstead, br. Journalist, 1846-1915)

      Heirate und du bist wohlauf für eine Woche! Schlachte ein Schwein und du bist wohlauf für einen Monat! Werde Priester und du bist versorgt fürs ganze Leben.
      (Polnisches Sprichwort)

      Eine blutige Erlösung am Kreuz ist eine heidnische Menschenopferreligion nach religiösem Steinzeitmuster.    (Uta Ranke-Heinemann, dt. Theologie-Professorin)

      Christentum bedeutet heute zum großen Teil Paulus. (G. Ricciotti, it. Theologe)

      Warum hat der Vater den Sohn geschickt, warum ist er nicht selbst gekommen?    (Erwin Ringel, österr. Psychiater,1921-1994)

      Töte einen Menschen, und du bist ein Mörder.
      Töte Millionen, und du bist ein Eroberer.
      Töte alle, und du bist Gott.     (Edmond Rostand, fr. Dramatiker, 1868-1918)

      Das Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen.         (Jean-Jacques Rousseau, genfer Philosoph, 1712-1778)

      Soweit ich weiß, wird in keinem Kirchenlied das hohe Lied der Intelligenz gesungen.

      Wenn alles eine Ursache haben muss, dann muss auch Gott eine Ursache haben.

      Wenn es etwas geben kann, das keine Ursache hat, dann kann das ebensogut die Welt wie Gott sein.

      Die Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst.

      Es ist möglich, daß sich die Menschheit an der Schwelle eines goldenen Zeitalters befindet, wenn dies jedoch der Fall ist, muß zuerst der Drache getötet werden, der den Eingang bewacht, und dieser Drache ist die Religion.

      Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muß man feststellen, daß jedes bißchen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, daß die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.

      Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse.       (Bertrand Russell, engl. Philosoph, 1872-1970)

      Auch Götter sterben, wenn niemand mehr an sie glaubt.    (Jean Paul Sartre, frz. Intellektueller, 1905-1980))

      Die Geistlichkeit war von jeher eine Stütze der königlichen Macht und mußte es sein. Ihre goldene Zeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes, und wie jene sehen wir sie vom Blödsinn und von der Sinnlosigkeit ernten.

      Da donnern sie Sanfmut und Duldung aus den Wolken und bringen dem Gott der Liebe Menschenopfer wie einem feuerarmigen Moloch, predigen Liebe des Nächsten und fluchen den achtzigjährigen Blinden von ihren Türen hinweg, stürmen wider den Geiz und haben Peru um goldner Spangen willen entvölkert.    (Friedrich Schiller, dt. Dichter, 1759-1805)

      Unsere abendländische Kultur, auf Altertum und Renaissance beruhend, ist im härtesten Kampf gegen die ausgesprochen kulturhemmenden Kräfte des Christentums entstanden!       (Arno Schmidt, dt. Schriftsteller, 1914-1979)

      Kein noch so verkommenes Subjekt unserer Spezies hat jemals derartig weitreichende Verbrechen begangen, wie sie vom Gott der Bibel berichtet werden.

      Grundübel des Christentums: Sie erniedrigten einen Rebellen zur Gottheit.

      Potente Offenbarungs-Religionen kennen -wenn man ihnen den Freiraum läßt- allzu häufig nur eine Maxime, den Umgang mit dem Andersdenkenden betreffend: Du wirst dran glauben - oder: Du wirst dran glauben!

      Dass sich der Schöpfer des Universums ausgerechnet in unserer Tierart der Trockennasenaffen inkarniert habe, dass er sich dafür interessiere, ob Wesen, die auf einem Staubkorn im Weltall lebten, eine Schweinshaxe äßen oder nicht – diese Vorstellungen sind lächerlich.

      Je kleiner der Geist, desto größer das Verlangen nach dem Geistlichen.

      Theologie ist das Bemühen, aus Nicht-Geschehenem, frei erfundenen Märchen, zusammengestückelten Metaphern, verhunzten Überlieferungen, zensierten Berichten, traditionellen Behauptungen, (und im katholischen Spektrum zusätzlich) päpstlichen Enzykliken und Konzilsbeschlüssen einen nachvollziehbaren Zusammenhang herzustellen.         (Michael Schmidt-Salomon, dt. Schriftsteller)

      Die eigentliche Zentralanschauung des Christentums ist die Sünde.  (August Wilhelm von Schlegel, dt. Philosoph, 1767-1845)

      In meinem 17ten Jahre, ohne alle gelehrte Schulbildung, wurde ich vom Jammer des Lebens so ergriffen wie Buddha in seiner Jugend, als er Krankheit, Alter, Schmerz und Tod erblickte. Die Wahrheit, welche laut und deutlich aus der Welt sprach, überwand bald auch die mir eingeprägten jüdischen Dogmen, und mein Resultat war, daß diese Welt kein Werk eines allgütigen Wesens sein könnte, wohl aber das eines Teufels, der Geschöpfe ins Dasein gerufen, um am Anblick ihrer Qual sich zu weiden; darauf deuteten die Data, und der Glaube, daß es so sei, gewann die Oberhand.

      Die Religionen sind wie die Leuchtwürmer: Sie bedürfen der Dunkelheit, um zu leuchten.

      Glauben und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere.

      Endlich kommt noch hinzu, daß der Gott, welcher Nachsicht und Vergebung jeder Schuld, bis zur Feindesliebe, vorschreibt, keine übt, sondern vielmehr ins Gegenteil verfällt ... bis auf jene wenigen Ausnahmen, welche durch die Gnadenwahl, man weiß nicht warum, gerettet werden. Diese aber beiseite gesetzt, kommt heraus, als hätte der liebe Gott die Welt geschaffen, damit der Teufel sie holen solle; wonach er denn viel besser getan haben würde es zu unterlassen.

      Ich sehe nicht ein, warum ich, der Einfalt Anderer wegen, Respekt vor Lug und Trug haben sollte.       (Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

      Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.   (Albert Schweitzer, dt. Theologe und Arzt, 1875-1965)

      Der gemeine Mann betrachtet die Religion als richtig, der Weise als falsch und der Politiker als nützlich.        (Seneca, röm. Philosoph, 1-65)

      Von dem Augenblick an, da ihr diesem von Menschen geschaffenen Monstrum, Kirche geheißen, erlaubt, sich eures Geistes zu bemächtigen, ist euer inneres Licht wie eine ausgelöschte Kerze, und eure Seele ist in die Finsternis gefallen und verdammt. Es gibt keinen größeren Atheisten als den Kirchenatheisten.

      Die Tatsache, dass sich der Gläubige glücklicher fühlt, als der Ungläubige, besagt nicht mehr, als dass sich der Betrunkene glücklicher fühlt als der Nüchterne.

      Seine Antwort auf alles ist nicht Gott, sondern die Kirche, die Kirche. Sie verbrennen sich gegenseitig, diese Männer der Kirche, sie verfolgen und begehen Niederträchtigkeiten, deren kein Freund Gottes fähig wäre.

      Sie stehen zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer und maßen sich göttliche Macht an, wo ihnen die göttlichen Eigenschaften fehlen.

      Why should we take advice on sex from the Pope? If he knows anything about it, he shouldn't!

      Verstand beginnt mit einem lebensbejahenden Atheismus. Er befreit die Seele von Aberglauben, Schrecken, Duckmäusertum, gemeiner Willfährigkeit und Heuchelei und schafft Raum für das Licht des Himmels.    (George Bernard Shaw, ir. Schriftsteller, 1856-1950)

      Die Heiden haben das Leben vergöttert, die Christen den Tod.   (Germaine de Staël, fr. Schriftstellerin, 1755-1817)

      Schlimmer noch als Anmaßung und Unredlichkeit der Christen ist die Tatsache, daß diejenigen, die keine Christen sind, solches hinnehmen.    (Gerhard Szczesny, dt. Schriftsteller, 1918-2002)

      Dogmatiker - mit solchen Leuten kann man nicht diskutieren, man kann ihnen Nachsicht angedeihen lassen, sie bedauern, zu heilen versuchen, aber man muss sie als Geisteskranke betrachten und darf mit ihnen nicht streiten.    (Leo Tolstoi, russ. Schriftsteller, 1828-1910)

      Es ist eine Tatsache, daß niemals eine Verurteilung, niemals eine Exkommunizie- rung gegen das Regime Hitlers ausgesprochen worden ist, nicht einmal, als dieser und seine Partei in den Konzentrationslagern Millionen von Menschen umbrach- ten.         (Alighiero Tondi, it. Theologe, 1908-1984)

      Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen sie die Bibel und wir das Land. Sie forderten uns auf zu beten. Und wir schlossen die Augen. Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt: Wir hatten die Bibel und sie das Land.      (Desmond Tutu, südafrik. Erzbischof)

      Dies ist der Gipfel des Monströsen und Lächerlichen, Gott als einen kleinlichen, unsinnigen und barbarischen Despoten zu verkünden, der einigen seiner Favoriten heimlich ein unverständliches Gesetz mitteilt und die übrigen des Volkes umbringt, weil sie dieses Gesetz nicht gekannt haben.    (Voltaire, fr. Philosoph, 1694-1778)

      Falls es einen Gott gibt, der besondere Pläne mit den Menschen hat, dann hat dieser Gott sich wirklich große Mühe gegeben, sein Interesse an uns nicht sichtbar werden zu lassen. Es erschiene mir unhöflich, wenn nicht gar respektlos, einen solchen Gott mit unseren Gebeten zu behelligen.    (Steven Weinberg, am. Physiker und Astronom)

      Seit er meinen Bruder kreuzigen ließ, um sich mit mir zu versöhnen, weiß ich, was ich von meinem Vater zu halten habe.   (Günter Weisenborn, dt. Schriftsteller, 1902-1969)

      Die Religion hat es immer verstanden, den Menschen ihr Geld aus der Tasche zu ziehen.    (Carl Christian von Weizsäcker, dt. Wettbewerbstheoretiker)

      Ein Bischof sagt als Achtzigjähriger noch genau dasselbe, das ihm eingeflößt wurde, als er achtzehn war.  (Oscar Wilde, ir. Schriftsteller, 1854-1900)